City of Gold

In New York, so berichtet der BLDG-Blog, wird der Platz für Gold langsam knapp. Da sich der Gold-Preis in den letzten zehn Jahren vervierfacht habe, kaufen die Leute immer mehr der Edelmetall-Barren und horten sie — und zwar in solchen Mengen, dass der Speicherplatz in den Tresorräumen jetzt offenbar an seine Grenzen geraten ist. Von “Flotten gepanzerter Lastwagen”, berichtete das Wall Street Journal, die mit Goldbarren und Münzen beladen Midtown Manhattan verließen. Die Bank HSBC habe beschlossen, die Barren der Kleinanleger zu verlegen, um Platz für große institutionelle Kunden zu machen. Aber leichter gesagt als getan! Eine derartige Aktion, so die First Post, könne leicht in eine “militärische Operation” ausarten. “I have never seen any relocation like this,” soll der Direktor der Edelmetall-Handelsgesellschaft FideliTrade gesagt haben Den ganzen Beitrag lesen »
Es ist ja allen klar, dass es in den USA mal wieder schneller abläuft. Und dass der Fortschritt mal wieder mit 1-2 Jahren Verspätung in Europa und dann noch später in Deutschland ankommen wird. Hier nämlich wird erstmal oberkritisch alles beäugt, bis man sich dann auch endlich traut. Das war ja schon immer so. Mit den Video-Kassetten. Mit den Comics. Mit den Mobiltelefonen. Mit den Social Networking-Plattformen. Und jetzt halt mit den E-Books. Zu allem Überfluss haben wir ja noch den Buchdruck erfunden, deshalb werden wir sie noch später bekommen. Aber egal. Irgendwann sind die E-Bücher da, und dann gewöhnen sich plötzlich alle daran, und viele werden ihre ollen, vergilbten Bücher auf den Kompost werfen. Oder halt beim nächsten Umzug auf der Straße stehen lassen.

Eigentlich haben wir dieses Mal alle gewonnen. Ursula Krechel, Sprecherin der Jury, schickte nämlich eine Belobigung vorweg: An uns. Das Publikum. Wir hätten nicht unter Niveau gelacht, seien aufmerksam und kultiviert gewesen. Da lachten wir doch alle erfreut (natürlich nicht unter Niveau).