14 Nov

Jenny Kau – Brückenwärts

Von goldmag

Die Personen: Ein Er und ein Ich. Er steht auf einer Brücke. Ich fürchtet, Er wird springen und stellt sich daneben, „wie gebannt“. Zwanghaft! Der Schweiß läuft in Sturzbächen. Seelenvorgänge, Er rettet Ich: „Noch heute denke ich oft an diesen Mann und hoffe, dass er an diesem Tag ebenso viel gelernt hat, wie ich selbst: Auf einer Brücke zu stehen und sich fallen lassen zu können, in der sicheren Gewissheit, dabei nicht in die Tiefe zu stürzen.“ Keiner springt oder fällt, nur die Prosa schmiert ab. Schund (sagt die Nachbarin). Augenrollen.

Verjammertestes Klischee: „Die schwere Kindheit, als mein Vater uns verließ und nur das alles erstickende Gefühl des Versagens zurückließ.“

4. Wettbewerbsbeitrag beim open mike, 14.11.2009 – 14:45 Uhr

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