Restoring Equilibrium
equilibrium /iːkwɪˈlɪbɹɪəm/ n., pl.equilibria /iːkwɪˈlɪbɹɪə/ or equilibriums Gleichgewicht, das
Ein Hinweis für das in mentaler wie physischer Hinsicht das Gleichgewicht sehr herausfordernde Zwischen-den-Jahren: translationparty.com. Die alleinige Bestimmung dieser Seite besteht darin, in feinster Zen-Manier so lange einen einmal eingegebenen englischen Satz ins japanische und wieder zurück zu übertragen, bis beide Sprachen in ein Übersetzungsgleichgewicht eintreten. Dieser Zustand zeichnet sich dadurch aus, dass der sonst so gewalttätige und verstümmelnde Prozess der Übersetzung keinen Schaden mehr anzurichten im Stande ist, das Englische wie das Japanische einander entsprechen, und semantische Harmonie wie konnotative Windstille endlich für Ruhe im Karton sorgen.
Beispiele aus der Weltliteratur gefällig? Der Anfang von Nabokovs Lolita “Lolita, light of my life, fire of my loins” wird im Sätze-Gleichgewicht zur psychoanalytischen Leseaufforderung: “Lolita, My life, my experience is light in the back”. Der erste Satz aus Ray Bradburys Fahrenheit 451 – “It was a pleasure to burn” – ist selbst schon gleichgewichtig. Aus dem besprochenen ersten Satz des Jane-Austen-Zombie-Mashups hingegen entsteht das verrätselt lakonische: “If my brain is a universal truth that is in possession of a zombie in the brain, the discovery of the morning is not required.”
Eine friedvolle Koexistenz also zwischen den Sprachen scheint möglich. Der Verlust irgendwelcher Auren ist kein Thema mehr; alle Übersetzerkriege hinfällig. Könnte man meinen. Aber auch dieses semantische Nirwana kennt seine Grenzen und hat seinen Sinn für den estrichfesten Boden der Tatsachen nicht verloren: Zum Beweis einfach mal “When will the war end?” eingeben. Und lässt man das Fragezeichen weg, wird eh alles zum Witz.
Am 29. Dezember 2009 um 14:15 Uhr
Google sollte diese Funktion in seinen Übersetzungs-Dienst integrieren und dann für alle Sprachen freischalten!!!
Allerdings würde ich, so allgemein, statt Gleichgewicht in dieser Demonstration nur einen ästhetisch-meditativen Beweis der un-restorebaren Sprachverwirrung sehen.