24 Mrz

Die Brücke der Hoffnung (Teil 2)

Von Michael Duszat

Die Stärke des ZDF-Event-Zweiteilers „Dr. Hope“, der heute Abend zum Abschluss kam, liegt in den Dialogen. Das dazwischen ist eigentlich nicht so wichtig. Wichtig ist, dass man sich die Dialoge merkt, denn sie sind dem wahren Leben entnommen und können auch im wahren Leben ihre volle Entfaltung finden, wenn man sie dort gut zu plazieren versteht. Dazu hier eine repräsentative Auswahl der wichtigsten gesprochenen Sätze für diejenigen, die nicht live dabei sein konnten.

Otto und Carl gehen in den Bergen wandern, nachdem Otto Carl zusammen mit Hope gesehen hat.
Carl: „Das Wetter sieht mir unstet aus.“ Otto: „Wie das Herz einer Frau.“
Otto: „Bereit?“ Carl: „So bereit wie ich je sein werde.“
Otto: „Sie ist meine Frau. Ich würde für sie töten.“ Carl: „Und ich würde für sie sterben.“

Otto: „Scheidung.“ Hope: „Ich nehme alle Schuld auf mich. Es wird dich nichts kosten. Nur bitte ich dich: gib mich frei.“ Otto: „Mein ganzes Leben habe ich um deine Liebe gekämpft. Ich bin des Kampfes so müde. So unendlich müde.“

Hope: „Du bist mein Tropfen im Meer, Carl.“ Carl: „Und du mein Leben.“

Carl hält eine politische Rede: „Der Müncher fährt nicht aufs Land wegen der Schönheit des Landlebens, der Müncher fährt aufs Land, weil er den Gestank der Fabriken nicht mehr ertragen kann!“ (Applaus.) „Achtzig Nebeltage! Ja, sind wir denn hier in London?“ (Applaus.)
Später sagt er: „Die russische Frage ist letztendlich auch die deutsche Frage.“

Hope schreibt ein Buch über Gesundheit: „Viele Gebrechen könnten vermieden werden, wenn man sich nur an Hygiene und Sauberkeit hielte.“
„Die drei Grundregeln der Gesundheit sind: Ernährung, Bewegung und Ruhe.“
„Die Gesundheit ist keine Pflanze, die in ein paar Tagen in die Höhe schießt, sondern ein Baum, der langsam wächst.“
„Viele denken, die Frau benötige weniger Nahrung als der Mann. In Wahrheit arbeitet die Frau im Haus ebensoviel wie der Mann außerhalb des Hauses.“

Hope hält eine Sylvesterrede: „Wir marschieren nicht mit der Zeit – wir marschieren in sie hinein, in eine bessere Zukunft. Die Zeit bestimmt nicht uns – wir bestimmen sie.“
Später sagt sie: „Automobile sind die Zukunft, Carl.“

Hope hält eine Rede: „Ich habe gelernt – und gelehrt – dass Frauensache Menschensache ist, Frauenrecht immer auch Menschenrecht.“

Nachdem Hopes Lebenswerk, der Bau eines ‚Frauenheimes’, zerschlagen worden ist, sagt sie: „Welcher Traum stirbt als nächstes? Welcher Traum?“

1914. Hope: „Dieser verdammte Krieg. Hat er je etwas anderes gemacht als Frauen zu Witwen, Kinder zu Waisen, und Männer zu Krüppeln?“
Später sagt sie: „Die Bestie Krieg beschmutzt unsere Träume, lacht sie aus.“

Am Ende des Films stand zu lesen: „Dr. Hopes visionäre Ideen sind heute Bestandteil unseres Lebens.“

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