Verlorene Stadt Jäger
Wer postapokalyptische Filme mag, war heute bei Pro Sieben wieder an der richtigen Adresse. Denn es wurde der Film »Lost City Raiders« gesendet, und der geht, in einfachen Worten nacherzählt, so:
2048. Die halbe Erde ist wegen Klimakatastrophe überflutet, und das Wasser steigt weiter. John und seine Stiefsöhne Jack und Thomas verdienen ihr Geld damit, Artefakte aus versunkenen Städten zu bergen. In den Ruinen von Los Angeles findet Jack beim Tauchen ein wichtiges Buch, in dem etwas zur Rettung der Welt steht, und wird dabei fast von einem Mutantenhai gefressen.
Das Buch offenbart, dass ein Szepter zur Rettung der Welt im versunkenen Teil des Vatikans versteckt sein soll. John und Jack steigen mit dem Segen des Kardinals Michael Mendl in die fraglichen Ruinen ein. Dort entschlüssen sie lateinische Inschriften, verbrennen zuerst beinahe und ertrinken dann fast. Am Ende können sie die gesuchte Kiste glücklich bergen. Dabei werden sie von einem geheimnisvollen Dunkelmann durch eine Kamera beobachtet.
Zurück in Neu-Rom stellt sich heraus, dass das Szepter nicht in der Kiste war, stattdessen aber ein Hinweis, der ins halb untergegangene Dresden führt. Beim Feierabend-Bier stellt sich eine resolute und barbusige Kellnerin vor. Sie hat schon den Angriff eines Mutanten-Kraken überlebt und will anheuern. Jedoch löst sie zunächst nur eine Prügelei zwischen den Barbesuchern und den Abenteurern aus.
An einem anderen Ort wird Jacks Exfreundin Johanna Bäcker, ebenfalls Abenteurerin und Wissenschaftlerin und auf der Suche nach einer Lösung für das Wasserproblem, von dem zwielichtigen Immobiliengiganten Nikolas Filimonov angeheuert, um das gleiche Artefakt zu finden.
In Dresden bergen John und Jack aus dem Grab des Tempelritters Mercadier eine Pergamentrolle, die ihnen aber von Johanna und ihren bewaffneten Kollegen abgeluchst wird. John wirft kurzentschlossen eine Schockgranate nach den Dieben. Dadurch kann er das Pergament retten, wird jedoch selbst von einer Steinplatte erschlagen. Jack übernimmt die wertvolle Beute und kann in einer spannenden Verfolgungsjagd mit einem Motorboot entkommen.
Die Brüder bringen das Pergament zum Kardinal. Von dem erfahren sie, dass das Szepter schon im Alten Testament vorkommt und Moses damit das Meer geteilt hat. Sie erfahren außerdem, dass Filiminov das Szepter haben will, um die Erde ganz zu überfluten, damit die Menschen gezwungen sind, sich auf seinen schwimmenden Wohninseln einzuquartieren. Auf dem Pergament steht, dass das Szepter im Grab von Richard Löwenherz ist.
Die Brüder engagieren daraufhin doch noch die Kellnerin als Maschinistin. Sie kann ihnen in einem spannenden Kampf mit ihrem Ex-Arbeitgeber, der mit solchen Sachen dealt, und der ihr als Gegenleistung an die Wäsche will, was sie aber verhindern kann, ein nötiges Ersatzteil für ihr Boot besorgen.
Die Filiminov-Leute sind schneller am richtigen Ort. Sie finden das Szepter und versenken danach Johanna in Richards Sarkophag. Jack kann sie jedoch retten, weil er zufällig gerade am Tauchen ist, wo seine Exfreundin ihr kaltes Grab finden soll. Zusammen entern die beiden Filiminovs Boot und versuchen, ihm das Szepter wieder abzujagen. Es gelingt ihnen und das Boot versinkt nach einigen actionreichen Ereignissen mitsamt dem Besitzer im Meer.
Jack und Johanna verlieben sich währenddessen neu ineinander, und auch zwischen Thomas und der Kellnerin funkt es. Das neu gebildete Vierer-Team begibt sich, nachdem sie sich ein vielsagendes Hologramm, das aus dem Szepter herausgekommen ist, angesehen haben, und aufgrund kluger Überlegungen von Johanna zu einem elektromagnetischen Konvergenzpunkt bei St. Etienne. Dort öffnet sich ihnen, mit dem Szepter als Schlüssel, eine gigantische unterirdische Vorrichtung. Verfolgt werden sie jedoch von einem fanatischen Priester, der eine neue Sintflut einleiten will.
Dieser wahnsinnige Apokalyptiker verhindert den glücklichen Ausgang der Geschichte beinahe. Aber Jack besiegt ihn in einem spannenden Kampf Mann gegen Mann und kann mit dem Szepter die Maschine aktivieren. Sie öffnet, in einer großen Gasexplosion, die alle vier Helden überleben, ein sehr großes Loch im Boden, in das das überschüssige Wasser hinein fließen kann. Damit ist die Welt gerettet, worüber sich alle bei einem Glas Champagner freuen.
Am 12. Januar 2010 um 11:30 Uhr
“Damit ist die Welt gerettet, worüber sich alle bei einem Glas Champagner freuen” — damit ist das sehr gelungene Drehbuch treffend auf den Punkt gebracht! Sehr schön.