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	<title>goldmag.de &#187; Filmerzählungen</title>
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		<title>Ein Brief vom damaligen nieders&#228;chsischen Ministerpr&#228;sidenten Christian Wulff</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 21:44:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a  href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2011%2F03%2Fein-brief-vom-damaligen-niedersaechsischen-ministerpraesidenten-christian-wulff%2F&#038;text=Ein+Brief+vom+damaligen+nieders%C3%A4chsischen+Ministerpr%C3%A4sidenten+Christian+Wulff&#038;lang=de&#038;count=horizontal" class="twitter-share-button">Tweet</a></div><p>Liebe Mitb&#252;rger, Gef&#228;ngnisfilme sind ein sch&#246;nes Genre, eine Mischung n&#228;mlich aus Action und Kammerspiel, wie ich finde. Ich erinnere mich noch genau an den Fall Marco W., der v&#246;llig unschuldig war wie auch seine Mutter Veronika Ferres. Die sa&#223; im heute abend versendeten Sat1 Eventfilm mit Vater Herbert Knaup am Strand, w&#228;hrend der Sohn, der 17 ist, mit jungen M&#228;dchen flirtet. Das Drama nimmt seinen Lauf, als Caroline, ein blondes Girl aus Manchester, mit Marco bekannt wird. <!--more--> Sie sagt, sie sei 15, was ein Problem ist, wie die Musik anzeigt. Aber sie legt es drauf an. Denkt man jedenfalls, aber dann ist doch nichts passiert. Denkt man jedenfalls, da nichts gezeigt wird. Am Morgen aber, es ist der letzte Urlaubstag, gibt es &#196;rger. Polizisten nehmen Marco mit auf die Wache. Keiner wei&#223; so richtig, warum. Veronika und Herbert sind sichtlich nerv&#246;s. Irgendwie hat Marco wohl was gemacht mit Caroline. Es stellt sich jedenfalls heraus, dass die erst 13 war, was mit dramatischer Musik quittiert wird, also ein noch gr&#246;&#223;eres Problem darstellt als 15 jemals darstellen k&#246;nnte. Als n&#228;chstes kommt Marco ins Gef&#228;ngnis. Herbert packt abends die Sachen ein zur Abreise, denn der t&#252;rkische Hotelier hat ihm noch mal versichert, dass die T&#252;rkei ein gutes Land ist. Der will nat&#252;rlich die G&#228;ste nicht noch mehr verunsichern. Aber wieder kann man nicht anders als die Musik zu bemerken, jetzt n&#228;mlich haben wir auch Klavier und Synthesizergeigen. Marco geht zum offiziellen Verh&#246;r und erz&#228;hlt die ganze Geschichte der Nacht, w&#228;hrend die Eltern zuh&#246;ren. Jeder wei&#223; eigentlich, Marco hat nichts gemacht, denn die ganze Initiative ging von Caroline aus, die wir &#252;berhaupt nicht mehr sehen, und schlimm ist es eigentlich auch nicht gewesen. Ich meine, was Teenager heute so tun, das ist wohl alles sehr anders da. Der t&#252;rkische Dolmetscher &#252;bersetzt alles &#252;bertrieben und verf&#228;lscht, und die Richterin schaut streng und stumm zu und schickt dann Marco erstmal ins Gef&#228;ngnis. Schlaginstrumente werden der Musik hinzugef&#252;gt, die Asthmamedizin wird durchs Gitter gereicht, aber die t&#252;rkischen W&#228;chter l&#228;sst das alles kalt. Im Gef&#228;ngnis angekommen, erz&#228;hlt Marco aus Vorsicht, dass er einen verpr&#252;gelt hat, was zu gro&#223;em Gel&#228;chter f&#252;hrt. Veronika will Marco frische Handt&#252;cher bringen, Herbert denkt an Rechtschutzversicherung. Man besorgt 1 Anwalt. Beim Besuchstag ist die Scheibe so dreckig, dass man eigentlich gar nicht durchkucken kann. Kein Wunder, dass allen ein bisschen die Stimme stockt. Zust&#228;nde sind das. Man hat vor allem den Eindruck, dass das da System hat im Gef&#228;ngnis. Die hygienischen Verh&#228;ltnisse sind insgesamt auch nicht toll. So geht es immer weiter und weiter, kurz gesagt, der Gef&#228;ngnisaufenthalt dehnt sich weiter aus.  Das kennt man zum Teil aus diesem Film, Midnight Express, der bis in die 90er hinein, ich glaube zu Weihnachten immer, im deutschen Fernsehen lief. Da ging es aber um Haschisch, da konnte man sich immer von distanzieren, wenn man selbst nie Haschisch schmuggelte. Der Witz beim Fall Marco W. ist aber eben, dass es jedem von uns passieren k&#246;nnte. Marco denkt gezwungenerma&#223;en &#252;ber sein Leben nach. Die Presse daheim kriegt Wind von der Sache und st&#252;rzt sich auf die Familie, schmierige Medienberater und ungebetene Fotografen inklusive . Im Gef&#228;ngnis erf&#228;hrt man, warum Marcus da ist, was bekannterma&#223;en bei diesen Jungs nie gut ankommt, da haben die so eine Art Gerechtigkeitssinn. Der Richter ist alte Schule und l&#228;sst sich nichts sagen, nicht mal klare Beweise von einem Gyn&#228;kologen l&#228;sst er zu. Die weinende Veronika wird von einer unbekannten T&#252;rkin getr&#246;stet. Marco bekommt einen handgeschriebenen Brief vom damaligen nieders&#228;chsischen Ministerpr&#228;sidenten Christian Wulff. Er rettet einen drogens&#252;chtigen Mith&#228;ftling vor dem Drogentod und bietet einem hustendem Mith&#228;ftling sein Bett an. Er setzt sich f&#252;r einen angeblich homosexuellen Mith&#228;ftling ein, der trotzdem verpr&#252;gelt wird. Der Richter regt sich &#252;ber irgendwas auf, keiner versteht mehr, warum Marco immer noch sitzt. Der Au&#223;enminister setzt sich ein. Am Ende ist es so weit, ein ehrw&#252;rdiger Tourismusvertreter der T&#252;rkei kommt aus Deutschland und macht irgendwie seinen Einfluss geltend. Die Zeitungen im ganzen Land haben alle nur noch eine Schlagzeile: Marco W. wieder frei. Eltern &#252;bergl&#252;cklich. Am Ende gab es noch ein paar stumme Zeilen, die sagen wie es weiterging. Hinterher gab es auch noch eine Doku zum Thema, die die gleiche Musik benutzt. Den Film gibt es auch auf DVD und Bluray, wie einem die Werbung zwischendurch gesagt hat, falls Euch das hier nicht &#252;berzeugt, dann schaut es Euch halt selbst an, das geht bestimmt auch im Internet. Ich wei&#223; jedenfalls langsam echt nicht mehr, woran ich noch glauben soll. Ich meine, ich liebe die T&#252;rkei, mein eigenes Land und Manchester, aber das ist auch schon alles, was ich dazu noch sagen kann.</p>
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		<title>Ich bin nicht hundertprozentig sicher, ob Claudia wei&#223;, was auf sie zukommt</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 21:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
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<p>Das gr&#246;&#223;te Abenteuer ihres Lebens begann. 400 Kilometer durch die Eisw&#252;ste. Deutschland gegen &#214;sterreich. Jeweils drei M&#228;nner und eine Frau. <!--more--></p>
<p>Der deutsche Teamchef Markus Lanz sagte: »Dieser Lauf ist auch ein Lauf gegen mich selbst.«</p>
<p>Faszination Antarktis. Was, wenn die Kr&#228;fte versagen? W&#252;rde der Wettlauf vorbei sein, bevor er begonnen hatte? Alle mussten &#252;ber sich hinauswachsen. Nur als Team konnten sie bestehen. H&#246;hen und Tiefen &#252;berwinden.</p>
<p>Auch der &#246;sterreichische Teamchef, Skilegende Hermann Maier, war sich der Herausforderung bewusst. Er sagte: »Es hei&#223;t Wettlauf zum S&#252;dpol. Nicht Wanderpark zum S&#252;dpol.«</p>
<p>Wer w&#252;rde siegen beim Wettlauf ans Ende der Welt? Auf den Spuren der gro&#223;en Entdecker?</p>
<p>R&#252;ckblende: Wie war es damals, beim Wettkampf Scott gegen Amundsen? Vor hundert Jahren hatten schon einmal zwei ausgew&#228;hlte Teams f&#252;r ihre Nationen um den Sieg gek&#228;mpft. Amundsen war effizienter gewesen und eher angekommen. Scotts Team war auf dem R&#252;ckweg erforen.</p>
<p>Das heutige Team musste sich mit den Pionieren von einst messen. Hatten sie aus der Geschichte gelernt? Wie w&#252;rden sie in der endlosen Eisw&#252;ste &#252;berleben? Auf wen w&#252;rden sie sich verlassen k&#246;nnen?</p>
<p>Markus Lanz sagte: »Ich habe immer Grenzerfahrungen gesucht, denn Grenzerfahrungen bringen dich auch als Mensch weiter.«</p>
<p>R&#252;ckblende: Ein hartes Auswahlverfahren wurde gezeigt. Joey Kelly w&#252;rde f&#252;r die Deutschen mit dabei sein, das stand fest. F&#252;r die &#214;sterreicher ging Radiomoderator Tom Walek mit auf die Reise. Jeweils zwei weitere Pl&#228;tze waren zu vergeben.</p>
<p>Das einmalige Abenteuer lockte Athleten aus dem ganzen Land an. Keine leichte Entscheidung f&#252;r den deutschen Teamchef Markus Lanz: »Wenn lasse ich rein in den inneren Kreis?«</p>
<p>Dennis wurde ausgew&#228;hlt. Claudia wurde ausgew&#228;hlt.</p>
<p>Bei den &#214;sterreichern wurden Sabrina und Alexander ausgew&#228;hlt.</p>
<p>Dann: Drei Monate hartes Training. Claudia vom Team Deutschland sagte: »Irgendwie ist es ein neuer Lebensabschnitt.«</p>
<p>Der ultimative K&#228;ltetest war der Sprung ins eiskalte Wasser. Die Grenzerfahrung machte Mut.</p>
<p>Aber die Frage war: Wie h&#228;lt man das Team zusammen?</p>
<p>Joey Kelly sagte: »Wenn die nicht zusammenhalten, dann fange ich an zu singen. Dann hole ich die alten Kelly-Hits raus.«</p>
<p>Markus Lanz sagte: »Es wird etwas sein, dass mein Leben definitiv ver&#228;ndert, und vor allem den <em>Blick</em> auf dieses Leben ver&#228;ndert; das ist wichtig.«</p>
<p>Das Training war vorbei. Man erreichte die Antarktis per Flugzeug. Auf einer Landebahn aus purem Eis. Die ersten Schritte auf dem siebten Kontinent. Alle wussten: Nach monatelanger Vorbereitung w&#252;rde es jetzt endlich ernst werden.</p>
<p>Der deutsche Teamchef Markus Lanz war optimistisch: »Wenn ich die wei&#223;e Fl&#228;che so sehe, h&#228;tte ich Lust einfach los zu gehen. H&#228;tte ich richtig Bock drauf.«</p>
<p>Es folgte ein historischer Zeltvergleich. Das neue Zelt war rot und leicht, das alte war grau und viel schwerer.</p>
<p>Die Schlitten wurden beladen. Es musste sparsam gepackt werden.</p>
<p>Markus Lanz, Teamchef der Deutschen, &#252;berlegte: »Wieviel Unterhosen nehme ich mit? Bei uns zu Hause sagen sie immer, erstunken ist noch nie einer, erforen schon viele. Deshalb nicht zu viele mitnehmen.«</p>
<p>Der Weg zum Ziel wurde in einer kurzen Animation gezeigt.</p>
<p>Nach der Ankunft ging es in eine einw&#246;chige Akklimatisierungsphase. Es kam ein professioneller Rennleiter hinzu. Es ging in gro&#223;e H&#246;he, 3000 Meter. Wegen des Luftdrucks herrschte eine gef&#252;hlte H&#246;he von weit mehr als 3000 Meter.</p>
<p>Die Kontrahenten mussten lernen, ihre Kr&#228;fte richtig einzuteilen. Als Team zusammenwachsen. Und einen Plan schmieden, wie der Gegner zu schlagen sei.</p>
<p>Es ging los.</p>
<p>Markus Lanz sagte: »Sensationell. Das ist wirklich zu Eis gefrorene Erdgeschichte, die man hier sehen kann.«</p>
<p>Noch hatten sie Zeit, die Magie der Landschaft auf sich wirken zu lassen. Joey Kelly sagte: »Traumhaft.«</p>
<p>Berge k&#246;nnen &#214;sterrreicher nicht schrecken. Doch steigt man besser mit Skiern oder zu Fu&#223;? F&#252;r Skilegende Hermann Maier war es eine Frage der Ehre.</p>
<p>Der erste Tag war &#252;berstanden. Ein g&#252;nstiger Zeltplatz war gefunden.</p>
<p>Der deutsche Teamleiter Markus Lanz war zufrieden: »Claudia und Dennis haben richtig ihre Hausaufgaben gemacht. Wenn man die los l&#228;sst, dann werden wir fliegen und die &#214;sterreicher schlagen.«</p>
<p>Die Harmonie schien perfekt im Team Deutschland.</p>
<p>Dennis sagte: »F&#252;r mich sind es meine olympischen Spiele. Den Hermann zu schlagen, das w&#228;re ein Traum.«</p>
<p>Doch der andere Gegner hie&#223;: Antarktis.</p>
<p>Die Sch&#246;nheit der Natur t&#228;uschte &#252;ber manche Gefahr hinweg. Der drei Kilometer dicke Eispanzer der Antarktis ist st&#228;ndig in Bewegung. Besonders gef&#228;hrlich sind die Randgebiete.</p>
<p>Es kam zu einem ersten Streit, weil Dennis der Gurt, mit dem er den schwersten Schlitten zog, immer wieder abrutschte.</p>
<p>Es war die erste Belastungsprobe f&#252;r das deutsche Team.</p>
<p>Joey Kelly sagte: »Es ist zu fr&#252;h zum Durchdrehen.«</p>
<p>Nur als echtes Team konnten sie es schaffen.</p>
<p>Die &#214;sterreicher brachten an diesem Tag ein echtes Gr&#246;stl zustande und teilten es mit dem deutschen Team. Markus Lanz sagte:  »Sensationell!« Joey Kelly sagte: »Warum bin ich nicht &#214;sterreicher?«</p>
<p>Die Laune stieg wieder.</p>
<p>Tag 3. Ein Sturm zog auf.</p>
<p>Markus Lanz teilte eine Beobachtung mit seinem Team: »Eigentlich kann man als Mensch gar nicht &#252;berleben unter solchen Bedingungen. Dass man andererseits nur ein Zelt und einen Gaskocher braucht, ist sensationell.«</p>
<p>Die Sicht wurde schlechter. Modernes GPS erleichterte das Navigieren im endlosen Eis. Alle wussten: Die Pioniere von damals hatten nur den Sextanten.</p>
<p>Eine Bergetappe. 25 Kilometer und 400 H&#246;henmeter standen an. F&#252;r einige war die Schmerzgrenze schon erreicht.</p>
<p>Die Rivalen brachten sich in Stellung.</p>
<p>Historischer Schlittenvergleich: Der neue Schlitten war rot. Der alte war grau und viel schwerer und gr&#246;&#223;er.</p>
<p>Nicht alle &#252;berwanden die Bergetappe gleich gut. Der Teamchef machte sich Sorgen um Claudia: »Claudia machen die Berge zu schaffen. Das ist etwas, womit sie nicht gerechnet hat. Sie hat sich mehr auf die Ebene vorbereitet, auch gedanklich.«</p>
<p>W&#252;rde Claudia am Ende sein bevor das Rennen begann?<br />
Claudia sagte: »Ich bin gestern &#252;bers&#228;uert gewesen und merke das heute in den Beinen.« Zur &#220;bers&#228;uerung gab es eine kurze wissenschaftliche Erl&#228;uterung.</p>
<p>Das eigentliche Rennen stand noch bevor. Die Akklimatisierungsphase war nur ein Vorgeschmack auf den harten Wettkampf mit dem &#214;sterreichern. W&#252;rde Claudia durchhalten?</p>
<p>Auch Joey Kelly beobachtete Claudia und machte sich Sorgen: »Ich habe ein bisschen Bauchschmerzen. Ich bin nicht hundertprozentig sicher, ob sie wei&#223;, was auf sie zukommt.«</p>
<p>Der Rennleiter versuchte, das Team zusammen zu halten. Er sagte: »Claudia ist nicht so gut im Bergsteigen wie Sabrina, aber im flachen Gel&#228;nde ist sie schneller.«</p>
<p>Am n&#228;chsten Tag st&#252;rmte es wieder. Die Einsamkeit schlug aufs Gem&#252;t. Markus Lanz sagte: »Dieses Totenreich hier ist mir nicht geheuer. Das geht dir hier irgendwann auch auf die Psyche.«</p>
<p>Eine R&#252;ckblende ins Innere von Scotts Zelt. Alle M&#228;nner starben damals. Scott schrieb als letztes in sein Tagebuch: »K&#252;mmert euch um Gottes willen um unsere Hinterbliebenen.«</p>
<p>Hundert Jahre sp&#228;ter. Der Countdown lief. Ein Flugzeug brachte die Teams zum eigentlichen Startpunkt des Rennens. Markus Lanz sagte: »Wir beginnen jetzt tats&#228;chlich die letzte Etappe unserer Reise.«</p>
<p>Am Ende der ersten Episode standen die Teams vor der gr&#246;&#223;ten Herausforderung ihres Lebens. 400 Kilometer durch die Eisw&#252;ste. Deutschland gegen &#214;sterreich. Welche Gefahren warteten auf sie?</p>
<p>Die n&#228;chsten Episoden werden es zeigen. Eins aber ist sicher. Nur gemeinsam werden sie bestehen. Es ist eine Reise, die alle an ihre Grenzen bringen wird.</p>
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		<title>Typo Talks</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 22:26:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Lüttge</dc:creator>
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<p>Legend&#228;re Filmdialoge als Typographie-Animation. Big Lebowski scheint so etwas wie der Klassiker der Typo-Filme zu sein. Ganz gro&#223; aber auch die szenischen Beschreibungen aus Star Wars:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/v1vpMi3MR5U?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/v1vpMi3MR5U?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Gefunden Im Blog von <a  href="http://blogs.sueddeutsche.de/feuilletonist/2010/11/11/filmdialoge-in-typo/" target="_blank">Andrian Kreye</a>.</p>
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		<title>Die Liebe eines geschickten, wenn auch eingebildeten Chirurgen</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 21:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmerzählungen]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a  href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2010%2F11%2Fdie-liebe-eines-geschickten-wenn-auch-eingebildeten-chirurgen%2F&#038;text=Die+Liebe+eines+geschickten%2C+wenn+auch+eingebildeten+Chirurgen&#038;lang=de&#038;count=horizontal" class="twitter-share-button">Tweet</a></div><p>Eigentlich habe ich ja zu viel zu tun, selbst am Sonntag abend. Aber wenn es in der Vorschau hei&#223;t, es ginge um das gr&#246;&#223;te Geheimnis der Christenheit, wie in dem heute um 20 Uhr 15 gesendeten RTL-Eventkinofilm »Akte Golgatha«, dann mache ich den Fernseher an, egal was sonst noch ist. Und hier ist als Nacherz&#228;hlung, was ihr wieder nicht sehen wolltet, weil ihr wohl meint, ihr h&#228;ttet genug Abenteuer im wirklichen Leben.</p>
<p>Der Film beginnt in »Jud&#228;a, Israel.« Ein &#228;lterer Forscher mit Abenteurer-Hut, ein Italiener-Dottore im schwarzen Anzug, und eine langbeinige Frau, die aber nichts sagt, steigen in einen Keller hinab und sehen dort etwas, n&#228;mlich eine Art Sarkophag. Der Dottore De Luca bekreuzigt sich, denn er h&#228;lt das gr&#246;&#223;te Geheimnis des Abendlandes f&#252;r gel&#246;st.</p>
<p>Dann tauchen mit einem Hubschrauber M&#228;nner in schwarzen Uniformen mit Maschinenpistolen auf. Sie dringen in den Keller ein, halten die &#252;berraschten Forscher in Schach, platzieren eine Zeitbombe und verschwinden. De Luca hat die anderen verraten und haut mit ab, die anderen beiden sollen bleiben. Der Professor stopft seine Assistentin in ein Loch in der Wand, er selbst passt allerdings nicht durch. Die Bombe geht hoch, und der Professor sucht notd&#252;rftig hinter dem gefundenen Sarg Schutz. Drau&#223;en wird De Luca von hinten erschossen. Die &#252;brigen M&#228;nner fliegen davon. <!--more--></p>
<p>Drei Wochen sp&#228;ter in der M&#252;nchner Wohnung von Katharina Sch&#252;ttler. Sie spielt auf dem Bett Abenteuer durch, tippt sie dann in ihren Laptop und isst dabei eine Salatgurke am St&#252;ck: sie ist eine junge Schriftstellerin. Dann kommt ein Anruf. Ihr Vater, der Professor, von dem sie lange nichts geh&#246;rt hat, ist im Krankenhaus gestorben. Der Chirurg, der die letzte OP durchgef&#252;hrt hat, &#252;berreicht ihr einen Autoschl&#252;ssel und die Bitte des Professors, sie solle das Auto reparieren lassen. In jenem Auto findet Katharina einen weiteren Schl&#252;ssel.</p>
<p>Es stellt sich heraus, dass die eingepflanzte Leber, die dem Professor das Leben retten sollte, vergiftet war. Der Verdacht f&#228;llt auf den Chirurgen, der im &#252;brigen recht fesch und selbstbewusst ist, Dr. Gropius hei&#223;t, und die Anschuldigungen der Polizei ziemlich l&#228;cherlich findet. </p>
<p>Katharina trifft ihn und geht mit ihm einen Schnaps trinken im Biergarten. Sie teilt ihm ihre Vermutung mit, dass es sich bei dem gefundenen Keller in Israel um das Grab vom Bruder von Jesus gehandelt haben muss, Jakob n&#228;mlich, denn das w&#252;rde ja bedeuten, dass Maria keine Jungfrau war, also nach Jesu Geburt auch nicht mehr. Sie vermutet, dass ihr Vater deshalb von Fundamentalisten umgebracht wurde.</p>
<p>Zusammen mit Dr. Gropius ertappt sie zwei geheimnisvolle Einbrecher in ihrer Wohnung. Diese bedrohen sie mit Waffengewalt. Sheba, die Assistentin, hat sich mittlerweile auf den Weg zu Katharina gemacht und platzt direkt in das sich anbahnende Geiseldrama. Sie wird mit einer Schalld&#228;mpferkanone erschossen. Gropius &#252;berw&#228;ltigt den Killer und schnappt sich die Kanone. Beide springen ins Auto und machen sich davon. »Das sind Geistliche!« bricht es aus Katharina hervor. In einer wilden Flucht im schwarzen K&#228;fer Cabrio entkommen die beiden.</p>
<p>Katharina folgt jetzt einer Idee, was der rationale Gropius zun&#228;chst nicht gut findet. Er f&#228;hrt aber mit in die Bergh&#252;tte der Familie. Vor beeindruckener Landschaft googelt Katharina den Geheimdienst des Vatikans und findet einige Spuren und Hinweise vom Vater. Es geht auf nach Rom. Gropius kommt mit, als Mann. Gemeinsam will man die Akte Golgatha finden, die das ganze Geheimnis aufkl&#228;ren soll. </p>
<p>Im B&#252;ro ihres Vaters findet Katharina eine Parf&#252;mflasche, die in ihrem dritten Roman vorkommt und also ein weiterer Hinweis ist. Die geistlichen Agenten sind ihnen aber schon auf den Fersen. An einem Stoffding hangelt Katharina aus dem Fenster und landet auf einem Balkon auf der anderen Stra&#223;enseite. Es kommt ein Touristenbus, und auf dem landet Dr. Gropius. Katharina hat wenig Gl&#252;ck, denn sie wird unten auf der Stra&#223;e von den beiden Priester-Killern erwischt und entf&#252;hrt.</p>
<p>Gropius f&#228;hrt ihr in einem italienischen Taxi nach. Die Taxifahrerin hat eigentlich keine Lust auf eine Verfolgung, sondern telefoniert lieber. Aber f&#252;r etwas Geld extra macht sie auch beides. Das ist sehr lustig, denn es ist so ein alter, klappriger Fiat, der den dicken, gl&#228;nzenden Wagen der Killer verfolgt. Dazu l&#228;uft »Azzuro«. Die Taxifahrerin verkennt den Ernst der Lage und interpretiert das ganze als ein Fall von gro&#223;er Liebe, was ja irgendwie auch schon stimmt.</p>
<p>In einer geschlossenen Kapelle wird Katharina mit Folter gedroht. Dr. Gropius befreit sie mit Hilfe einer schweren Schaufel. Katharina vergisst beinahe ihre Handtasche und kauft sich bald darauf ein neues Kleid, was Gropius gut findet. Die Schuhe hat sie auch gewechselt, dar&#252;ber wird aber nicht gesprochen.</p>
<p>Die Parf&#252;mflasche enth&#228;lt eine Botschaft mit Zaubertinte, und in Spiegelschrift. »Suche zu Hause« lautet die Botschaft. Zu Hause bedeutet: Israel. Der n&#228;chste Hinweis liegt bei Jussuf, dem langj&#228;hrigen Assistent vom Professor, im Kamin. Es ist ein Foto von Jussuf selbst.</p>
<p>Schon aber ist die Polizei da, denn Dr. Gropius wird jetzt sogar des Mordes an Sheba verd&#228;chtigt: seine Fingerabdr&#252;cke waren ja an der Tatwaffe. Man flieht zu dritt &#252;ber D&#228;cher, durch Hinterh&#246;fe und Teppichfabriken, wo es Tee zu trinken gibt, den man nicht ablehnen darf, auch wenn man es eilig hat. Die lokale Bev&#246;lkerung erweist sich als ziemlich hilfreich, weil Jussuf beliebt und bekannt ist.</p>
<p>Es geht mit seinem Motorrad mit Beifahrerwagen weiter durch die W&#252;ste. Es stellt sich langsam die Frage, ob Katharinas Outfit, das in Rom ja angemessen gewesen sein mag, hier noch geeignet ist. Denn es geht bergab an den geheimnisvollen Grabungsort, und das hei&#223;t unterirdische, staubige, schmale G&#228;nge.</p>
<p>Der Sarkophag ist trotz der Bombe noch intakt. Innen ist ein Skarab&#228;usamulett vom Professor, das aber keine weitere Bedeutung hat. Man findet auch eine aram&#228;ische Inschrift, aus der zu lesen ist, dass das Grab eigentlich das von Jesus selbst war! </p>
<p>Kaum ist der Schock dar&#252;ber verwunden, tauchen die erzkatholischen Mordbr&#252;der auf und erschiessen Jussuf. Die beiden anderen werfen sie, an Felsbrocken gefesselt, ins Wasser. Dr. Gropius kann sich befreien und befreit auch Katharina, allerdings gehen dabei ihre Pumps verloren, das Kleid rutscht ihr weit hoch, und sie muss beatmet werden.</p>
<p>Als n&#228;chstes wird Jussuf, der noch lebt, mit dem Motorraud aus dem Grab gehievt. Katharina hat ihre Schuhe doch retten k&#246;nnen, und Dr. Gropius holt dem unbet&#228;ubten Jussuf die Kugel aus dem Leib, es muss sein. »Danke, Dr. Gropius«, sagt der ersch&#246;pfte Jussuf. Beim Abschied schenkt er ihnen das Motorrad und r&#228;t Dr. Gropius noch im Vertrauen, gut auf Katharina aufzupassen: »Sie ist zerbrechlicher, als man denkt.«</p>
<p>Nach einer kurzen Trennung, die beiden zusetzt, geht es gemeinsam weiter nach Turin, das Grabtuch Jesu untersuchen. Darauf ist Gropius gekommen. Nach der Ankunft kleiden sich beide neu ein. Bei Gropius hei&#223;t das ein neues Hemd, bei Katharina ist es eine komplette Garderobe.  Schnell werden sie von der Polizei aufgesp&#252;rt, eingesperrt und verh&#246;rt. Ein geheimnisvoller Anwalt bezahlt die Kaution f&#252;r die beiden. Es gibt ein neues Hemd und ein neues Jacket f&#252;r Dr. Gropius, sowie ein neues Oberteil f&#252;r Frau Sch&#252;ttler.</p>
<p>Beim Grabtuch in irgendeiner Kirche treffen die beiden auf Calvi vom Vatikan, der sich von den Fundamentalisten distanziert und ihnen einiges erkl&#228;rt. Da tauchen die Fanatiker-Christen auf, entf&#252;hren die drei und fahren mit ihren gro&#223;en schwarzen Autos in eine Art Bergfestung. </p>
<p>Dort ketten sie sie zuerst in ein Verlies und wollen sie anschlie&#223;end als Ketzer verbrennen, unter M&#246;nchsgesang und Fackelschein. »So stirb denn, Hexe« ruft der Anf&#252;hrer Katharina entgegen und will schon die Fackel werfen, als das Gel&#228;nde von der international gut vernetzten Polizei gest&#252;rmt wird und alle befreit werden.</p>
<p>Als Belohnung gibt es eine Audienz beim Papst, zu der Katharina ein festliches Kleid und ein fliederfarbenes Halstuch tr&#228;gt. Bei der gl&#252;cklichen R&#252;ckfahrt findet Gropius hinten im VW Cabrio eine Ledermappe – mit der Akte Golgatha! Katharina fasst sich an den Kopf – es war die ganze Zeit da: sie h&#228;tte das Auto doch reparieren lassen sollen! Jetzt macht auch der gefundene Skarab&#228;us wieder Sinn, sagt sie, wobei ich das nicht verstanden habe.</p>
<p>Aber ob das Grab nun das von Jesus selbst war oder nicht, spielt insgesamt nur eine kleine Rolle, Fundamentalismus hin, Fundamentalismus her. Die Hauptsache ist, die urspr&#252;nglich etwas verlorene Schriftstellerin hat durch das am eigenen Leibe erlebte Abenteuer nicht nur sich selbst, sondern auch die Liebe eines geschickten, wenn auch etwas eingebildeten Chirurgen gefunden. Man k&#252;sst sich neben der Autobahn, w&#228;hrend viele Autos vorbei fahren und das Halstuch im Wind weht. Ende.</p>
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		<title>Am Ende z&#228;hlt, dass man sich liebt</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 21:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmerzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[Filmerzählung]]></category>
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		<category><![CDATA[Wanderhure]]></category>

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<p>Konstanz, 1414: Kaufmannstochter Marie Sch&#228;rer f&#252;hrt ein sorgenfreies Leben und liebt den Schankwirtsohn Michel. Sie l&#228;sst sich von ihm durch eine Blumenwiese jagen und badet mit ihm im Fluss. Als Marie ihre Gesch&#228;fte im Tuchladen erledigen muss, sagt Michel in ernster Vorahnung: »Ich warte auf dich, und wenn es zwei Ewigkeiten dauert«. <!--more--></p>
<p>Der Graf von Keilburg m&#246;chte Marie mit seinem unehelichen Sohn Ruppertus verheiraten. Daf&#252;r w&#252;rde sie dann Gr&#228;fin werden. Sie will sich aber lieber ihren Mann selbst aussuchen, was im Mittelalter nicht geht. Als Bedingung f&#252;r die Heirat verlangt Keilburg, dass die Braut als Jungfrau in die Ehe gehen muss. Das ist bei den meisten Adelsfamilien so, erkl&#228;rt der zust&#228;ndige Notar. </p>
<p>W&#228;hrend Maries Vater Mathis den Ehevertrag unterschreibt, denken sich Marie und Michel gemeinsam einen Plan aus. Marie will so tun, als sei sie im Fluss ertrunken. Dadurch w&#252;rde ihr Vater seine Ehre behalten k&#246;nnen, so denkt Marie, und sie k&#246;nnte mit Michel zusammen nach K&#246;ln.</p>
<p>Stattdessen beginnt eine teuflische Intrige. Marie wird verleumdet und der Hurerei beschuldigt. Man holt sie ab und bringt sie ins Gef&#228;ngnis. Sie wird im Kerker angekettet und brutal gesch&#228;ndet. Vater Mathis, der seine Entscheidung bereut, wird auf offener Stra&#223;e ermordet. </p>
<p><strong>Reihenweise Falschaussagen</strong></p>
<p>Vor Gericht werden reihenweise Falschaussagen gemacht. Das Gericht verurteilt Marie folgerichtig als Hure und Ehebrecherin zu Auspeitschung und anschlie&#223;ender Verbannung. Das gesamte Gut ihrer Familie geht an die Familie von Keilburg. Marie schw&#246;rt, dass sie wiederkommen und alle auf den Scheiterhaufen bringen wird.</p>
<p>Die Auspeitschung findet unter freiem Himmel statt und erzeugt eine ganze Menge Mitgef&#252;hl. Anschlie&#223;end wird Marie aus der Stadt gebracht. Dort geht sie vor Zeugen ins Wasser und ertrinkt scheinbar. Sie taucht aber wieder auf und rettet sich ans Ufer.</p>
<p>Sie wird von einem Trupp Wanderhuren aufgegriffen und wieder hergestellt. Man legt ihr geheimnisvolle Bl&#228;tter auf den gemarterten R&#252;cken, eine Heilkunst, die heute vergessen ist. Daf&#252;r will man aber 10 Groschen haben. Die soll sich Marie nun verdienen. Sie versteht, was das hei&#223;t. »Ich mach das aber nur so lange, bis ich genug Geld habe, f&#252;r meine Rache«, sagt sie. </p>
<p>Michel rettet derweil einen Jungen vor dem Ertrinken. Es stellt sich heraus, dass es der Sohn des Pfalzgrafen ist. Als Belohnung darf sich Michel dessen Armee anschlie&#223;en und wird bald Hauptmann.</p>
<p>Marie nennt sich jetzt Hanna. Ihr erster Freier hat blondes Haar und ist eigentlich ganz nett, und die Beleuchtung in dieser Szene ist auch gut. Es stellt sich sp&#228;ter heraus, dass er zu Michels Truppe geh&#246;rt, und dass es sein erstes Mal war. Michel hat keine Ahnung, was wirklich passiert ist, als er von dem Erlebnis mit einer gewissen Hanna h&#246;rt.</p>
<p>Die n&#228;chste Sexszene ist nicht so sch&#246;n, denn jetzt wird Marie mit der Realit&#228;t ihres neuen Berufes vertraut gemacht. Der Mann ist sehr h&#228;sslich, schmutzig und brutal.</p>
<p><strong>Eine M&#228;tresse f&#252;r Dietmar</strong></p>
<p>Marie macht entschlossen weiter, immer mit dem Gedanken an Rache. Gemeinsam mit den anderen Wanderhuren zieht sie durchs Land. Die Wege im Mittelalter sind schlammig, und ihr Wagen bleibt oft stecken. Dann aber wird sie von einer reichen Frau als M&#228;tresse f&#252;r ihren Mann Dietmar engagiert. </p>
<p>Auf der Fahrt zu dessen Burg begegnet man einem Trupp Soldaten, dessen Hauptmann der Michel ist. In der Nacht gibt sich Marie ihrem fr&#252;heren Geliebten zu erkennen, aber ringt ihm das Versprechen ab, niemandem ihre Identit&#228;t zu verraten. Michel ist gr&#252;ndlich ersch&#252;ttert, dass Marie jetzt eine Hure ist, kann aber nichts dagegen tun und f&#252;gt sich.</p>
<p>An ihrer neuen Arbeitsstelle angekommen, beeindruckt Marie den Burgherrn Dietmar, indem sie nicht nur gut aussehen, sondern auch Schach spielen kann. Die folgende Sexszene ist wieder sehr gut beleuchtet, und Dietmar ist eigentlich auch ganz nett, wenn auch kein Herrschertyp, das ist eher seine Frau.</p>
<p>Wie sich herausstellt, ist Marie durch ihre neue Anstellung zuf&#228;llig auf Burg Arnstein gelandet, die von den von Keilburgs begehrt wird. Diese versuchen, den Besitz durch Urkundenf&#228;lschung an sich zu bringen. </p>
<p>Durch einen Verrat von Judokurs, Dietmars Bruder, wird die Originalurkunde gestohlen. Aber Marie beobachtet den Diebstahl und beschafft sich das Dokument. Als Gegenleistung fordert sie, dass die Arnsteins ihr Zugang zum K&#246;nig erm&#246;glichen. Eine Gelegenheit dazu ergibt sich, als in Konstanz, wo alles angefangen hat, ein Fest stattfindet.</p>
<p>Dort angekommen, trifft Marie zun&#228;chst ihren h&#228;sslichen Freier wieder, der sie zu einer Massenvergewaltigung mit seinen Kumpanen zwingen will. Da taucht aber der Michel auf und erschl&#228;gt den &#220;belt&#228;ter. Er reitet mit Marie auf dem Pferd durch die Nacht zum Fluss, w&#228;hrend der Mond scheint. </p>
<p><strong>Ein K&#246;nig kommt ins Spiel</strong></p>
<p>Marie hat aber nur ihre Rache im Kopf. Sie begibt sich auf das Fest und macht dem K&#246;nig, der bekannt daf&#252;r ist, es mit jeder zu treiben, sch&#246;ne Augen. Sie hat sich &#252;berlegt, dass sie den K&#246;nig dazu bringen kann, Recht zu sprechen. </p>
<p>Aber dazu kommt es erst einmal nicht. Stattdessen wird es gef&#228;hrlich, denn Marie wird am n&#228;chsten Morgen von den Keilburgs auf der Stra&#223;e erkannt. W&#228;hrenddessen entschlie&#223;t sich auch Michel, seine Unschuld bei einer Hure zu verlieren, es macht ihm aber keine Freude. Entt&#228;uscht schmei&#223;t er seinen Beruf als Hauptmann.</p>
<p>Aber dann bricht ein Hurenaufstand aus. Man wolle den K&#246;nig sprechen, hei&#223;t es. Es geht um einen Mindestlohn, und die Legalisierung der Prostitution. Marie steht an der Spitze. &#214;ffentlich erkl&#228;rt sie bei dieser Gelegenheit ihren Fall. Aber niemand glaubt ihr, dass sie die echte Marie ist. </p>
<p>Dann aber reitet der Michel durchs Stadttor und bringt einen Mitt&#228;ter der urspr&#252;nglichen Intrige als Zeugen. Aus Zorn will der &#252;berf&#252;hrte Ruppertus Marie erstechen, trifft aber die falsche. Der K&#246;nig sieht nun die Wahrheit und spricht Recht.</p>
<p>Ruppertus wird gefasst und gekreuzigt. Marie wird vor Gericht rehabilitiert, und in der Kirche versetzt man sie wieder in den Zustand der Unschuld. Unter Abendsonne treffen sich Marie und Michel am Fluss wieder, wo alles angefangen hat. Michel wiederholt seinen Satz mit den zwei Ewigkeiten. Unschuld war im Mittelalter wichtig, aber am Ende z&#228;hlt, dass man sich liebt.</p>
<p><em>Der nacherz&#228;hlte Film lief heute abend um 20.15 auf Sat 1. Eine Fotostrecke mit zutreffenden Bildbeschreibungen gibt es <a  href="http://www.sat1.de/filme_serien/die-wanderhure/bilder/content/46550/">hier</a>: </em></p>
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		<title>Die Br&#252;cke der Hoffnung (Teil 2)</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 21:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
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<p>Otto und Carl gehen in den Bergen wandern, nachdem Otto Carl zusammen mit Hope gesehen hat.<br />
Carl: „Das Wetter sieht mir unstet aus.“ Otto: „Wie das Herz einer Frau.“<br />
Otto: „Bereit?“ Carl: „So bereit wie ich je sein werde.“<br />
Otto: „Sie ist meine Frau. Ich w&#252;rde f&#252;r sie t&#246;ten.“ Carl: „Und ich w&#252;rde f&#252;r sie sterben.“ <!--more--></p>
<p>Otto: „Scheidung.“ Hope: „Ich nehme alle Schuld auf mich. Es wird dich nichts kosten. Nur bitte ich dich: gib mich frei.“ Otto: „Mein ganzes Leben habe ich um deine Liebe gek&#228;mpft. Ich bin des Kampfes so m&#252;de. So unendlich m&#252;de.“</p>
<p>Hope: „Du bist mein Tropfen im Meer, Carl.“ Carl: „Und du mein Leben.“</p>
<p>Carl h&#228;lt eine politische Rede: „Der M&#252;ncher f&#228;hrt nicht aufs Land wegen der Sch&#246;nheit des Landlebens, der M&#252;ncher f&#228;hrt aufs Land, weil er den Gestank der Fabriken nicht mehr ertragen kann!“ (Applaus.) „Achtzig Nebeltage! Ja, sind wir denn hier in London?“ (Applaus.)<br />
Sp&#228;ter sagt er: „Die russische Frage ist letztendlich auch die deutsche Frage.“</p>
<p>Hope schreibt ein Buch &#252;ber Gesundheit: „Viele Gebrechen k&#246;nnten vermieden werden, wenn man sich nur an Hygiene und Sauberkeit hielte.“<br />
„Die drei Grundregeln der Gesundheit sind: Ern&#228;hrung, Bewegung und Ruhe.“<br />
„Die Gesundheit ist keine Pflanze, die in ein paar Tagen in die H&#246;he schie&#223;t, sondern ein Baum, der langsam w&#228;chst.“<br />
„Viele denken, die Frau ben&#246;tige weniger Nahrung als der Mann. In Wahrheit arbeitet die Frau im Haus ebensoviel wie der Mann au&#223;erhalb des Hauses.“</p>
<p>Hope h&#228;lt eine Sylvesterrede: „Wir marschieren nicht mit der Zeit – wir marschieren in sie hinein, in eine bessere Zukunft. Die Zeit bestimmt nicht uns – wir bestimmen sie.“<br />
Sp&#228;ter sagt sie: „Automobile sind die Zukunft, Carl.“</p>
<p>Hope h&#228;lt eine Rede: „Ich habe gelernt – und gelehrt – dass Frauensache Menschensache ist, Frauenrecht immer auch Menschenrecht.“</p>
<p>Nachdem Hopes Lebenswerk, der Bau eines ‚Frauenheimes’, zerschlagen worden ist, sagt sie: „Welcher Traum stirbt als n&#228;chstes? Welcher Traum?“</p>
<p>1914. Hope: „Dieser verdammte Krieg. Hat er je etwas anderes gemacht als Frauen zu Witwen, Kinder zu Waisen, und M&#228;nner zu Kr&#252;ppeln?“<br />
Sp&#228;ter sagt sie: „Die Bestie Krieg beschmutzt unsere Tr&#228;ume, lacht sie aus.“</p>
<p>Am Ende des Films stand zu lesen: „Dr. Hopes vision&#228;re Ideen sind heute Bestandteil unseres Lebens.“</p>
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		<title>Hope is a bridge</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 21:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmerzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[Brücke]]></category>
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<p>England, zweite H&#228;lfte des 19. Jahrhunderts. Vater Bridges stirbt an Tuberkulose. Er gibt seiner Tochter Hope etwas mit auf den Weg: „In deinem Namen liegt Hoffnung“, sagt er. Mutter Bridges &#252;berlegt: „Hier in England gibt es nur Mitleid f&#252;r uns. Wir gehen nach Deutschland.“ Hope: „Nach Deutschland?“ Mutter: „Ja.“ <!--more--></p>
<p>Leipzig. Mutter und Hope werden aufgenommen bei Verwandten. Hope stellt sich bei einer Schule als Englischlehrerin vor. Aber Englisch ist nicht mehr so gefragt, seit der Reichsgr&#252;ndung. Hope zum Direktor: „Aber wie wollen wir in Frieden leben, wenn wir einander nicht verstehen?“ Direktor: „Na, mal sehen.“ Die Stelle bekommt sie dennoch nicht.</p>
<p>Auf dem Flur st&#246;&#223;t Hope auf einen Mann mit Namen Friedrich, der ihr sp&#228;ter Blumen bringt und sie zu sich nach Hause einl&#228;dt, offenbar mit Heiratsabsichten. Hope will aber nicht heiraten und auch keine Kinder bekommen. Friedrichs Vater sagt beim Abenddessen „Das Vaterland braucht Kinder.“ Hope entgegnet: „Es steht aber nicht viermal nachts auf, um sie zu f&#252;ttern.“ Friedrichs Vater: „Ihre liberale englische Erziehung entschuldigt gerade noch Ihre moralischen M&#228;ngel.“ Sp&#228;ter sagt er zu Friedrich: „Ich will nicht, dass Du dieses Fr&#228;ulein wieder siehst.“</p>
<p>Friedrich sucht sie dennoch auf. Er sagt, sie solle sich beim Vater entschuldigen, damit alles wieder gut sei. Aber das will Hope nicht. Friedrich hat genug, und Hope trifft auf eine sozialistische Gruppe, die dem Gespr&#228;ch zugeh&#246;rt und ihr applaudiert hat. „Ich bin Hope“, sagt Hope. Einer, der sich als Otto vorgestellt hat, fragt: „Hope? Wie Hopfen?“ „Nein, wie Hoffnung“, sagt sie.</p>
<p>Man diskutiert: „Hat Marx je am Hochofen gestanden?“ Jemand fragt: „Hast du eine Meinung dazu, Hope?“ Hope denkt nach und sagt: „Ist die Befreiung der Arbeiterklasse denn eigentlich nur f&#252;r M&#228;nner?“ Daraufhin wird sie mit in die Studentenkneipe eingeladen. Dort gibt es einen Krach mit den Nationalisten. Hope entkommt den Unruhen zusammen mit Otto, es ist sehr abenteuerlich.</p>
<p>Als n&#228;chstes geht Hope mit ihrer neuen Freundin Clara in die Uni, in eine Medizinvorlesung. Dem Professor sind Frauen im H&#246;rsaal nicht recht. Es ist Friedrichs Vater! Zu Hause versucht man ihr das Studium auszureden. Die Mutter sagt: „Hope, was hast du vor?“ Hope: „Ich werde &#196;rztin, Mama.“ Mutter: „&#196;rztin? Ist das denn m&#246;glich?“ Hope: „Ich werde bei dem Universit&#228;tsdirektor vorstellig und &#252;berzeuge ihn.“ </p>
<p>Der Universit&#228;tsdirektor ist nun aber ausgerechnet wiederum Friedrichs Vater. Er sagt: „Keine Frauen, guten Tag“, und: „Es ist wider die Natur. Und jetzt hinaus.“ Hope sagt: „Ich will studieren. Ich gehe bis zur Kaiserin, wenn es sein muss, um zu studieren.“ Daraufhin sagt der Direktor: „Gut. Dann holen Sie sich ein Vorlesungsverzeichnis.“</p>
<p>Eine Zulassung zum Examen bekommt sie trotzdem nicht. Dar&#252;ber kl&#228;rt sie Otto auf, der ebenfalls Medizin studiert. Denn Hope hat kein Abitur, weil Frauen kein Abitur machen d&#252;rfen. Otto sagt: „Du kannst ja immer noch Krankenschwester werden.“ </p>
<p>Zusammen mit Clara studiert Hope erst einmal weiter. Im H&#246;rsaal gibt es sittliche Probleme, weil die Studenten mit den zwei Damen im Raum den Kopf verlieren und nicht studieren k&#246;nnen. Als Folge werden sie hinausgeworfen. Daraufhin ver&#228;ndert Hope ihre Kleidung und schneidet sich eine Kurzhaarfrisur, in der Hoffnung, dadurch in Zukunft &#196;rger zu vermeiden.</p>
<p>Es folgt ein n&#228;chtlicher Ausflug mit Clara. Man geht ins Leichenschauhaus, um heimlich Leichen aufschneiden. Es ist wegen der &#220;bung, die sie brauchen, die man ihnen aber verwehrt. Dabei spricht man auch &#252;ber andere Dinge. Hope: „Mein Herz schl&#228;gt f&#252;r Otto“ Clara: „Aber nicht wirklich laut, oder?“ Hope: „Es ist ein Herz, keine Trommel.“</p>
<p>Zwei Jahre sp&#228;ter, 1875. Hope schreibt medizinische Artikel &#252;ber das Korsett. Man diskutiert in der Kneipe &#252;ber das Schicksal der Frauen. Ein gewisser Carl Lehmann kommt vorbei und verteilt politische Flugbl&#228;tter. „Engagieren Sie sich,“ sagt er. „Politik interessiert mich eigentlich nicht,“ sagt Hope. Carl sagt: „Alles ist politisch“.</p>
<p>Drei Jahre sp&#228;ter. Bismarck geht gegen die Sozialdemokraten vor, und die Stimmung wird feindseliger. Man darf z. B. keine Flugbl&#228;tter mehr in der Uni aufh&#228;ngen. Clara geht nach Paris, denn „aus dem Kampf ist jetzt ein Krieg geworden. Und er wird von Paris aus gef&#252;hrt.“</p>
<p>Jetzt k&#228;me das Examen, aber Hope darf immer noch nicht. Also geht sie zur Kaiserin. Die Wachen erschie&#223;en sie fast, aber die Kaiserin l&#228;sst sie vorsprechen. „Obgleich ich ein Recht auf das Studium habe und gute Noten, verwehrt man mir das Examen, weil ich eine Frau bin. Wo ist denn da die Gerechtigkeit!“ sagt sie. Wir sehen, wie die Kaiserin einem ihrer entgeisterten Berater etwas ins Ohr fl&#252;stert. Kurz darauf bekommt der Direktor einen ganz bestimmten Brief.</p>
<p>Zwei Jahre sp&#228;ter. Hope besteht ihr Examen glanzvoll. Aber es ist ohne Abitur in Deutschland nicht g&#252;ltig. Also geht Hope nach London, um dort eine Approbation zu erhalten. „Aber daf&#252;r musst du ja nach England ziehen,“ sagt Otto, „was wird mit uns?“ Hope: „Es ist doch nicht f&#252;r lang.“ Otto: „Ich m&#246;chte das nicht. Ich bitte dich um unseretwillen zu bleiben.“ Hope: „Nein.“ Otto: „Deine Entscheidung ist r&#252;cksichtslos.“ Hope: „Meine Mutter unterst&#252;tzt mich.“</p>
<p>London. Hope steht an Vater Bridges Grab. „Du hast immer gesagt, dass man k&#228;mpfen muss, um etwas zu erreichen, Papa. Ich habe gek&#228;mpft. Bald bin ich &#196;rztin.“ Da kommt &#252;berraschend Otto. Er ist jetzt selbst Doktor und kann die Praxis seines Vaters in Frankfurt &#252;bernehmen. Ob Hope mit ihm zusammen die Praxis f&#252;hren wolle, als Frau Doktor Otto Walther? Sie will. „Morgen geht der Zug in ein neues Leben“, sagt Otto. </p>
<p>Frankfurt am Main. Es wird geheiratet, die Praxis er&#246;ffnet. Otto sagt: „Vielleicht solltest du dich auf die Frauen konzentrieren. Denn ich glaube nicht, dass sich die alten Herren von dir untersuchen lassen.“ Hope: „Dann h&#228;tte ich Gyn&#228;kologie als Schwerpunkt genommen. Ich m&#246;chte mich vor allem um die Infektionskrankheiten k&#252;mmern.“</p>
<p>Aber es sind auch ganz normale Krankheiten und Gebrechen, die Hope jetzt behandelt. Eine junge Frau kommt mit der Mutter in die Praxis, sie war schon schwanger. Hope kl&#228;rt sie &#252;ber Verh&#252;tung auf, was der Mutter nicht recht ist, denn sie meint, dass es auch durch Sittsamkeit zu erreichen sei.</p>
<p>Auch die Armen kommen und k&#246;nnen ihre Rechnungen nicht bezahlen. Das findet Otto nicht gut, denn er hat eine Verantwortung f&#252;r das Erbe seines Vaters. Hope: „Aber geht es denn immer nur ums Geld?!“</p>
<p>Hope macht einen Hausbesuch, was Otto ebenfalls nicht gut findet. Das M&#228;dchen ist unterern&#228;hrt, der Junge hat ein gebrochenes Bein. Die Mutter hat Angst vor ihrem gewaltt&#228;tigen Mann, eine untragbare Situation. Aber Otto findet das nach wie vor nicht gut. Hope: „In den Arbeitervierteln sterben die Menschen wie die Fliegen, weil sie sich keinen Arzt leisten k&#246;nnen.“ Otto: „Wir werden das Elend dieser Welt auch nicht besiegen k&#246;nnen, Schatz.“ Hope: „Du verschlie&#223;t die Augen. Das ist nicht gut.“</p>
<p>Dann stellt sich heraus, dass Hope schwanger ist. Als n&#228;chstes schon ist die kleine neue Familie im Sonnenlicht zu sehen. Otto ist sehr gl&#252;cklich und will dass Hope sich nun ausschlie&#223;lich um den Nachwuchs k&#252;mmert. Sie meint aber, dass beides, Kind und Arbeit, geht, und man schafft sich ein Kinderm&#228;dchen an.</p>
<p>Otto, der sich einen Schnurrbart hat wachsen lassen, sitzt bald darauf in seinem Sessel und trinkt Cognac. Er ist unzufrieden, weil Hope die Familie vernachl&#228;ssigt. Er sagt: „Musst du st&#228;ndig die heilige Hope von Orleans spielen? Und was ist mit uns?“<br />
Es stellt sich heraus, dass Hope sich Tuberkulose eingefangen hat. Sie will arbeiten, darf aber nicht. Sie muss sich jetzt erstmal ausruhen, nicht mal ihre B&#252;cher darf sie lesen. </p>
<p>Es wird aber nicht besser. „Der ganze Ansatz ist falsch“, sagt Hope, die heimlich &#196;rztezeitung gelesen hat. „Seit Jahrzehnten tritt man bei der Behandlung auf der Stelle. Ich brauche eine Kur, keine Ruhe.“ </p>
<p>Otto ist nicht der gleichen Ansicht, aber er f&#252;gt sich. Man f&#228;hrt in einer Kutsche nach Bayern. Eine beschwerliche Reise, und Hope ist sehr schwach. Otto macht sich Vorw&#252;rfe, dass er es zugelassen hat. Hope sagt: „Falls ich sterbe, Otto – du hast dir nichts vorzuwerfen. Ich wollte es.“</p>
<p>Die Kur wirkt am Ende aber doch. „Es ist ein Wunder,“ sagt Mutter, die auf Besuch ist. „Es ist kein Wunder. Licht und Luft haben mir geholfen, wie ich es gesagt habe,“ sagt Hope, „Tbc ist f&#252;r mich vorbei.“ „Es wird aber noch Wochen dauern, bis du ganz geheilt bist und ihr zur&#252;ck nach Frankfurt k&#246;nnt,“ sagt die Mutter. Hope: „Vielleicht will ich das gar nicht.“ </p>
<p>Denn Hope hat eine Idee: ein Sanatorium f&#252;r Tuberkulosekranke an der Stelle, an der sie gesund wurde. „Steht der Hof denn &#252;berhaupt zum Verkauf?“ fragt Otto. So ist es. „Wir m&#252;ssen das alles erstmal genau durchrechnen,“ sagt Otto. Hope sagt: „Es wird gelingen. Weil es richtig ist. Weil es gut ist.“ </p>
<p>Das Sanatorium wird er&#246;ffnet, allerdings unter Ottos Namen, so als sei es seine Idee gewesen. Hope zweifelt langsam, ob Otto ihr „Tropfen im Meer“ ist, wie es der Vater f&#252;r die Mutter war. Die Mutter ist sehr stolz auf das Erreichte, aber sie warnt: „Du bist scheinbar nicht aufzuhalten, Hope, aber sieh dich vor, wenn du eines Tages deine Grenze findest: in dem Moment wird es sehr weh tun.“ Hope: „Ich wei&#223;, Mama.“</p>
<p>Es kommt ein Anw&#228;rter auf eine Assistentenstelle ins Sanatorium. Zu Hopes &#220;berraschung ist es Carl Lehmann. Sie hatte das Flugblatt von damals aufbewahrt. Wie sich herausstellt, hat Carl verbotene Zeitungen bei sich. Er tut, was er f&#252;r richtig h&#228;lt. „Wir k&#246;nnten Frauen wie Sie f&#252;r die gute Sache brauchen,“ sagt er. „Es ist nicht n&#246;tig, mein Herz zu entflammen, Doktor Lehmann,“ sagt Hope, „mein Herz geh&#246;rt der Sozialdemokratie – schon lange.“ Am Ende verbrennt er die Zeitungen doch, damit es keinen &#196;rger gibt.</p>
<p>Kurz darauf kommt Clara zu Besuch. Beim Abendbrot diskutiert man &#252;ber das Proletariat, die Namen Engels und Liebknecht kommen vor. Otto gef&#228;llt das nicht recht, er ist ein Konservativer. Clara und Carl verstehen sich anscheinend gut und reden noch bis sp&#228;t in die Nacht hinein. Am morgen sind die beiden nach Paris verschwunden. (Ende des ersten Teils. Wie es weiter geht, erfahren wir erst am Mittwoch.)</p>
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		<title>Verlorene Stadt J&#228;ger</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 21:23:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmerzählungen]]></category>
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		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a  href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2010%2F01%2Fverlorene-stadt-jaeger%2F&#038;text=Verlorene+Stadt+J%C3%A4ger&#038;lang=de&#038;count=horizontal" class="twitter-share-button">Tweet</a></div><p>Wer postapokalyptische Filme mag, war heute bei Pro Sieben wieder an der richtigen Adresse. Denn es wurde der Film »Lost City Raiders« gesendet, und der geht, in einfachen Worten nacherz&#228;hlt, so:</p>
<p>2048. Die halbe Erde ist wegen Klimakatastrophe &#252;berflutet, und das Wasser steigt weiter. John und seine Stiefs&#246;hne Jack und Thomas verdienen ihr Geld damit, Artefakte aus versunkenen St&#228;dten zu bergen. In den Ruinen von Los Angeles findet Jack beim Tauchen ein wichtiges Buch, in dem etwas zur Rettung der Welt steht, und wird dabei fast von einem Mutantenhai gefressen.<!--more--></p>
<p>Das Buch offenbart, dass ein Szepter zur Rettung der Welt im versunkenen Teil des Vatikans versteckt sein soll. John und Jack steigen mit dem Segen des Kardinals Michael Mendl in die fraglichen Ruinen ein. Dort entschl&#252;ssen sie lateinische Inschriften, verbrennen zuerst beinahe und ertrinken dann fast. Am Ende k&#246;nnen sie die gesuchte Kiste gl&#252;cklich bergen. Dabei werden sie von einem geheimnisvollen Dunkelmann durch eine Kamera beobachtet.</p>
<p>Zur&#252;ck in Neu-Rom stellt sich heraus, dass das Szepter nicht in der Kiste war, stattdessen aber ein Hinweis, der ins halb untergegangene Dresden f&#252;hrt. Beim Feierabend-Bier stellt sich eine resolute und barbusige Kellnerin vor. Sie hat schon den Angriff eines Mutanten-Kraken &#252;berlebt und will anheuern. Jedoch l&#246;st sie zun&#228;chst nur eine Pr&#252;gelei zwischen den Barbesuchern und den Abenteurern aus.</p>
<p>An einem anderen Ort wird Jacks Exfreundin Johanna B&#228;cker, ebenfalls Abenteurerin und Wissenschaftlerin und auf der Suche nach einer L&#246;sung f&#252;r das Wasserproblem, von dem zwielichtigen Immobiliengiganten Nikolas Filimonov angeheuert, um das gleiche Artefakt zu finden. </p>
<p>In Dresden bergen John und Jack aus dem Grab des Tempelritters Mercadier eine Pergamentrolle, die ihnen aber von Johanna und ihren bewaffneten Kollegen abgeluchst wird. John  wirft kurzentschlossen eine Schockgranate nach den Dieben. Dadurch kann er das Pergament retten, wird jedoch selbst von einer Steinplatte erschlagen. Jack &#252;bernimmt die wertvolle Beute und kann in einer spannenden Verfolgungsjagd mit einem Motorboot entkommen.</p>
<p>Die Br&#252;der bringen das Pergament zum Kardinal. Von dem erfahren sie, dass das Szepter schon im Alten Testament vorkommt und Moses damit das Meer geteilt hat. Sie erfahren au&#223;erdem, dass Filiminov das Szepter haben will, um die Erde ganz zu &#252;berfluten, damit die Menschen gezwungen sind, sich auf seinen schwimmenden Wohninseln einzuquartieren. Auf dem Pergament steht, dass das Szepter im Grab von Richard L&#246;wenherz ist. </p>
<p>Die Br&#252;der engagieren daraufhin doch noch die Kellnerin als Maschinistin. Sie kann ihnen in einem spannenden Kampf mit ihrem Ex-Arbeitgeber, der mit solchen Sachen dealt, und der ihr als Gegenleistung an die W&#228;sche will, was sie aber verhindern kann, ein n&#246;tiges Ersatzteil f&#252;r ihr Boot besorgen.</p>
<p>Die Filiminov-Leute sind schneller am richtigen Ort. Sie finden das Szepter und versenken danach Johanna in Richards Sarkophag. Jack kann sie jedoch retten, weil er zuf&#228;llig gerade am Tauchen ist, wo seine Exfreundin ihr kaltes Grab finden soll. Zusammen entern die beiden Filiminovs Boot und versuchen, ihm das Szepter wieder abzujagen. Es gelingt ihnen und das Boot versinkt nach einigen actionreichen Ereignissen mitsamt dem Besitzer im Meer. </p>
<p>Jack und Johanna verlieben sich w&#228;hrenddessen neu ineinander, und auch zwischen Thomas und der Kellnerin funkt es. Das neu gebildete Vierer-Team begibt sich, nachdem sie sich ein vielsagendes Hologramm, das aus dem Szepter herausgekommen ist, angesehen haben, und aufgrund kluger &#220;berlegungen von Johanna zu einem elektromagnetischen Konvergenzpunkt bei St. Etienne. Dort &#246;ffnet sich ihnen, mit dem Szepter als Schl&#252;ssel, eine gigantische unterirdische Vorrichtung. Verfolgt werden sie jedoch von einem fanatischen Priester, der eine neue Sintflut einleiten will.</p>
<p>Dieser wahnsinnige Apokalyptiker verhindert den gl&#252;cklichen Ausgang der Geschichte beinahe. Aber Jack besiegt ihn in einem spannenden Kampf Mann gegen Mann und kann mit dem Szepter die Maschine aktivieren. Sie &#246;ffnet, in einer gro&#223;en Gasexplosion, die alle vier Helden &#252;berleben, ein sehr gro&#223;es Loch im Boden, in das das &#252;bersch&#252;ssige Wasser hinein flie&#223;en kann. Damit ist die Welt gerettet, wor&#252;ber sich alle bei einem Glas Champagner freuen.</p>
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		<title>Applaus von den Kollegen</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 20:55:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Filmerzählung]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a  href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2009%2F09%2Fbibelcode%2F&#038;text=Applaus+von+den+Kollegen&#038;lang=de&#038;count=horizontal" class="twitter-share-button">Tweet</a></div><p>Liebe Filmfreunde. Auf Pro Sieben kam heute abend ein Film mit dem Titel <em>Der Bibelcode</em>. Es geht darin um einen Geheimcode in der Bibel, der die Zukunft der Menschheit enth&#228;lt. Das interessiert Euch als Textforscher im weiteren Sinne sicher, aber wom&#246;glich hattet ihr keine Zeit, selbst zuzuschauen. Deshalb gibt es hier eine Nacherz&#228;hlung dieses Mystery-Abenteuer-Events zum Mitr&#228;tseln und Nacherleben.</p>
<p>Der Film beginnt vielversprechend. Eine Frau und ein Mann, beide in wei&#223;, reiten durch die W&#252;ste. Die Frau sagt dem Mann, dass er wegreiten soll, weil es nur um sie ginge, nicht um ihn, und wartet auf das Kommende. Ein rotgekleideteter Kardinal kommt mit einer Gruppe W&#252;stenreiter und will etwas von der Frau haben. Da aber kommt pl&#246;tzlich ein Sturm auf und begr&#228;bt alle unter Sand. Die Frau ruft noch laut &#8220;Johanna&#8221; in den Wind hinein&#8230;<!--more--></p>
<p>Als n&#228;chstes sind wir in Deutschland. Wir treffen die Hauptfigur, und die hei&#223;t nicht zuf&#228;llig Johanna. Die Verbindung ist aber noch v&#246;llig unklar. Sie ist eine Polizistin, wird aber gerade entlassen wegen Gewaltanwendung im Dienst. Sie hatte einem Kriminellen die Schulter ausgerenkt. Daf&#252;r muss sie gehen, aber sie erh&#228;lt auf dem Flur noch Applaus von den Kollegen.</p>
<p>Kurz darauf wird Johanna angerufen von einem Mann mit Namen Bachman, der sagt, er sei ihr Vater, obwohl Johanna eigentlich dachte, ihr Vater sei tot. Er brauche ihre Hilfe, sagt er, und m&#252;sse sie sofort treffen, denn schon morgen sei er tot. Dann aber wird auf den Anrufer geschossen, der sich mit M&#252;he zum Treffpunkt schleppt. Er kann Johanna gerade noch einige r&#228;tselhafte Dinge &#252;ber eine gro&#223;e Gefahr und den Papst sagen und ihr einen Schl&#252;ssel in die Hand geben, bevor er zusammenbricht.</p>
<p>Johanna folgt seiner Spur und betritt seine Wohnung mit Hilfe des Schl&#252;ssels. Dort trifft sie auf Simon, einen Religionswissenschaftler aus Paris, der scheinbar widerrechtlich eingedrungen ist. Sie macht ihn dingfest, fesselt und knebelt ihn. Als sie ihn wieder losmacht, erf&#228;hrt sie, dass er mit ihrem Vater zusammen gearbeitet hat, und dass ihr Vater nach dem Urtext des Alten Testaments gesucht hat. Simon wird &#252;brigens von einem echten Franzosen gespielt und ist hinterher synchronisiert worden, das gibt dem Film etwas Internationales. In &#8220;Basti&#8221;, einem ihrer alten Kuscheltiere, das ihr Vater &#252;berraschend von ihr hatte, findet Johanna einen Laptop mit wichtigen Informationen. </p>
<p>Schon wird aber durch das Fenster auf sie geschossen, und zwei Killer versuchen sie umzubringen. Zusammen mit Simon flieht Johanna &#252;ber das Dach. Als beide &#252;ber ein altes Brett auf das n&#228;chste Hausdach steigen m&#252;ssen, zeigt sich, dass Simon H&#246;henangst hat. Johanna r&#228;t ihm, er solle an etwas Sch&#246;nes denken. Beide k&#246;nnen entkommen. Werbung.</p>
<p>Als n&#228;chstes sehen wir Joachim Fuchsberger als den Papst. Er streitet sich mit einem eifrigen Kardinal, der ihn nach diesem Gespr&#228;ch umbringen will, weil ihm sein F&#252;hrungsstil zu weich ist. Johanna und Simon r&#228;tseln w&#228;hrenddessen weiter &#252;ber das Projekt ihres Vaters. Die Spur f&#252;hrt beide zu einem Mann namens Ephraim Blum nach Graz.</p>
<p>Dort angekommen, treffen sie statt auf den echten Blum nur auf den Fanatiker Thaddaeus, der ihnen den Laptop abnehmen will, und wieder sind ihnen die Killer auf den Fersen. Ein gro&#223;er M&#246;nch in wei&#223;, mit einer Narbe im Gesicht, hilft ihnen &#252;berraschend, so dass sie abermals entkommen k&#246;nnen. Der Fanatiker muss mit leeren H&#228;nden zu seinem Chef, dem b&#246;sen Kardinal, gehen. Der zeigt sich sehr interessiert an Johannas Existenz, von der er bisher noch nichts wusste.</p>
<p>Johanna und Simon stehlen ein Auto und fahren in die Provence, um Blum dort zu suchen. In einer alten Kirche, die gerade restauriert wird, finden sie ihn. Er kl&#228;rt sie &#252;ber einige Einzelheiten auf, was den Bibelcode betrifft: wer den Code kennt, kann in die Zukunft sehen und sie sogar ver&#228;ndern. Aber der Schl&#252;ssel sei verloren gegangen. Werbung.</p>
<p>Schon haben Thaddaeus und ein Killer sie auch hier aufgesp&#252;rt. Sie t&#246;ten Blum kaltbl&#252;tig und verlangen den Laptop. Den wirf Johanna jedoch in einen Abgrund, wo er kaputt geht. Daraufhin werden die beiden gekidnappt und in einem Auto weggebracht zu dem b&#246;sen Kardinal. Er sagt, Johanna solle ihn auf den richtigen Weg begleiten. Sie aber sagt nein.</p>
<p>Daraufhin sehen wir sie mit Simon am Boden eines tiefen Brunnens gefangen, in den Wasser flie&#223;t. Das soll sie dazu bringen, ihre Meinung zu &#228;ndern. Ein junger Anh&#228;nger der dunklen Bruderschaft, der eigentlich auf sie aufpassen soll, holt sie beide &#252;berraschend mit Hilfe einer Kette heraus. Mit derselben Kette w&#252;rgt Johanna den kurz darauf hinzukommenden Thaddaeus und presst ihm das Geheimnis ab, dass es gegen den Papst geht.</p>
<p>Also machen sich Johanna, Simon, und der junge Ordensbruder, der ihnen aus einem unbekannten Grund auch weiterhin hilft, auf dem Weg nach Rom. Simon hat sich etwas erk&#228;ltet und holt sich was in der Apotheke, w&#228;hrend die anderen beiden reingehen zum Papst, um ihn zu warnen. Der Papst empf&#228;ngt Johanna wohlwollend, aber der junge vermeintliche Helfer, der mit hinein gekommen ist, entpuppt sich pl&#246;tzlich als Attent&#228;ter und ersticht den Heiligen Vater mit einem Messer und dann sich selbst.</p>
<p>Johanna kommt zun&#228;chst hinter Schlo&#223; und Riegel, was Simon nicht verhindern kann. Sie wird dann aber von Imhof, einem Freund ihres Vaters, aus dem Gef&#228;ngnis befreit. Dessen Freund Stefano, bei dem es sich um den M&#246;nch in Wei&#223; handelt, der ihnen schon einmal geholfen hatte, und der seit einem Unfall stumm ist, f&#228;hrt sie zusammen mit Simon daraufhin zu einem Kloster in der Steiermark. </p>
<p>Dort trifft sie den totgeglaubten Papst wieder, der gottlob eine Schutzweste getragen hatte. Er erkl&#228;rt Johanna, dass sie m&#246;glicherweise eine Seherin ist und der Stimme ihres Herzens folgen soll. In der Bibliothek forschen Johanna und Simon, der eine Wissenschaftlerbrille tr&#228;gt und schulerlanges braunes Haar hat, weiter nach dem R&#228;tsel des Bibelcodes. Sie erfahren, dass es vor hundert Jahren schon einmal eine Seherin in dem Kloster gegeben hatte, mit Namen Nora Weber. Werbung (u.a. Angela Merkel f&#252;r die CDU und Johannes B. Kerner f&#252;r Gutfried).</p>
<p>Johanna bekommt einen Anruf aus der Heimat. Ihr Kollege Marcus liegt im Sterben. Er hat sich bei einem Selbstm&#246;rder, der in einem gelben Schutzmantel in den Tod springen wollte, mit einer mysteri&#246;sen Krankheit angesteckt. Kurz darauf bricht ein Feuer aus, und Simon ist in der Bibliothek gefangen. Johanna rettet ihn aber. </p>
<p>Man macht sich auf die Suche nach den Spuren Nora Webers und st&#246;&#223;t in einem zugemauerten Kellergew&#246;lbe auf ein altes Pergament, auf dem das heilige Land, also Israel, abgebildet ist. Kurz darauf stirbt Johannas Kollege Marcus in Deutschland tats&#228;chlich an der Krankheit, die sich als eine geklonte Form der &#8220;schwarzen Pocken&#8221; entpuppt. Die dunklen Br&#252;der wollen damit anscheinend eine t&#246;dliche Plage ausl&#246;sen.</p>
<p>Simon und Johanna sind inzwischen in Israel angekommen. Dort fahren sie tief in die W&#252;ste und suchen ein von Nora auf der Karte eingezeichnetes Dorf. Als es Nacht wird, schlafen sie im Auto. Am Morgen m&#252;ssen sie aber feststellen, dass sie zu nahe an einem Abgrund geparkt haben. Denn beim Aufwachen neigt sich das Auto schon gef&#228;hrlich nach unten und st&#252;rzt kurz darauf hinab in die Tiefe. Die beiden Abenteurer k&#246;nnen sich gerade noch retten. Nun m&#252;ssen sie zu Fu&#223; weiter. </p>
<p>Sie steigen in eine Schlucht hinab. Dort finden sie das Grab von Nora Weber und treffen einen jungen Mann, der sich als Urenkel der Seherin vorstellt. Er hat sie bereits erwartet, weil es so prophezeit worden war. In Noras Grab finden sie ein weiteres Pergament, auf dem der Urtext der Bibel steht: die Grundlage des geheimen Bibelcodes. W&#228;hrend Simon zu &#252;bersetzen versucht, treten schon wieder Killer auf dem Plan und schie&#223;en gnadenlos auf die Freunde.</p>
<p>Der Enkel l&#228;utet jedoch eine Glocke und mehrere in wei&#223; gekleidete Dorfbewohner kommen mit Keulen und Steinen, um sie zu besch&#252;tzen. Sie halten die Killer unter gro&#223;en Verlusten auf, so dass Johanna und Simon fliehen k&#246;nnen. Die beiden klettern aus der Schlucht, stehlen einen Jeep und fahren davon. Jetzt haben sie den Urtext, aber noch nicht den Schl&#252;ssel zum Code. Um den zu finden, m&#252;ssen sie noch tiefer in die W&#252;ste.</p>
<p>W&#228;hrend die Sonne langsam untergeht, bekommt Johanna langsam Zweifel an der ganzen Sache. Sie glaubt nicht an Vorhersehung und verd&#228;chtigt Simon, dass er mit den b&#246;sen Br&#252;dern unter einer Decke steckt, weil es ihrer Meinung nach zu viele seltsame Zuf&#228;lle gegeben hat. Sie fragt ihn ganz offen danach und will wissen, warum er ihr eigentlich die ganze Zeit hilft. Zur Antwort gibt er ihr einen Kuss, und die beiden verbringen eine gemeinsame Nacht im Jeep.</p>
<p>Am n&#228;chsten Morgen m&#252;ssen sie abermals vor den Killern fliehen. Dabei bleibt ihr Jeep im Sand stecken, und sie m&#252;ssen wieder zu Fu&#223; weiter. Ein Sandsturm zieht auf, vor dem sie sich gerade noch in eine H&#246;hle retten k&#246;nnen, die Johanna intuitiv gefunden hat. Als der Sturm aufh&#246;rt, finden sie sich wie durch Zufall an der Stelle wieder, an der zu Beginn des Films die geheimnisvolle Frau von den W&#252;stenreitern umzingelt worden war. Wir wissen jetzt, dass es sich um die Seherin Nora Weber gehandelt haben muss.</p>
<p>Durch Intuition findet Johanna auch deren Himmelsscheibe im Sand. Das ist eine Art goldener Teller mit L&#246;chern und Bildern drauf, welche den Schl&#252;ssel f&#252;r den Code darstellt. Indem Johanna die Scheibe &#252;ber das Urtextpergament h&#228;lt und das Sonnenlicht hindurch scheinen l&#228;sst, gelingt es ihr tats&#228;chlich, die Zukunft vorauszusehen. Sie hat eine erschreckende Vision: die Pocken w&#252;ten in Rom, der Papst trinkt ein Glas Wasser, und die Menschen sterben.</p>
<p>Imhof, der alte Freund von Johannas Vater, rettet die beiden kurz darauf mit einem Hubschrauber aus der brennenden W&#252;stensonne. Der b&#246;se Kardinal ist derweil beim Papst und erpresst ihn: er solle sein Leben opfern und seinen Posten freigeben, sonst w&#252;rde das r&#246;mische Wasser mit dem geklonten Virus verseucht werden. </p>
<p>Die beiden jungen Helden machen sich auf nach Rom und warnen die &#246;rtlichen Autorit&#228;ten vor der bevorstehenden Katastrophe. Mit einer Taskforce dringt Johanna in das Krankheitslabor ein, um den Plan zu vereiteln. Das gelingt auch. Als Johanna jedoch ins Visier eines Killers ger&#228;t, wirft sich Simon in die Schusslinie. Johanna hatte das in ihrer Vision vorhergesehen, es aber nicht verhindern k&#246;nnen, obwohl sie Simon gesagt hatte, er solle drau&#223;en bleiben. Simon ist getroffen, aber die Gefahr ist gebannt. </p>
<p>Der Papst ist allerdings schon fast soweit den Giftkelch an die Lippen zu f&#252;hren. Aber Johanna ruft per Handy einen Diener des Papstes an &#8211; die richtige Nummer hatte sie ebenfalls in ihrer Vision gesehen &#8211; und der kann den Papst gerade noch retten. Nun ist es an dem b&#246;sen Kardinal, sich selbst zu richten, mit seinem eigenen Todestrunk.</p>
<p>Der Papst w&#252;nscht Johanna alles Gute, und Simon hat seine Verletzung &#252;berlebt. Am Ende gehen er, in einem wei&#223;en Anzug, und Johanna, in einem roten Kleid, durch einen S&#228;ulengang auf ein erleuchtetes Tor zu. Wei&#223;e M&#246;nche knieen links und rechts zu ihren F&#252;&#223;en und verneigen sich.</p>
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		<title>Das eigentliche Geheimnis ist das Weibliche</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 21:34:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Duszat</dc:creator>
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<p>Es geht rasant los: Ein blonder Fanatiker erschie&#223;t im Museum von Paris einen netten &#228;lteren Herren, der ihm in Todesangst noch ein religi&#246;ses Geheimnis verr&#228;t. Mit letzter Kraft schreibt der Alte sich mit seinem eigenen Blut ein Pentagramm auf den Bauch und legt zudem eine Schnitzeljagd mit Anagrammen und Bildern an f&#252;r seinen Kollegen Professor Tom Hanks. Der ist aus Harvard und kennt sich mit religi&#246;sen Symbolen aus. Er h&#228;lt gerade einen Gastvortrag in Paris, als der Mord passiert. Als er sp&#228;ter B&#252;cher signiert, wird er vom franz&#246;sischen FBI abgeholt und zum Tatort gebracht.</p>
<p>Er versteht eigentlich nicht, worum es geht, aber Amelie, die mutma&#223;liche Enkelin des netten &#228;lteren Herren erkl&#228;rt ihm, dass er in gro&#223;er Gefahr ist. Das FBI hat ihm eine Wanze ins Jackett geschmuggelt, und der Chef h&#228;lt ihn schon f&#252;r den M&#246;rder. Auf der Museumstoilette dr&#252;ckt er die Wanze in ein St&#252;ck Seife und wirft sie aus dem Fenster auf einen LKW. Das FBI denkt, er sei aus dem Fenster gesprungen und fortgefahren.</p>
<p>So hat er Zeit, die Anagramme des alten Mannes zu entschl&#252;sseln und so das hinter einem Bild von da Vinci versteckte Artefakt zu finden. Dieses ist in Wirklichkeit ein Schl&#252;ssel, der ein altes Schlie&#223;fach &#246;ffnet, in dem wiederum ein Artefakt von da Vinci ist, und zwar eine Geheimrolle, die man wieder mit einem Code &#246;ffnen muss. Wenn man es mit Gewalt t&#228;te, w&#252;rde sich ein Mechanismus l&#246;sen, durch den sich Essig &#252;ber den eingerollten Zettel ergie&#223;t und die Botschaft vernichtet. </p>
<p>Die Polizei ist den beiden schon auf den Fersen. J&#252;rgen Prochnow, der Chef der Schlie&#223;facheinrichtung, f&#228;hrt die beiden mit einem Gef&#228;ngnistransporter aus der Bank heraus, hintergeht sie aber kurz darauf. Sie entkommen jedoch, indem sie ihm die Wagent&#252;r vor den Kopf hauen.</p>
<p>Dann fahren beide zu einem alten befreundeten Oxford-Veteranen und unterhalten sich bei einer Tasse Tee &#252;ber den heiligen Gral, denn um den geht es bei dem Ganzen. Audrey, deren braunes Haar sehr gut liegt, lernt dabei besonders viel. Anhand des Abendmahl-Bildes von da Vinci zeigt der Oxford-Mann den beiden, dass der Gral gar kein Trinkgef&#228;&#223; im eigentlichen Sinne ist, sondern ein Symbol f&#252;r das Weibliche darstellt. Genauer gesagt, bedeutet der Gral, dass Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war, die nach der Kreuzigung au&#223;erdem seine Tochter bekommen hat, und die wiederum viele Nachfahren bis in die Gegenwart hinein. Die Kirche aber wollte mit Frauen nichts zu tun haben und hat deshalb die Hexenverfolgung erfunden. </p>
<p>Die Tempelritter aber haben das Geheimnis &#252;ber die Generationen bewahrt, und da Vinci geh&#246;rte einst zu ihnen, &#252;brigens auch Newton. Es scheint sogar, dass auch Amelie von ihrem Gro&#223;vater alles Notwenige gelernt hat, ohne es jedoch bemerkt zu haben, also eigentlich auch eine Gralsh&#252;terin ist. Da aber kommt pl&#246;tzlich der blonde Albino-Killer aus einer dunklen Ecke und w&#252;rgt Tom Hanks. Der alte Gralsexperte schl&#228;gt ihn aber von hinten k.o. Mit seinem Privatflugzeug fliehen sie dann alle vor Jean Reno und seinen FBI-Leuten.</p>
<p>Es geht nach London, zum Grab eines Tempelritters, denn das stand so in der Schatulle, in welcher die Geheimrolle drin war. Die britische Polizei hat sich schon als Empfangskomitee aufgestellt, wird aber durch einen Trick hereingelegt, so dass man mitsamt der Geisel entkommt. Auf dem Weg zu der Kirche, in der das Grab sein soll, erf&#228;hrt man, dass Tom Hanks als Junge mal in einen Brunnen gefallen ist und daher unter Raumangst leidet.</p>
<p>In der Kirche sind allerdings gar keine Gr&#228;ber, und Audrey hat ein komisches Gef&#252;hl. Der blonde Killerm&#246;nch hat sich befreit, greift erneut an und nimmt sie als Geisel. Zu allem &#220;berfluss entpuppt sich der Chauffeur des Oxford-Million&#228;rs als Verr&#228;ter und will Tom und Audrey erschie&#223;en, w&#228;hrend sein ehemaliger Chef in den Kofferraum gesperrt wird. Aber eine Taube, die oben in der Kirche umherfliegt, lenkt den Verr&#228;ter ab, so dass das Abenteurerpaar entkommen kann.</p>
<p>Der Chauffeur setzt den verr&#252;ckten M&#246;nch zu Hause ab und tut so, als sei er der sogenannte »Lehrer«, der ihm fr&#252;her die ganzen Morde befohlen hat. Er wird dann aber selbst von dem echten »Lehrer« vergiftet. Dabei handelt sich in Wahrheit um niemand anderen als um den alten Oxfordprofessor. Sein erkl&#228;rtes Ziel ist, der ganzen Welt die Wahrheit &#252;ber Jesus mitzuteilen.</p>
<p>Er bringt Tom und Amelie erneut in seine Gewalt und will sie zwingen, mit dem Code f&#252;r Leonardos Rolle rauszur&#252;cken, in der sich der entscheidende Hinweis befindet. Amelie hat allerdings keine Ahnung. Tom tut ebenfalls so, als k&#246;nne er das R&#228;tsel nicht l&#246;sen und wirft stattdessen die Rolle auf den Boden, wodurch da Vincis Mechanismus ausgel&#246;st wird und die Botschaft sich in Essig aufl&#246;st – denkt man: In Wahrheit aber wusste Tom, dass das Codewort »Apfel« lautet – wegen Newtons Apfel – und hat den Zettel heimlich vorher aus der Dose herausgenommen. Da taucht Jean Reno auf und nimmt Oxford in Gewahrsam.</p>
<p>Amelie, deren Haar sehr gut zu ihren braunen Augen passt, und Professor Tom begeben sich nun an den entsprechenden Ort. Dort finden sie heraus, dass Amelie in Wahrheit gar nicht die Enkelin vom zu Beginn der Geschichte Ermordeten ist, sondern die letzte lebende Nachfahrin von Jesus und Maria. Mit anderen Worten: Sie war gar nicht auf der Suche nach dem Geheimnis des Heiligen Grals, sondern sie war selbst das Geheimnis.</p>
<p>Nat&#252;rlich kann man das alles nicht beweisen; die Wissenschaft st&#246;&#223;t hier an ihre Grenzen. Amelie muss jetzt entscheiden: Soll sie der Welt die Wahrheit erz&#228;hlen oder nicht? Tom gibt Amelie den Rat mit auf den Weg, dass sie ihrer eigenen &#220;berzeugung folgen muss. </p>
<p>Ganz am Ende schneidet sich Tom beim Rasieren, und dadurch f&#228;llt ihm eine Art sakraler Reim ein, der mit Blut zu tun hat. Er schl&#228;gt in seinem eigenen Buch nach und findet heraus, dass der Reim im Klartext bedeutet, dass Maria Magdalena unter der Pyramide im Pariser Louvre begraben liegt, also dort, wo die Geschichte anfing, was man anhand einer rasanten Kamerafahrt durch Glas und Gestein bildlich demonstriert bekommt. Allerdings nur in einer Simulation, denn erstens gehen Kameras nicht durch Stein durch, und zweitens kann man die Sache, wie gesagt, nicht beweisen. K&#246;nnte man es, m&#252;ssten gro&#223;e Teile der Weltgeschichte neu geschrieben werden.</p>
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