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	<title>goldmag.de &#187; Filmerzählungen</title>
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		<title>Die Br&#252;cke der Hoffnung (Teil 2)</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 21:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmerzählungen]]></category>

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<p>Die St&#228;rke des ZDF-Event-Zweiteilers „Dr. Hope“, der heute Abend zum Abschluss kam, liegt in den Dialogen. Das dazwischen ist eigentlich nicht so wichtig. Wichtig ist, dass man sich die Dialoge merkt, denn sie sind dem wahren Leben entnommen und k&#246;nnen auch im wahren Leben ihre volle Entfaltung finden, wenn man sie dort gut zu plazieren versteht. Dazu hier eine repr&#228;sentative Auswahl der wichtigsten gesprochenen S&#228;tze f&#252;r diejenigen, die nicht live dabei sein konnten.</p>
<p>Otto und Carl gehen in den Bergen wandern, nachdem Otto Carl zusammen mit Hope gesehen hat.<br />
Carl: „Das Wetter sieht mir unstet aus.“ Otto: „Wie das Herz einer Frau.“<br />
Otto: „Bereit?“ Carl: „So bereit wie ich je sein werde.“<br />
Otto: „Sie ist meine Frau. Ich w&#252;rde f&#252;r sie t&#246;ten.“ Carl: „Und ich w&#252;rde f&#252;r sie sterben.“ <!--more--></p>
<p>Otto: „Scheidung.“ Hope: „Ich nehme alle Schuld auf mich. Es wird dich nichts kosten. Nur bitte ich dich: gib mich frei.“ Otto: „Mein ganzes Leben habe ich um deine Liebe gek&#228;mpft. Ich bin des Kampfes so m&#252;de. So unendlich m&#252;de.“</p>
<p>Hope: „Du bist mein Tropfen im Meer, Carl.“ Carl: „Und du mein Leben.“</p>
<p>Carl h&#228;lt eine politische Rede: „Der M&#252;ncher f&#228;hrt nicht aufs Land wegen der Sch&#246;nheit des Landlebens, der M&#252;ncher f&#228;hrt aufs Land, weil er den Gestank der Fabriken nicht mehr ertragen kann!“ (Applaus.) „Achtzig Nebeltage! Ja, sind wir denn hier in London?“ (Applaus.)<br />
Sp&#228;ter sagt er: „Die russische Frage ist letztendlich auch die deutsche Frage.“</p>
<p>Hope schreibt ein Buch &#252;ber Gesundheit: „Viele Gebrechen k&#246;nnten vermieden werden, wenn man sich nur an Hygiene und Sauberkeit hielte.“<br />
„Die drei Grundregeln der Gesundheit sind: Ern&#228;hrung, Bewegung und Ruhe.“<br />
„Die Gesundheit ist keine Pflanze, die in ein paar Tagen in die H&#246;he schie&#223;t, sondern ein Baum, der langsam w&#228;chst.“<br />
„Viele denken, die Frau ben&#246;tige weniger Nahrung als der Mann. In Wahrheit arbeitet die Frau im Haus ebensoviel wie der Mann au&#223;erhalb des Hauses.“</p>
<p>Hope h&#228;lt eine Sylvesterrede: „Wir marschieren nicht mit der Zeit – wir marschieren in sie hinein, in eine bessere Zukunft. Die Zeit bestimmt nicht uns – wir bestimmen sie.“<br />
Sp&#228;ter sagt sie: „Automobile sind die Zukunft, Carl.“</p>
<p>Hope h&#228;lt eine Rede: „Ich habe gelernt – und gelehrt – dass Frauensache Menschensache ist, Frauenrecht immer auch Menschenrecht.“</p>
<p>Nachdem Hopes Lebenswerk, der Bau eines ‚Frauenheimes’, zerschlagen worden ist, sagt sie: „Welcher Traum stirbt als n&#228;chstes? Welcher Traum?“</p>
<p>1914. Hope: „Dieser verdammte Krieg. Hat er je etwas anderes gemacht als Frauen zu Witwen, Kinder zu Waisen, und M&#228;nner zu Kr&#252;ppeln?“<br />
Sp&#228;ter sagt sie: „Die Bestie Krieg beschmutzt unsere Tr&#228;ume, lacht sie aus.“</p>
<p>Am Ende des Films stand zu lesen: „Dr. Hopes vision&#228;re Ideen sind heute Bestandteil unseres Lebens.“</p>
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		<title>Hope is a bridge</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 22:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmerzählungen]]></category>

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<p>Liebe Filmfreundinnen und liebe Filmfreunde! Die folgende Filmnacherz&#228;hlung des ZDF-Zweiteilers „Dr. Hope – Eine Frau gibt nicht auf“ ist nicht nur f&#252;r Frauen gedacht. Im Gegenteil, es geht die M&#228;nner genausoviel an, was damals geschehen ist. Denn es ist alles wahr, und die wahren Geschichten sind immer noch die besten.</p>
<p>England, zweite H&#228;lfte des 19. Jahrhunderts. Vater Bridges stirbt an Tuberkulose. Er gibt seiner Tochter Hope etwas mit auf den Weg: „In deinem Namen liegt Hoffnung“, sagt er. Mutter Bridges &#252;berlegt: „Hier in England gibt es nur Mitleid f&#252;r uns. Wir gehen nach Deutschland.“ Hope: „Nach Deutschland?“ Mutter: „Ja.“ <!--more--></p>
<p>Leipzig. Mutter und Hope werden aufgenommen bei Verwandten. Hope stellt sich bei einer Schule als Englischlehrerin vor. Aber Englisch ist nicht mehr so gefragt, seit der Reichsgr&#252;ndung. Hope zum Direktor: „Aber wie wollen wir in Frieden leben, wenn wir einander nicht verstehen?“ Direktor: „Na, mal sehen.“ Die Stelle bekommt sie dennoch nicht.</p>
<p>Auf dem Flur st&#246;&#223;t Hope auf einen Mann mit Namen Friedrich, der ihr sp&#228;ter Blumen bringt und sie zu sich nach Hause einl&#228;dt, offenbar mit Heiratsabsichten. Hope will aber nicht heiraten und auch keine Kinder bekommen. Friedrichs Vater sagt beim Abenddessen „Das Vaterland braucht Kinder.“ Hope entgegnet: „Es steht aber nicht viermal nachts auf, um sie zu f&#252;ttern.“ Friedrichs Vater: „Ihre liberale englische Erziehung entschuldigt gerade noch Ihre moralischen M&#228;ngel.“ Sp&#228;ter sagt er zu Friedrich: „Ich will nicht, dass Du dieses Fr&#228;ulein wieder siehst.“</p>
<p>Friedrich sucht sie dennoch auf. Er sagt, sie solle sich beim Vater entschuldigen, damit alles wieder gut sei. Aber das will Hope nicht. Friedrich hat genug, und Hope trifft auf eine sozialistische Gruppe, die dem Gespr&#228;ch zugeh&#246;rt und ihr applaudiert hat. „Ich bin Hope“, sagt Hope. Einer, der sich als Otto vorgestellt hat, fragt: „Hope? Wie Hopfen?“ „Nein, wie Hoffnung“, sagt sie.</p>
<p>Man diskutiert: „Hat Marx je am Hochofen gestanden?“ Jemand fragt: „Hast du eine Meinung dazu, Hope?“ Hope denkt nach und sagt: „Ist die Befreiung der Arbeiterklasse denn eigentlich nur f&#252;r M&#228;nner?“ Daraufhin wird sie mit in die Studentenkneipe eingeladen. Dort gibt es einen Krach mit den Nationalisten. Hope entkommt den Unruhen zusammen mit Otto, es ist sehr abenteuerlich.</p>
<p>Als n&#228;chstes geht Hope mit ihrer neuen Freundin Clara in die Uni, in eine Medizinvorlesung. Dem Professor sind Frauen im H&#246;rsaal nicht recht. Es ist Friedrichs Vater! Zu Hause versucht man ihr das Studium auszureden. Die Mutter sagt: „Hope, was hast du vor?“ Hope: „Ich werde &#196;rztin, Mama.“ Mutter: „&#196;rztin? Ist das denn m&#246;glich?“ Hope: „Ich werde bei dem Universit&#228;tsdirektor vorstellig und &#252;berzeuge ihn.“ </p>
<p>Der Universit&#228;tsdirektor ist nun aber ausgerechnet wiederum Friedrichs Vater. Er sagt: „Keine Frauen, guten Tag“, und: „Es ist wider die Natur. Und jetzt hinaus.“ Hope sagt: „Ich will studieren. Ich gehe bis zur Kaiserin, wenn es sein muss, um zu studieren.“ Daraufhin sagt der Direktor: „Gut. Dann holen Sie sich ein Vorlesungsverzeichnis.“</p>
<p>Eine Zulassung zum Examen bekommt sie trotzdem nicht. Dar&#252;ber kl&#228;rt sie Otto auf, der ebenfalls Medizin studiert. Denn Hope hat kein Abitur, weil Frauen kein Abitur machen d&#252;rfen. Otto sagt: „Du kannst ja immer noch Krankenschwester werden.“ </p>
<p>Zusammen mit Clara studiert Hope erst einmal weiter. Im H&#246;rsaal gibt es sittliche Probleme, weil die Studenten mit den zwei Damen im Raum den Kopf verlieren und nicht studieren k&#246;nnen. Als Folge werden sie hinausgeworfen. Daraufhin ver&#228;ndert Hope ihre Kleidung und schneidet sich eine Kurzhaarfrisur, in der Hoffnung, dadurch in Zukunft &#196;rger zu vermeiden.</p>
<p>Es folgt ein n&#228;chtlicher Ausflug mit Clara. Man geht ins Leichenschauhaus, um heimlich Leichen aufschneiden. Es ist wegen der &#220;bung, die sie brauchen, die man ihnen aber verwehrt. Dabei spricht man auch &#252;ber andere Dinge. Hope: „Mein Herz schl&#228;gt f&#252;r Otto“ Clara: „Aber nicht wirklich laut, oder?“ Hope: „Es ist ein Herz, keine Trommel.“</p>
<p>Zwei Jahre sp&#228;ter, 1875. Hope schreibt medizinische Artikel &#252;ber das Korsett. Man diskutiert in der Kneipe &#252;ber das Schicksal der Frauen. Ein gewisser Carl Lehmann kommt vorbei und verteilt politische Flugbl&#228;tter. „Engagieren Sie sich,“ sagt er. „Politik interessiert mich eigentlich nicht,“ sagt Hope. Carl sagt: „Alles ist politisch“.</p>
<p>Drei Jahre sp&#228;ter. Bismarck geht gegen die Sozialdemokraten vor, und die Stimmung wird feindseliger. Man darf z. B. keine Flugbl&#228;tter mehr in der Uni aufh&#228;ngen. Clara geht nach Paris, denn „aus dem Kampf ist jetzt ein Krieg geworden. Und er wird von Paris aus gef&#252;hrt.“</p>
<p>Jetzt k&#228;me das Examen, aber Hope darf immer noch nicht. Also geht sie zur Kaiserin. Die Wachen erschie&#223;en sie fast, aber die Kaiserin l&#228;sst sie vorsprechen. „Obgleich ich ein Recht auf das Studium habe und gute Noten, verwehrt man mir das Examen, weil ich eine Frau bin. Wo ist denn da die Gerechtigkeit!“ sagt sie. Wir sehen, wie die Kaiserin einem ihrer entgeisterten Berater etwas ins Ohr fl&#252;stert. Kurz darauf bekommt der Direktor einen ganz bestimmten Brief.</p>
<p>Zwei Jahre sp&#228;ter. Hope besteht ihr Examen glanzvoll. Aber es ist ohne Abitur in Deutschland nicht g&#252;ltig. Also geht Hope nach London, um dort eine Approbation zu erhalten. „Aber daf&#252;r musst du ja nach England ziehen,“ sagt Otto, „was wird mit uns?“ Hope: „Es ist doch nicht f&#252;r lang.“ Otto: „Ich m&#246;chte das nicht. Ich bitte dich um unseretwillen zu bleiben.“ Hope: „Nein.“ Otto: „Deine Entscheidung ist r&#252;cksichtslos.“ Hope: „Meine Mutter unterst&#252;tzt mich.“</p>
<p>London. Hope steht an Vater Bridges Grab. „Du hast immer gesagt, dass man k&#228;mpfen muss, um etwas zu erreichen, Papa. Ich habe gek&#228;mpft. Bald bin ich &#196;rztin.“ Da kommt &#252;berraschend Otto. Er ist jetzt selbst Doktor und kann die Praxis seines Vaters in Frankfurt &#252;bernehmen. Ob Hope mit ihm zusammen die Praxis f&#252;hren wolle, als Frau Doktor Otto Walther? Sie will. „Morgen geht der Zug in ein neues Leben“, sagt Otto. </p>
<p>Frankfurt am Main. Es wird geheiratet, die Praxis er&#246;ffnet. Otto sagt: „Vielleicht solltest du dich auf die Frauen konzentrieren. Denn ich glaube nicht, dass sich die alten Herren von dir untersuchen lassen.“ Hope: „Dann h&#228;tte ich Gyn&#228;kologie als Schwerpunkt genommen. Ich m&#246;chte mich vor allem um die Infektionskrankheiten k&#252;mmern.“</p>
<p>Aber es sind auch ganz normale Krankheiten und Gebrechen, die Hope jetzt behandelt. Eine junge Frau kommt mit der Mutter in die Praxis, sie war schon schwanger. Hope kl&#228;rt sie &#252;ber Verh&#252;tung auf, was der Mutter nicht recht ist, denn sie meint, dass es auch durch Sittsamkeit zu erreichen sei.</p>
<p>Auch die Armen kommen und k&#246;nnen ihre Rechnungen nicht bezahlen. Das findet Otto nicht gut, denn er hat eine Verantwortung f&#252;r das Erbe seines Vaters. Hope: „Aber geht es denn immer nur ums Geld?!“</p>
<p>Hope macht einen Hausbesuch, was Otto ebenfalls nicht gut findet. Das M&#228;dchen ist unterern&#228;hrt, der Junge hat ein gebrochenes Bein. Die Mutter hat Angst vor ihrem gewaltt&#228;tigen Mann, eine untragbare Situation. Aber Otto findet das nach wie vor nicht gut. Hope: „In den Arbeitervierteln sterben die Menschen wie die Fliegen, weil sie sich keinen Arzt leisten k&#246;nnen.“ Otto: „Wir werden das Elend dieser Welt auch nicht besiegen k&#246;nnen, Schatz.“ Hope: „Du verschlie&#223;t die Augen. Das ist nicht gut.“</p>
<p>Dann stellt sich heraus, dass Hope schwanger ist. Als n&#228;chstes schon ist die kleine neue Familie im Sonnenlicht zu sehen. Otto ist sehr gl&#252;cklich und will dass Hope sich nun ausschlie&#223;lich um den Nachwuchs k&#252;mmert. Sie meint aber, dass beides, Kind und Arbeit, geht, und man schafft sich ein Kinderm&#228;dchen an.</p>
<p>Otto, der sich einen Schnurrbart hat wachsen lassen, sitzt bald darauf in seinem Sessel und trinkt Cognac. Er ist unzufrieden, weil Hope die Familie vernachl&#228;ssigt. Er sagt: „Musst du st&#228;ndig die heilige Hope von Orleans spielen? Und was ist mit uns?“<br />
Es stellt sich heraus, dass Hope sich Tuberkulose eingefangen hat. Sie will arbeiten, darf aber nicht. Sie muss sich jetzt erstmal ausruhen, nicht mal ihre B&#252;cher darf sie lesen. </p>
<p>Es wird aber nicht besser. „Der ganze Ansatz ist falsch“, sagt Hope, die heimlich &#196;rztezeitung gelesen hat. „Seit Jahrzehnten tritt man bei der Behandlung auf der Stelle. Ich brauche eine Kur, keine Ruhe.“ </p>
<p>Otto ist nicht der gleichen Ansicht, aber er f&#252;gt sich. Man f&#228;hrt in einer Kutsche nach Bayern. Eine beschwerliche Reise, und Hope ist sehr schwach. Otto macht sich Vorw&#252;rfe, dass er es zugelassen hat. Hope sagt: „Falls ich sterbe, Otto – du hast dir nichts vorzuwerfen. Ich wollte es.“</p>
<p>Die Kur wirkt am Ende aber doch. „Es ist ein Wunder,“ sagt Mutter, die auf Besuch ist. „Es ist kein Wunder. Licht und Luft haben mir geholfen, wie ich es gesagt habe,“ sagt Hope, „Tbc ist f&#252;r mich vorbei.“ „Es wird aber noch Wochen dauern, bis du ganz geheilt bist und ihr zur&#252;ck nach Frankfurt k&#246;nnt,“ sagt die Mutter. Hope: „Vielleicht will ich das gar nicht.“ </p>
<p>Denn Hope hat eine Idee: ein Sanatorium f&#252;r Tuberkulosekranke an der Stelle, an der sie gesund wurde. „Steht der Hof denn &#252;berhaupt zum Verkauf?“ fragt Otto. So ist es. „Wir m&#252;ssen das alles erstmal genau durchrechnen,“ sagt Otto. Hope sagt: „Es wird gelingen. Weil es richtig ist. Weil es gut ist.“ </p>
<p>Das Sanatorium wird er&#246;ffnet, allerdings unter Ottos Namen, so als sei es seine Idee gewesen. Hope zweifelt langsam, ob Otto ihr „Tropfen im Meer“ ist, wie es der Vater f&#252;r die Mutter war. Die Mutter ist sehr stolz auf das Erreichte, aber sie warnt: „Du bist scheinbar nicht aufzuhalten, Hope, aber sieh dich vor, wenn du eines Tages deine Grenze findest: in dem Moment wird es sehr weh tun.“ Hope: „Ich wei&#223;, Mama.“</p>
<p>Es kommt ein Anw&#228;rter auf eine Assistentenstelle ins Sanatorium. Zu Hopes &#220;berraschung ist es Carl Lehmann. Sie hatte das Flugblatt von damals aufbewahrt. Wie sich herausstellt, hat Carl verbotene Zeitungen bei sich. Er tut, was er f&#252;r richtig h&#228;lt. „Wir k&#246;nnten Frauen wie Sie f&#252;r die gute Sache brauchen,“ sagt er. „Es ist nicht n&#246;tig, mein Herz zu entflammen, Doktor Lehmann,“ sagt Hope, „mein Herz geh&#246;rt der Sozialdemokratie – schon lange.“ Am Ende verbrennt er die Zeitungen doch, damit es keinen &#196;rger gibt.</p>
<p>Kurz darauf kommt Clara zu Besuch. Beim Abendbrot diskutiert man &#252;ber das Proletariat, die Namen Engels und Liebknecht kommen vor. Otto gef&#228;llt das nicht recht, er ist ein Konservativer. Clara und Carl verstehen sich anscheinend gut und reden noch bis sp&#228;t in die Nacht hinein. Am morgen sind die beiden nach Paris verschwunden. (Ende des ersten Teils. Wie es weiter geht, erfahren wir erst am Mittwoch.)</p>
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		<title>Verlorene Stadt J&#228;ger</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 21:23:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmerzählungen]]></category>

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<p>Wer postapokalyptische Filme mag, war heute bei Pro Sieben wieder an der richtigen Adresse. Denn es wurde der Film »Lost City Raiders« gesendet, und der geht, in einfachen Worten nacherz&#228;hlt, so:</p>
<p>2048. Die halbe Erde ist wegen Klimakatastrophe &#252;berflutet, und das Wasser steigt weiter. John und seine Stiefs&#246;hne Jack und Thomas verdienen ihr Geld damit, Artefakte aus versunkenen St&#228;dten zu bergen. In den Ruinen von Los Angeles findet Jack beim Tauchen ein wichtiges Buch, in dem etwas zur Rettung der Welt steht, und wird dabei fast von einem Mutantenhai gefressen.<!--more--></p>
<p>Das Buch offenbart, dass ein Szepter zur Rettung der Welt im versunkenen Teil des Vatikans versteckt sein soll. John und Jack steigen mit dem Segen des Kardinals Michael Mendl in die fraglichen Ruinen ein. Dort entschl&#252;ssen sie lateinische Inschriften, verbrennen zuerst beinahe und ertrinken dann fast. Am Ende k&#246;nnen sie die gesuchte Kiste gl&#252;cklich bergen. Dabei werden sie von einem geheimnisvollen Dunkelmann durch eine Kamera beobachtet.</p>
<p>Zur&#252;ck in Neu-Rom stellt sich heraus, dass das Szepter nicht in der Kiste war, stattdessen aber ein Hinweis, der ins halb untergegangene Dresden f&#252;hrt. Beim Feierabend-Bier stellt sich eine resolute und barbusige Kellnerin vor. Sie hat schon den Angriff eines Mutanten-Kraken &#252;berlebt und will anheuern. Jedoch l&#246;st sie zun&#228;chst nur eine Pr&#252;gelei zwischen den Barbesuchern und den Abenteurern aus.</p>
<p>An einem anderen Ort wird Jacks Exfreundin Johanna B&#228;cker, ebenfalls Abenteurerin und Wissenschaftlerin und auf der Suche nach einer L&#246;sung f&#252;r das Wasserproblem, von dem zwielichtigen Immobiliengiganten Nikolas Filimonov angeheuert, um das gleiche Artefakt zu finden. </p>
<p>In Dresden bergen John und Jack aus dem Grab des Tempelritters Mercadier eine Pergamentrolle, die ihnen aber von Johanna und ihren bewaffneten Kollegen abgeluchst wird. John  wirft kurzentschlossen eine Schockgranate nach den Dieben. Dadurch kann er das Pergament retten, wird jedoch selbst von einer Steinplatte erschlagen. Jack &#252;bernimmt die wertvolle Beute und kann in einer spannenden Verfolgungsjagd mit einem Motorboot entkommen.</p>
<p>Die Br&#252;der bringen das Pergament zum Kardinal. Von dem erfahren sie, dass das Szepter schon im Alten Testament vorkommt und Moses damit das Meer geteilt hat. Sie erfahren au&#223;erdem, dass Filiminov das Szepter haben will, um die Erde ganz zu &#252;berfluten, damit die Menschen gezwungen sind, sich auf seinen schwimmenden Wohninseln einzuquartieren. Auf dem Pergament steht, dass das Szepter im Grab von Richard L&#246;wenherz ist. </p>
<p>Die Br&#252;der engagieren daraufhin doch noch die Kellnerin als Maschinistin. Sie kann ihnen in einem spannenden Kampf mit ihrem Ex-Arbeitgeber, der mit solchen Sachen dealt, und der ihr als Gegenleistung an die W&#228;sche will, was sie aber verhindern kann, ein n&#246;tiges Ersatzteil f&#252;r ihr Boot besorgen.</p>
<p>Die Filiminov-Leute sind schneller am richtigen Ort. Sie finden das Szepter und versenken danach Johanna in Richards Sarkophag. Jack kann sie jedoch retten, weil er zuf&#228;llig gerade am Tauchen ist, wo seine Exfreundin ihr kaltes Grab finden soll. Zusammen entern die beiden Filiminovs Boot und versuchen, ihm das Szepter wieder abzujagen. Es gelingt ihnen und das Boot versinkt nach einigen actionreichen Ereignissen mitsamt dem Besitzer im Meer. </p>
<p>Jack und Johanna verlieben sich w&#228;hrenddessen neu ineinander, und auch zwischen Thomas und der Kellnerin funkt es. Das neu gebildete Vierer-Team begibt sich, nachdem sie sich ein vielsagendes Hologramm, das aus dem Szepter herausgekommen ist, angesehen haben, und aufgrund kluger &#220;berlegungen von Johanna zu einem elektromagnetischen Konvergenzpunkt bei St. Etienne. Dort &#246;ffnet sich ihnen, mit dem Szepter als Schl&#252;ssel, eine gigantische unterirdische Vorrichtung. Verfolgt werden sie jedoch von einem fanatischen Priester, der eine neue Sintflut einleiten will.</p>
<p>Dieser wahnsinnige Apokalyptiker verhindert den gl&#252;cklichen Ausgang der Geschichte beinahe. Aber Jack besiegt ihn in einem spannenden Kampf Mann gegen Mann und kann mit dem Szepter die Maschine aktivieren. Sie &#246;ffnet, in einer gro&#223;en Gasexplosion, die alle vier Helden &#252;berleben, ein sehr gro&#223;es Loch im Boden, in das das &#252;bersch&#252;ssige Wasser hinein flie&#223;en kann. Damit ist die Welt gerettet, wor&#252;ber sich alle bei einem Glas Champagner freuen.</p>
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		<title>Applaus von den Kollegen</title>
		<link>http://www.goldmag.de/2009/09/bibelcode/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 20:55:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmerzählungen]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2009%2F09%2Fbibelcode%2F&amp;text=Applaus+von+den+Kollegen&amp;lang=de&amp;count=horizontal" style="" class="twitter-share-button">Tweet</a></div>
<p>Liebe Filmfreunde. Auf Pro Sieben kam heute abend ein Film mit dem Titel <em>Der Bibelcode</em>. Es geht darin um einen Geheimcode in der Bibel, der die Zukunft der Menschheit enth&#228;lt. Das interessiert Euch als Textforscher im weiteren Sinne sicher, aber wom&#246;glich hattet ihr keine Zeit, selbst zuzuschauen. Deshalb gibt es hier eine Nacherz&#228;hlung dieses Mystery-Abenteuer-Events zum Mitr&#228;tseln und Nacherleben.</p>
<p>Der Film beginnt vielversprechend. Eine Frau und ein Mann, beide in wei&#223;, reiten durch die W&#252;ste. Die Frau sagt dem Mann, dass er wegreiten soll, weil es nur um sie ginge, nicht um ihn, und wartet auf das Kommende. Ein rotgekleideteter Kardinal kommt mit einer Gruppe W&#252;stenreiter und will etwas von der Frau haben. Da aber kommt pl&#246;tzlich ein Sturm auf und begr&#228;bt alle unter Sand. Die Frau ruft noch laut &#8220;Johanna&#8221; in den Wind hinein&#8230;<!--more--></p>
<p>Als n&#228;chstes sind wir in Deutschland. Wir treffen die Hauptfigur, und die hei&#223;t nicht zuf&#228;llig Johanna. Die Verbindung ist aber noch v&#246;llig unklar. Sie ist eine Polizistin, wird aber gerade entlassen wegen Gewaltanwendung im Dienst. Sie hatte einem Kriminellen die Schulter ausgerenkt. Daf&#252;r muss sie gehen, aber sie erh&#228;lt auf dem Flur noch Applaus von den Kollegen.</p>
<p>Kurz darauf wird Johanna angerufen von einem Mann mit Namen Bachman, der sagt, er sei ihr Vater, obwohl Johanna eigentlich dachte, ihr Vater sei tot. Er brauche ihre Hilfe, sagt er, und m&#252;sse sie sofort treffen, denn schon morgen sei er tot. Dann aber wird auf den Anrufer geschossen, der sich mit M&#252;he zum Treffpunkt schleppt. Er kann Johanna gerade noch einige r&#228;tselhafte Dinge &#252;ber eine gro&#223;e Gefahr und den Papst sagen und ihr einen Schl&#252;ssel in die Hand geben, bevor er zusammenbricht.</p>
<p>Johanna folgt seiner Spur und betritt seine Wohnung mit Hilfe des Schl&#252;ssels. Dort trifft sie auf Simon, einen Religionswissenschaftler aus Paris, der scheinbar widerrechtlich eingedrungen ist. Sie macht ihn dingfest, fesselt und knebelt ihn. Als sie ihn wieder losmacht, erf&#228;hrt sie, dass er mit ihrem Vater zusammen gearbeitet hat, und dass ihr Vater nach dem Urtext des Alten Testaments gesucht hat. Simon wird &#252;brigens von einem echten Franzosen gespielt und ist hinterher synchronisiert worden, das gibt dem Film etwas Internationales. In &#8220;Basti&#8221;, einem ihrer alten Kuscheltiere, das ihr Vater &#252;berraschend von ihr hatte, findet Johanna einen Laptop mit wichtigen Informationen. </p>
<p>Schon wird aber durch das Fenster auf sie geschossen, und zwei Killer versuchen sie umzubringen. Zusammen mit Simon flieht Johanna &#252;ber das Dach. Als beide &#252;ber ein altes Brett auf das n&#228;chste Hausdach steigen m&#252;ssen, zeigt sich, dass Simon H&#246;henangst hat. Johanna r&#228;t ihm, er solle an etwas Sch&#246;nes denken. Beide k&#246;nnen entkommen. Werbung.</p>
<p>Als n&#228;chstes sehen wir Joachim Fuchsberger als den Papst. Er streitet sich mit einem eifrigen Kardinal, der ihn nach diesem Gespr&#228;ch umbringen will, weil ihm sein F&#252;hrungsstil zu weich ist. Johanna und Simon r&#228;tseln w&#228;hrenddessen weiter &#252;ber das Projekt ihres Vaters. Die Spur f&#252;hrt beide zu einem Mann namens Ephraim Blum nach Graz.</p>
<p>Dort angekommen, treffen sie statt auf den echten Blum nur auf den Fanatiker Thaddaeus, der ihnen den Laptop abnehmen will, und wieder sind ihnen die Killer auf den Fersen. Ein gro&#223;er M&#246;nch in wei&#223;, mit einer Narbe im Gesicht, hilft ihnen &#252;berraschend, so dass sie abermals entkommen k&#246;nnen. Der Fanatiker muss mit leeren H&#228;nden zu seinem Chef, dem b&#246;sen Kardinal, gehen. Der zeigt sich sehr interessiert an Johannas Existenz, von der er bisher noch nichts wusste.</p>
<p>Johanna und Simon stehlen ein Auto und fahren in die Provence, um Blum dort zu suchen. In einer alten Kirche, die gerade restauriert wird, finden sie ihn. Er kl&#228;rt sie &#252;ber einige Einzelheiten auf, was den Bibelcode betrifft: wer den Code kennt, kann in die Zukunft sehen und sie sogar ver&#228;ndern. Aber der Schl&#252;ssel sei verloren gegangen. Werbung.</p>
<p>Schon haben Thaddaeus und ein Killer sie auch hier aufgesp&#252;rt. Sie t&#246;ten Blum kaltbl&#252;tig und verlangen den Laptop. Den wirf Johanna jedoch in einen Abgrund, wo er kaputt geht. Daraufhin werden die beiden gekidnappt und in einem Auto weggebracht zu dem b&#246;sen Kardinal. Er sagt, Johanna solle ihn auf den richtigen Weg begleiten. Sie aber sagt nein.</p>
<p>Daraufhin sehen wir sie mit Simon am Boden eines tiefen Brunnens gefangen, in den Wasser flie&#223;t. Das soll sie dazu bringen, ihre Meinung zu &#228;ndern. Ein junger Anh&#228;nger der dunklen Bruderschaft, der eigentlich auf sie aufpassen soll, holt sie beide &#252;berraschend mit Hilfe einer Kette heraus. Mit derselben Kette w&#252;rgt Johanna den kurz darauf hinzukommenden Thaddaeus und presst ihm das Geheimnis ab, dass es gegen den Papst geht.</p>
<p>Also machen sich Johanna, Simon, und der junge Ordensbruder, der ihnen aus einem unbekannten Grund auch weiterhin hilft, auf dem Weg nach Rom. Simon hat sich etwas erk&#228;ltet und holt sich was in der Apotheke, w&#228;hrend die anderen beiden reingehen zum Papst, um ihn zu warnen. Der Papst empf&#228;ngt Johanna wohlwollend, aber der junge vermeintliche Helfer, der mit hinein gekommen ist, entpuppt sich pl&#246;tzlich als Attent&#228;ter und ersticht den Heiligen Vater mit einem Messer und dann sich selbst.</p>
<p>Johanna kommt zun&#228;chst hinter Schlo&#223; und Riegel, was Simon nicht verhindern kann. Sie wird dann aber von Imhof, einem Freund ihres Vaters, aus dem Gef&#228;ngnis befreit. Dessen Freund Stefano, bei dem es sich um den M&#246;nch in Wei&#223; handelt, der ihnen schon einmal geholfen hatte, und der seit einem Unfall stumm ist, f&#228;hrt sie zusammen mit Simon daraufhin zu einem Kloster in der Steiermark. </p>
<p>Dort trifft sie den totgeglaubten Papst wieder, der gottlob eine Schutzweste getragen hatte. Er erkl&#228;rt Johanna, dass sie m&#246;glicherweise eine Seherin ist und der Stimme ihres Herzens folgen soll. In der Bibliothek forschen Johanna und Simon, der eine Wissenschaftlerbrille tr&#228;gt und schulerlanges braunes Haar hat, weiter nach dem R&#228;tsel des Bibelcodes. Sie erfahren, dass es vor hundert Jahren schon einmal eine Seherin in dem Kloster gegeben hatte, mit Namen Nora Weber. Werbung (u.a. Angela Merkel f&#252;r die CDU und Johannes B. Kerner f&#252;r Gutfried).</p>
<p>Johanna bekommt einen Anruf aus der Heimat. Ihr Kollege Marcus liegt im Sterben. Er hat sich bei einem Selbstm&#246;rder, der in einem gelben Schutzmantel in den Tod springen wollte, mit einer mysteri&#246;sen Krankheit angesteckt. Kurz darauf bricht ein Feuer aus, und Simon ist in der Bibliothek gefangen. Johanna rettet ihn aber. </p>
<p>Man macht sich auf die Suche nach den Spuren Nora Webers und st&#246;&#223;t in einem zugemauerten Kellergew&#246;lbe auf ein altes Pergament, auf dem das heilige Land, also Israel, abgebildet ist. Kurz darauf stirbt Johannas Kollege Marcus in Deutschland tats&#228;chlich an der Krankheit, die sich als eine geklonte Form der &#8220;schwarzen Pocken&#8221; entpuppt. Die dunklen Br&#252;der wollen damit anscheinend eine t&#246;dliche Plage ausl&#246;sen.</p>
<p>Simon und Johanna sind inzwischen in Israel angekommen. Dort fahren sie tief in die W&#252;ste und suchen ein von Nora auf der Karte eingezeichnetes Dorf. Als es Nacht wird, schlafen sie im Auto. Am Morgen m&#252;ssen sie aber feststellen, dass sie zu nahe an einem Abgrund geparkt haben. Denn beim Aufwachen neigt sich das Auto schon gef&#228;hrlich nach unten und st&#252;rzt kurz darauf hinab in die Tiefe. Die beiden Abenteurer k&#246;nnen sich gerade noch retten. Nun m&#252;ssen sie zu Fu&#223; weiter. </p>
<p>Sie steigen in eine Schlucht hinab. Dort finden sie das Grab von Nora Weber und treffen einen jungen Mann, der sich als Urenkel der Seherin vorstellt. Er hat sie bereits erwartet, weil es so prophezeit worden war. In Noras Grab finden sie ein weiteres Pergament, auf dem der Urtext der Bibel steht: die Grundlage des geheimen Bibelcodes. W&#228;hrend Simon zu &#252;bersetzen versucht, treten schon wieder Killer auf dem Plan und schie&#223;en gnadenlos auf die Freunde.</p>
<p>Der Enkel l&#228;utet jedoch eine Glocke und mehrere in wei&#223; gekleidete Dorfbewohner kommen mit Keulen und Steinen, um sie zu besch&#252;tzen. Sie halten die Killer unter gro&#223;en Verlusten auf, so dass Johanna und Simon fliehen k&#246;nnen. Die beiden klettern aus der Schlucht, stehlen einen Jeep und fahren davon. Jetzt haben sie den Urtext, aber noch nicht den Schl&#252;ssel zum Code. Um den zu finden, m&#252;ssen sie noch tiefer in die W&#252;ste.</p>
<p>W&#228;hrend die Sonne langsam untergeht, bekommt Johanna langsam Zweifel an der ganzen Sache. Sie glaubt nicht an Vorhersehung und verd&#228;chtigt Simon, dass er mit den b&#246;sen Br&#252;dern unter einer Decke steckt, weil es ihrer Meinung nach zu viele seltsame Zuf&#228;lle gegeben hat. Sie fragt ihn ganz offen danach und will wissen, warum er ihr eigentlich die ganze Zeit hilft. Zur Antwort gibt er ihr einen Kuss, und die beiden verbringen eine gemeinsame Nacht im Jeep.</p>
<p>Am n&#228;chsten Morgen m&#252;ssen sie abermals vor den Killern fliehen. Dabei bleibt ihr Jeep im Sand stecken, und sie m&#252;ssen wieder zu Fu&#223; weiter. Ein Sandsturm zieht auf, vor dem sie sich gerade noch in eine H&#246;hle retten k&#246;nnen, die Johanna intuitiv gefunden hat. Als der Sturm aufh&#246;rt, finden sie sich wie durch Zufall an der Stelle wieder, an der zu Beginn des Films die geheimnisvolle Frau von den W&#252;stenreitern umzingelt worden war. Wir wissen jetzt, dass es sich um die Seherin Nora Weber gehandelt haben muss.</p>
<p>Durch Intuition findet Johanna auch deren Himmelsscheibe im Sand. Das ist eine Art goldener Teller mit L&#246;chern und Bildern drauf, welche den Schl&#252;ssel f&#252;r den Code darstellt. Indem Johanna die Scheibe &#252;ber das Urtextpergament h&#228;lt und das Sonnenlicht hindurch scheinen l&#228;sst, gelingt es ihr tats&#228;chlich, die Zukunft vorauszusehen. Sie hat eine erschreckende Vision: die Pocken w&#252;ten in Rom, der Papst trinkt ein Glas Wasser, und die Menschen sterben.</p>
<p>Imhof, der alte Freund von Johannas Vater, rettet die beiden kurz darauf mit einem Hubschrauber aus der brennenden W&#252;stensonne. Der b&#246;se Kardinal ist derweil beim Papst und erpresst ihn: er solle sein Leben opfern und seinen Posten freigeben, sonst w&#252;rde das r&#246;mische Wasser mit dem geklonten Virus verseucht werden. </p>
<p>Die beiden jungen Helden machen sich auf nach Rom und warnen die &#246;rtlichen Autorit&#228;ten vor der bevorstehenden Katastrophe. Mit einer Taskforce dringt Johanna in das Krankheitslabor ein, um den Plan zu vereiteln. Das gelingt auch. Als Johanna jedoch ins Visier eines Killers ger&#228;t, wirft sich Simon in die Schusslinie. Johanna hatte das in ihrer Vision vorhergesehen, es aber nicht verhindern k&#246;nnen, obwohl sie Simon gesagt hatte, er solle drau&#223;en bleiben. Simon ist getroffen, aber die Gefahr ist gebannt. </p>
<p>Der Papst ist allerdings schon fast soweit den Giftkelch an die Lippen zu f&#252;hren. Aber Johanna ruft per Handy einen Diener des Papstes an &#8211; die richtige Nummer hatte sie ebenfalls in ihrer Vision gesehen &#8211; und der kann den Papst gerade noch retten. Nun ist es an dem b&#246;sen Kardinal, sich selbst zu richten, mit seinem eigenen Todestrunk.</p>
<p>Der Papst w&#252;nscht Johanna alles Gute, und Simon hat seine Verletzung &#252;berlebt. Am Ende gehen er, in einem wei&#223;en Anzug, und Johanna, in einem roten Kleid, durch einen S&#228;ulengang auf ein erleuchtetes Tor zu. Wei&#223;e M&#246;nche knieen links und rechts zu ihren F&#252;&#223;en und verneigen sich.</p>
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		<title>Das eigentliche Geheimnis ist das Weibliche</title>
		<link>http://www.goldmag.de/2008/10/das-eigentliche-geheimnis-ist-das-weibliche/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 21:34:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmerzählungen]]></category>

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<p>Liebe Filmfreunde! Heute abend hat Pro Sieben mal wieder einen dicken »Blockbuster« gebracht. Den werden einige von Euch aber nicht gesehen haben, wom&#246;glich weil Ihr eine feste Tatortgruppe habt, oder weil Ihr im ZDF Ranickis Ablehnung des Fernsehpreises nicht verpassen wolltet. Damit Ihr trotzdem morgen fr&#252;h im B&#252;ro oder im Bett &#252;ber diese brisante Bestsellerverfilmung mitreden k&#246;nnt, wird die Geschichte hier in knapper Form und mit allen wichtigen Elementen nacherz&#228;hlt.<!--more--></p>
<p>Es geht rasant los: Ein blonder Fanatiker erschie&#223;t im Museum von Paris einen netten &#228;lteren Herren, der ihm in Todesangst noch ein religi&#246;ses Geheimnis verr&#228;t. Mit letzter Kraft schreibt der Alte sich mit seinem eigenen Blut ein Pentagramm auf den Bauch und legt zudem eine Schnitzeljagd mit Anagrammen und Bildern an f&#252;r seinen Kollegen Professor Tom Hanks. Der ist aus Harvard und kennt sich mit religi&#246;sen Symbolen aus. Er h&#228;lt gerade einen Gastvortrag in Paris, als der Mord passiert. Als er sp&#228;ter B&#252;cher signiert, wird er vom franz&#246;sischen FBI abgeholt und zum Tatort gebracht.</p>
<p>Er versteht eigentlich nicht, worum es geht, aber Amelie, die mutma&#223;liche Enkelin des netten &#228;lteren Herren erkl&#228;rt ihm, dass er in gro&#223;er Gefahr ist. Das FBI hat ihm eine Wanze ins Jackett geschmuggelt, und der Chef h&#228;lt ihn schon f&#252;r den M&#246;rder. Auf der Museumstoilette dr&#252;ckt er die Wanze in ein St&#252;ck Seife und wirft sie aus dem Fenster auf einen LKW. Das FBI denkt, er sei aus dem Fenster gesprungen und fortgefahren.</p>
<p>So hat er Zeit, die Anagramme des alten Mannes zu entschl&#252;sseln und so das hinter einem Bild von da Vinci versteckte Artefakt zu finden. Dieses ist in Wirklichkeit ein Schl&#252;ssel, der ein altes Schlie&#223;fach &#246;ffnet, in dem wiederum ein Artefakt von da Vinci ist, und zwar eine Geheimrolle, die man wieder mit einem Code &#246;ffnen muss. Wenn man es mit Gewalt t&#228;te, w&#252;rde sich ein Mechanismus l&#246;sen, durch den sich Essig &#252;ber den eingerollten Zettel ergie&#223;t und die Botschaft vernichtet. </p>
<p>Die Polizei ist den beiden schon auf den Fersen. J&#252;rgen Prochnow, der Chef der Schlie&#223;facheinrichtung, f&#228;hrt die beiden mit einem Gef&#228;ngnistransporter aus der Bank heraus, hintergeht sie aber kurz darauf. Sie entkommen jedoch, indem sie ihm die Wagent&#252;r vor den Kopf hauen.</p>
<p>Dann fahren beide zu einem alten befreundeten Oxford-Veteranen und unterhalten sich bei einer Tasse Tee &#252;ber den heiligen Gral, denn um den geht es bei dem Ganzen. Audrey, deren braunes Haar sehr gut liegt, lernt dabei besonders viel. Anhand des Abendmahl-Bildes von da Vinci zeigt der Oxford-Mann den beiden, dass der Gral gar kein Trinkgef&#228;&#223; im eigentlichen Sinne ist, sondern ein Symbol f&#252;r das Weibliche darstellt. Genauer gesagt, bedeutet der Gral, dass Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war, die nach der Kreuzigung au&#223;erdem seine Tochter bekommen hat, und die wiederum viele Nachfahren bis in die Gegenwart hinein. Die Kirche aber wollte mit Frauen nichts zu tun haben und hat deshalb die Hexenverfolgung erfunden. </p>
<p>Die Tempelritter aber haben das Geheimnis &#252;ber die Generationen bewahrt, und da Vinci geh&#246;rte einst zu ihnen, &#252;brigens auch Newton. Es scheint sogar, dass auch Amelie von ihrem Gro&#223;vater alles Notwenige gelernt hat, ohne es jedoch bemerkt zu haben, also eigentlich auch eine Gralsh&#252;terin ist. Da aber kommt pl&#246;tzlich der blonde Albino-Killer aus einer dunklen Ecke und w&#252;rgt Tom Hanks. Der alte Gralsexperte schl&#228;gt ihn aber von hinten k.o. Mit seinem Privatflugzeug fliehen sie dann alle vor Jean Reno und seinen FBI-Leuten.</p>
<p>Es geht nach London, zum Grab eines Tempelritters, denn das stand so in der Schatulle, in welcher die Geheimrolle drin war. Die britische Polizei hat sich schon als Empfangskomitee aufgestellt, wird aber durch einen Trick hereingelegt, so dass man mitsamt der Geisel entkommt. Auf dem Weg zu der Kirche, in der das Grab sein soll, erf&#228;hrt man, dass Tom Hanks als Junge mal in einen Brunnen gefallen ist und daher unter Raumangst leidet.</p>
<p>In der Kirche sind allerdings gar keine Gr&#228;ber, und Audrey hat ein komisches Gef&#252;hl. Der blonde Killerm&#246;nch hat sich befreit, greift erneut an und nimmt sie als Geisel. Zu allem &#220;berfluss entpuppt sich der Chauffeur des Oxford-Million&#228;rs als Verr&#228;ter und will Tom und Audrey erschie&#223;en, w&#228;hrend sein ehemaliger Chef in den Kofferraum gesperrt wird. Aber eine Taube, die oben in der Kirche umherfliegt, lenkt den Verr&#228;ter ab, so dass das Abenteurerpaar entkommen kann.</p>
<p>Der Chauffeur setzt den verr&#252;ckten M&#246;nch zu Hause ab und tut so, als sei er der sogenannte »Lehrer«, der ihm fr&#252;her die ganzen Morde befohlen hat. Er wird dann aber selbst von dem echten »Lehrer« vergiftet. Dabei handelt sich in Wahrheit um niemand anderen als um den alten Oxfordprofessor. Sein erkl&#228;rtes Ziel ist, der ganzen Welt die Wahrheit &#252;ber Jesus mitzuteilen.</p>
<p>Er bringt Tom und Amelie erneut in seine Gewalt und will sie zwingen, mit dem Code f&#252;r Leonardos Rolle rauszur&#252;cken, in der sich der entscheidende Hinweis befindet. Amelie hat allerdings keine Ahnung. Tom tut ebenfalls so, als k&#246;nne er das R&#228;tsel nicht l&#246;sen und wirft stattdessen die Rolle auf den Boden, wodurch da Vincis Mechanismus ausgel&#246;st wird und die Botschaft sich in Essig aufl&#246;st – denkt man: In Wahrheit aber wusste Tom, dass das Codewort »Apfel« lautet – wegen Newtons Apfel – und hat den Zettel heimlich vorher aus der Dose herausgenommen. Da taucht Jean Reno auf und nimmt Oxford in Gewahrsam.</p>
<p>Amelie, deren Haar sehr gut zu ihren braunen Augen passt, und Professor Tom begeben sich nun an den entsprechenden Ort. Dort finden sie heraus, dass Amelie in Wahrheit gar nicht die Enkelin vom zu Beginn der Geschichte Ermordeten ist, sondern die letzte lebende Nachfahrin von Jesus und Maria. Mit anderen Worten: Sie war gar nicht auf der Suche nach dem Geheimnis des Heiligen Grals, sondern sie war selbst das Geheimnis.</p>
<p>Nat&#252;rlich kann man das alles nicht beweisen; die Wissenschaft st&#246;&#223;t hier an ihre Grenzen. Amelie muss jetzt entscheiden: Soll sie der Welt die Wahrheit erz&#228;hlen oder nicht? Tom gibt Amelie den Rat mit auf den Weg, dass sie ihrer eigenen &#220;berzeugung folgen muss. </p>
<p>Ganz am Ende schneidet sich Tom beim Rasieren, und dadurch f&#228;llt ihm eine Art sakraler Reim ein, der mit Blut zu tun hat. Er schl&#228;gt in seinem eigenen Buch nach und findet heraus, dass der Reim im Klartext bedeutet, dass Maria Magdalena unter der Pyramide im Pariser Louvre begraben liegt, also dort, wo die Geschichte anfing, was man anhand einer rasanten Kamerafahrt durch Glas und Gestein bildlich demonstriert bekommt. Allerdings nur in einer Simulation, denn erstens gehen Kameras nicht durch Stein durch, und zweitens kann man die Sache, wie gesagt, nicht beweisen. K&#246;nnte man es, m&#252;ssten gro&#223;e Teile der Weltgeschichte neu geschrieben werden.</p>
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		<title>F&#252;r immer ist eine lange Zeit</title>
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		<pubDate>Mon, 19 May 2008 21:01:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmerzählungen]]></category>

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<p>»Massais leben in der Gegenwart. Wenn man sie ins Gef&#228;ngnis wirft, sterben sie, weil sie sich nicht vorstellen k&#246;nnen, dass sich dieser Zustand jemals &#228;ndert.« Diese einfache Wahrheit begreift die junge Schweizerin Nina in dem Film <em>Die wei&#223;e Massai</em> (Free-TV-Premiere am 19.05.08 um 20 Uhr 15 auf Sat1) erst, als es zu sp&#228;t ist. Aber wir m&#252;ssen auch in dieser Nacherz&#228;hlung eines aktuellen Film-Events am Anfang der Geschichte beginnen&#8230; <!--more--></p>
<p>Irgendwo in Afrika. Die Schweizer Touristen Nina und Stefan treffen im Urlaub den edlen gutaussehenden Wilden Limibab. Es funkt sofort zwischen der jungen Frau aus der Schweiz und dem stolzen Bewahrer alter Stammestraditionen. Nina denkt: »Das isses. Daf&#252;r ist das Leben da.«</p>
<p>Stefan wird eifers&#252;chtig und macht auch einen ziemlichen Fehler, weil er dem Massaikrieger f&#252;r seine nat&#252;rliche Freundlichkeit einen Geldschein gibt. Nina entscheidet, sie kommt nicht mehr mit nach Hause. Sie sagt, sie muss es tun und erinnert sich an die Geschichte eines Mannes, der einmal ohne ersichtlichen Grund in eine Sicherheitszone im Flughafen gelaufen war und hinterher sagte: Ich musste es einfach tun. Stefan versteht das nicht, f&#252;gt sich aber und fliegt alleine heim.</p>
<p>Nina muss feststellen, dass Lemabai bereits weg ist. Kurzentschlossen f&#228;hrt sie ihm in einem abenteuerlichen Bus mit vielen bunten Koffern oben auf dem Dach nach in dessen Heimatort. Sie findet es gut, dass der Ort nicht im Reisef&#252;hrer steht. Die afrikanischen Menschen im Bus sind alle sehr freundlich. Aus dem Fenster sieht Nina farbenfroh gekleidete afrikanische Bauern und ein Kamel. </p>
<p>Angekommen, wartet die junge Frau aus der Schweiz auf den Krieger, der gerade nicht da ist und trifft derweil eine andere wei&#223;e deutschsprachige Frau, die schon in dem Dorf verheiratet ist. Diese sagt ihr direkt, dass eine Frau hier nicht viel z&#228;hlt. Aber die junge Schweizerin l&#228;sst sich nicht abschrecken und geht mit dem stolzen Krieger in die Wildnis. Dort hei&#223;t es zun&#228;chst mit der Sprachbarriere klar zu kommen und das &#246;rtliche, zun&#228;chst fremdartige Essen auszuprobieren. Nina wiederum bringt Lambai die Liebe bei: nicht zu schnell bitte, ganz langsam kann es auch viel Spa&#223; machen!</p>
<p>Ein italienischer Priester, der mit einem Gewehr in einem Garten zwischen vertrockneten Feldfr&#252;chten steht, springt zun&#228;chst nicht auf die freundliche, offene Art der jungen Schweizerin an: Er braucht das Auto f&#252;r Krankentransporte und kann sie daher nicht mit in den n&#228;chsten Ort nehmen, damit sie vern&#252;nftiges Essen kaufen kann. Es gibt auch Probleme mit den &#246;rtlichen Beh&#246;rden, die Nina mitteilen, dass sie als Wei&#223;e gar nicht einfach so an dem Ort leben darf. »Warum das denn nicht?« fragt Nina, denn f&#252;r sie spielt Hautfarbe &#252;berhaupt keine Rolle.</p>
<p>Aber sie muss sich in Nairobi registrieren lassen oder gehen. Beim Immigrationsb&#252;ro wiederum will man Lemalian nicht hineinlassen, weil er in den Augen der Beamten zu leicht bekleidet ist. So wird die Angelegenheit verschoben, und die jungen Verliebten wenden sich einem sch&#246;neren Zeitvertreib zu, vielleicht dem sch&#246;nsten, den es &#252;berhaupt gibt, ob nun in Afrika oder Amerika oder sonstwo auf der Welt. Lembabi demonstriert erfrischende Offenheit: »Now you get a baby.«</p>
<p>Zun&#228;chst aber bekommt Nina Malaria, erholt sich aber zum Gl&#252;ck bald. Als n&#228;chstes ruft sie ihre Mutter an, sagt bescheid, dass sie jetzt f&#252;r immer in Afrika lebt, in einem Dorf, dass sie Geld braucht und dass die Mutter ihr das schicken soll.</p>
<p>Von dem Geld kauft Nina ein Auto, mit dem dann erst einmal viele Sachen nach Hause transportiert werden k&#246;nnen. Weil hinten auf der Ladefl&#228;che auch viele Frauen sitzen, will Lamalian zeigen, dass er ebeno gut Auto fahren kann und setzt den Wagen gegen den n&#228;chsten Baum. Nina bekommt »eine Ahnung davon, dass es Dinge gab, die schwieriger sind als K&#252;sse.«</p>
<p>Als n&#228;chstes wird geheiratet, und tats&#228;chlich ist die junge Schweizerin mittlerweile auch schwanger. Sie l&#228;sst es sich nicht nehmen, bei der Zeremonie ein wei&#223;es Brautkleid zu tragen. Zwischendurch wird auch ein unangenehmes Thema nicht ausgespart: die rituelle Beschneidung von M&#228;dchen. Nina findet es zynisch, dass der italienische Priester da blo&#223; tatenlos zusieht. Als n&#228;chstes wird eine Party gefeiert, und in Nina reift die Idee, im Dorf einen eigenen Laden aufzumachen.</p>
<p>Der Laden l&#228;uft auch gut, aber bald findet sie heraus, dass ihr Mann allen Verwandten, Freunden und Nachbarn die Dinge auf Kredit &#252;berl&#228;sst, was nat&#252;rlich nicht geht: »It’s business!« sagt sie. Und dann kommt auch noch Schutzgelderpressung dazu, und der eigentlich recht nichtsnutzige Neffe des &#246;rtlichen »Mini-Chief« muss in ihrem Laden arbeiten d&#252;rfen. Das l&#228;sst sich Nina aber nicht bieten.</p>
<p>Nebenbei muss Nina einer Hochschwangeren helfen, die von den abergl&#228;ubischen Dorfbewohnern gemieden wird, weil sie angeblich verhext ist. Die Hilfsaktion ger&#228;t jedoch zu einer Katastrophe, und die junge Frau aus der Schweiz muss nun lernen, mit dem Tod zurechtzukommen. Die eigene Schwangerschaft l&#228;uft anfangs auch nicht sehr gut, aber zum Gl&#252;ck kommt ein Rot-Kreuz-Flugzeug.</p>
<p>Der Priester warnt Nina, dass sie die &#246;rtlichen M&#228;nner »nicht so direkt anschauen« solle. Sie glaubt aber nicht, dass das ein Problem ist. Allerdings reagiert Lamalian anders, wobei wohl auch der Alkohol aus ihm spricht: Er beschuldigt sie ohne Pause, ihm untreu zu sein und sagt ihr noch Schlimmeres. Schlie&#223;lich wird er sogar handgreiflich, kriegt aber &#8211; damit hat er nicht gerechnet &#8211; direkt eine zur&#252;ck. Lamalians Problem ist nicht Eifersucht, sondern sein antiquiertes M&#228;nnlichkeitsbild, und seine Frau ist ihm insgesamt zu selbstst&#228;ndig geworden.</p>
<p>Nina selbst hat genug und sagt, sie brauche erst einmal Urlaub, doch Lamanien glaubt ihr nicht. Und er beh&#228;lt Recht. Denn F&#252;r immer ist eine lange Zeit: Nina f&#228;hrt mitsamt ihrer Tochter, der sie ihren eigenen Familiennamen gibt, nach Hause in die Schweiz, wo sie seitdem lebt.</p>
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		<title>&#196;rger mit Franzosen</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 23:07:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmerzählungen]]></category>

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<p>Liebe Filmfreunde! Weil diesen Sonntag Funkstille war, was aktuelle Blockbuster betrifft, wird hier diesmal der ZDF-»Montagskino«-Film <em>Brothers Grimm </em>nacherz&#228;hlt. Dieser eignet sich f&#252;r unseren literarischen Kontext nat&#252;rlich ganz besonders. Denn er verarbeitet Motive aus den &#8211; in der ganzen Welt &#8211; bekannten M&#228;rchen der Br&#252;der Grimm. <!--more--></p>
<p>Deutschland, im 19. Jahrhundert: Die Br&#252;der Jake und Will Grimm verdienen sich ihr Brot als Geisterj&#228;ger. Ihr aktueller Auftrag betrifft eine Hexe, die sich in einer M&#252;hle breit gemacht hat. In fantasievollen r&#246;mischen R&#252;stungen und mit einigen Utensilien ausger&#252;stet, vertreiben die Br&#252;der die Hexe. Es stellt sich aber heraus, dass alles ein Schwindel war, von ihnen selbst inszeniert.</p>
<p>Zur gleichen Zeit pfl&#252;ckt ein rotgekleidetes M&#228;dchen im Wald Beeren, sticht sich dabei aber. Diesem b&#246;sen Omen folgt der Angriff eines Ungeheuers, das man hier aber noch nicht sieht, sondern lediglich schnaufen h&#246;rt. Bei den Grimms gibt es &#196;rger mit den Franzosen, die sich insgesamt als arrogante Besatzer auff&#252;hren. Ein General verurteilt sie einfach zum Tode, wegen Betrugs. Es sei denn, sagt er, sie f&#228;nden das Monster, das nicht nur Rotk&#228;ppchen, sondern auch schon viele andere Kinder verschleppt habe. Man macht sich also auf an den betreffenden Ort, in Begleitung eines Italieners namens Mercurio Cavaldi.</p>
<p>W&#228;hrenddessen werden dort weitere Kinder, Bruder und Schwester, im Wald entf&#252;hrt. Die Br&#252;der Grimm werden zum Fallensteller Kraus geschickt, der sie in den Wald f&#252;hren soll. Stattdessen treffen sie aber nur seine sehr attraktive Tochter Angelika, die sehr h&#252;bsches braunes langes Haar hat und nicht gerade zimperlich ist: Sie h&#228;utet ohne mit der Wimper zu zucken ein Kaninchen, was den Br&#252;dern Grimm beinahe den Magen umdreht.</p>
<p>Im Wald findet man einen hohen alten Turm, in dem, wie Angelika sich erinnert, eine K&#246;nigin sich einst vor der Pest retten wollte, was aber nicht gelang, weil die Pest durch die Luft &#252;bertragen wird. Als es dunkel wird und die Stimmung unheimlich, kehrt man zur&#252;ck ins Dorf. Um den Weg zu finden, k&#252;sst Angelika eine Kr&#246;te, die ihr darauf hin die richtige Richtung zeigt. Nachts zur&#252;ck im Dorf verschluckt ein Pferd ein weiteres M&#228;dchen und rennt mit ihm in den Wald. Bei der Verfolgungsjagd trifft Angelika den b&#246;sen Wolf, dessen Augen ihr aber seltsam bekannt vorkommen. </p>
<p>Dann passiert lange Zeit gar nichts. Es gibt wieder &#196;rger mit den Franzosen, und man spricht ein bisschen &#252;ber Angelikas Familie. Jake macht sich wieder auf zu dem Turm. Dort schleudert er mit Hilfe eines Katapultes eine Holzpuppe von sich selbst gegen den Turm. Will, der sp&#228;ter kommt, denkt zuerst, es handle sich um seinen Bruder. Mercurio macht derweil Messerwerfen und passt auf Angelika auf. Drau&#223;en wird ein weiteres Kind von einem Sumpfmonster verschluckt, welches sich dann in ein Lebkuchenm&#228;nnchen verwandelt.</p>
<p>Jake ist mittlerweile in den Turm hineingeklettert und findet dort die K&#246;nigin, die seit dreihundert Jahren im Bett liegt. Man erf&#228;hrt jetzt, worum es geht. Die entf&#252;hrten Kinder sollen der K&#246;nigin neues Leben einhauchen. Die Bee Gees vereiteln das – vorerst. Der Wolfsmensch stellt sich als Angelikas Vater heraus. Er ist aber von der b&#246;sen K&#246;nigin verzaubert worden und entf&#252;hrt nun seine eigene Tochter als das letzte noch fehlende Opfer. Es gibt einmal mehr &#196;rger mit den Franzosen, die die Grimms jetzt sogar, mitsamt dem ganzen Wald, verbrennen wollen. </p>
<p>Sie k&#246;nnen aber entkommen und versuchen nun, die K&#246;nigin aufzuhalten, bevor die Mondfinsternis kommt. Ein paar Nebenfiguren sterben, und die Dinge spitzen sich zu. Am Ende ersticht Jake aus Versehen seinen Bruder. Dann zerhaut er mit der verwunschenen Axt des Wolfsmenschen den Zauberspiegel, und auch die K&#246;nigin zersplittert dadurch. Mercurio, den man f&#252;r tot gehalten hatte, spricht einen alten Familienfluch aus und der ganze Turm f&#228;llt zusammen. Per Kuss wird Angelika, die schon im Sarg lag, von Jake wiedererweckt. Automatisch wachen auch die anderen Kinder wieder auf. Der Bann ist insgesamt gebrochen, und Will ist auch wieder in Ordnung. Ende.</p>
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		<title>Film im Kopf</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Apr 2008 22:53:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
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<p>Die neuesten Blockbuster kommen immer sonntags im Privatfernsehen. Viele von denen hat man im Kino nicht gesehen und kann es so nachholen. Wie ich aber wei&#223;, haben viele von Euch gar keinen Fernseher. <!--more-->Andere unter Euch haben sonntags immer etwas anderes vor, und wieder andere k&#246;nnen sich nicht entscheiden, welchen der angebotenen Filme sie sich ansehen wollen, entscheiden sich dann doch und verpassen dadurch die Alternative(n). F&#252;r alle die folgt jetzt eine Wiedergabe. Die wesentlichen Elemente eines Films sollen dabei in eine verst&#228;ndliche Form gebracht werden, so dass man anschlie&#223;end mitreden kann, ohne Zeit vorm Fernseher verschwendet zu haben, denn das kann man sich heutzutage meist nicht leisten, au&#223;er man ist arbeitslos.</p>
<p>Beginnen wollen wir heute mit dem Film <em>The Day After Tomorrow</em>, ausgestrahlt gestern, am 6. April um 20:15 auf RTL. Er f&#228;ngt an mit einer atmosph&#228;rischen Kamerafahrt &#252;ber eine sonnendurchflutete Eisgegend, so dass man sieht, wie sch&#246;n Eis sein kann. Im Film aber ist es eher destruktiv. Der Meteorologe Dennis warnt die amerikanische Regierung vor den Folgen der rasanten Klimaver&#228;nderung, die er selbst so auch nicht vorausgesehen hat. Aber ein Superrechner hat die Daten best&#228;tigt. Die Herrschenden h&#246;ren aber nicht zu, weil sie den Interessen der Wirtschaft verpflichtet sind. Jedoch bilden sich riesige Unwetter und ziehen extrem kalte Luft – 140 Grad minus – aus dem Universum. Wie schnell das geht, sieht man an drei Hubschraubern, die in der Luft einfrieren. Das Wetter spielt durch diese bedenkliche Entwicklung insgesamt verr&#252;ckt. Los Angeles wird von mehreren Tornados verw&#252;stet, und auch die Hollywood-Buchstaben werden zerst&#246;rt, was ein Hinweis auf die Filmindustrie ist.</p>
<p>Die Frau von Dennis ist eine &#196;rztin. Sie liest einem tumorkranken Jungen <em>Peter Pan </em>vor, obwohl alle anderen schon geflohen sind. Ihr gemeinsamer Sohn Jake ist nach New York gefahren, weil er ein Mathegenie ist und in ein M&#228;dchen mit sehr h&#252;bschen braunen Haaren verliebt ist. New York wird von einer Tsunamiwelle heimgesucht, und viele fl&#252;chten sich in die Stadtbibliothek. Sch&#246;n, dass mal eine Bibliothek im Zentrum eines Films steht. Jakes Angebetete rettet noch die Handtasche einer franz&#246;sischen Afrikanerin aus einem Taxi und wird dann in letzter Sekunde von Jake vor der Riesenwelle gerettet.</p>
<p>In der Bibliothek telefoniert Jake mit seinem Vater und ertrinkt dabei beinahe, die ganze Szenerie kann man sich so &#228;hnlich vorstellen wie in <em>Titanic</em>. Hier zeigt die Freundin nicht so viel Chuzpe wie bei der Franz&#246;sin, sie wartet nur ab. Aber Jake schafft es alleine und wird immerhin danach von ihr gew&#228;rmt, weil er ziemlich durchgefroren ist. Kurze Zeit sp&#228;ter treibt noch ein russisches Geisterschiff durch die &#252;berflutete Avenue. Dann friert alles ein, und eine Weltstadt liegt im ewigen Eis begraben.</p>
<p>Es schneit immer mehr, und einige Leute gehen weg, aber Dennis hat Jake am Telefon gesagt, dass er besser warten soll, bis das Unwetter vorbei ist. Jake versucht die Leute zu warnen, aber nicht viele h&#246;ren auf ihn. Das ist aber auch ganz gut so, denn die Lebensmittel sind begrenzt, es gibt nur einen Automaten mit Chips und M&#038;Ms. Auf Jakes Gehei&#223; werden B&#252;cher gesammelt und in einem alten Kamin in einem gut eingerichteten Wohnzimmer im Obergeschoss der Bibliothek verbrannt. Nimmt man dazu Nietzsche oder Steuerrecht? Die Frage ist wohl klar, aber interessant, dass in so einer Situation noch &#252;ber solche Sachen gestritten wird.</p>
<p>Jakes Vater Dennis macht sich w&#228;hrenddessen auf nach New York, seinen Sohn retten. Er hat Polarerfahrung und zwei Freunde kommen mit, einer st&#252;rzt aber bald durch das Eis in ein Kaufhaus und ist tot, der andere f&#228;llt kurz darauf um, wird aber von Dennis in einem B&#252;ndel hinterher gezogen. Die Freundin von Jake hatte sich am Bein verletzt, aber nichts gesagt &#252;ber ihre Wunde, was jetzt zu einer Blutvergiftung gef&#252;hrt hat. Als Jake mit zwei Freunden auf das im Eis festsitzende russische Schiff geht, um Medikamente zu holen, werden sie von W&#246;lfen angegriffen, die vorher in dem allgemeinen Durcheinander entlaufen waren. Einer der Freunde wird dadurch verletzt und muss in einem Gummiboot zur&#252;ck in die B&#252;cherei gezogen werden. Hier kommt der Sohn ganz nach dem Vater. Nach einigen dramatischen Zuspitzungen treffen sich die beiden schlie&#223;lich. Es gibt nichts Sch&#246;neres f&#252;r einen Vater, als seinem Sohn das Leben zu retten, noch dazu in Gegenwart von dessen zuk&#252;nftiger Freundin. Das ist ein Signal der Hoffnung inmitten der Zerst&#246;rung.</p>
<p>Der Vizepr&#228;sident, der den toten Pr&#228;sidenten ersetzt hat, macht am Ende eine Ansprache: Man ist sehr dankbar gegen&#252;ber Mexiko, weil sie nach anf&#228;nglicher Weigerung die Grenzen f&#252;r die US-amerikanischen Fl&#252;chtlinge aufgemacht haben. Er sagt au&#223;erdem, dass man mit den Resourcen der Erde nicht so sorglos h&#228;tte umgehen d&#252;rfen. Hoffen wir, dass es in echt nie so weit kommt.</p>
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