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	<title>goldmag.de &#187; Literarische Dinge</title>
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		<title>dick flicks</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 07:46:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Lüttge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literarische Dinge]]></category>
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<p>Wir schalten jetzt Werbung. Zum Beispiel f&#252;r AT&amp;T, das amerikanische Pendant zu T-Mobile (<em>sc.</em> Knebeltarifanbieter von iPhone-Vertr&#228;gen). Und nat&#252;rlich f&#252;r dieses Buch, von dem man leider immer wieder sagen muss, dass es <em>kein</em> Kinderbuch ist. Sondern, siehe unten, ganz gro&#223;es Kino.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/MXu8MO7JkvA?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/MXu8MO7JkvA?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>B&#252;cher vs. Zigaretten</title>
		<link>http://www.goldmag.de/2010/08/buecher-vs-zigaretten/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 11:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Lüttge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literarische Dinge]]></category>
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		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2010%2F08%2Fbuecher-vs-zigaretten%2F&amp;text=B%C3%BCcher+vs.+Zigaretten&amp;lang=de&amp;count=horizontal" style="" class="twitter-share-button">Tweet</a></div>
<p><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/books-vs.-cigarettes.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3903" title="books-vs.-cigarettes" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/books-vs.-cigarettes.jpg" alt="" width="420" height="316" /></a>Der Monat ist erst zur H&#228;lfte rum und das Geld schon wieder weg. Eltern oder gewitzte Nichtraucherfreunde raten dann h&#228;misch, mit dem Rauchen aufzuh&#246;ren, das k&#228;me einen nicht nur billiger, sondern sei obendrein gesund.  Mitbewohner oder die anderen Freunde, die zwar rauchen, aber nicht viel lesen, schlagen &#8211; &#228;hnlich h&#228;misch &#8211; vor, man solle weniger B&#252;cher kaufen, das k&#228;me einen nicht nur billiger, sondern spare obendrein viel Arbeit beim n&#228;chsten Umzug. Mal angenommen, man entschlie&#223;e sich nun, einen dieser Ratschl&#228;ge zu befolgen: Welcher spart wirklich mehr Geld?<!--more--></p>
<p>Bei der Entscheidungsfindung hilft George Orwell. Der hat 1946 im <em>Tribune</em> einen kleinen Essay mit dem Titel <em>Books v. Cigarettes</em> geschrieben, in dem er die &#214;konomien des Lesen und des Rauchens miteinander vergleicht. Seinen humanistischen Zeigefinger, der &#252;ber den K&#246;pfen der Fabrikarbeiter schwingt, die zwar einige Pfund f&#252;r einen Tagesausflug nach Blackpool, aber keine zw&#246;lf Pence f&#252;r ein Buch ausgeben wollen, sparen wir uns hier und rechnen einfach mal, seinem Beispiel folgend, nach.</p>
<p>Die B&#252;cher, die Orwell z&#228;hlt und einrechnet, sind die in seiner Wohnung. Ungef&#228;hr die gleiche Menge hat er anderswo gelagert, er will also das Ergebnis seiner Rechnung verdoppeln, um seine ganzen Ausgaben zu erhalten. Orwell berechnet nur die B&#252;cher, die er freiwillig gekauft hat oder gekauft h&#228;tte. Belegexemplare, v&#246;llig zerfledderte Ausgaben, billige Taschenb&#252;cher, Pamphlete oder Magazine l&#228;sst er raus. Auch alte Schulb&#252;cher und &#228;hnliche Textsammlungen, die in dunklen Schrankecken vergammeln, bleiben bei der Rechnung au&#223;en vor. &#220;brig bleiben 442 zu berechnende B&#252;cher in folgender Aufstellung:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/t-1.jpg"><img class="size-full wp-image-3897 aligncenter" title="t-1" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/t-1.jpg" alt="" width="300" height="153" /></a></p>
<p>Gekaufte B&#252;cher berechnet Orwell mit dem vollen Kaufpreis. Gleiches gilt f&#252;r geschenkte, geliehene und nie zur&#252;ckgegeben B&#252;cher, die er aufrechnet mit solchen, die er selbst verschenkt, verliehen oder nie zur&#252;ckbekommen hat. Rezensions- und Gratisexemplaren misst Orwell den halben Preis zu, denn so hoch sch&#228;tzt er ihren antiquarischen Wert. Und wenn &#252;berhaupt, h&#228;tte er diese B&#252;cher gebraucht gekauft.</p>
<p>Mit gelegentlich gesch&#228;tzten Summen kommt er damit auf folgende Positionen (»s.« steht dabei f&#252;r Shilling (= 12 pence) und »d« f&#252;r Pence):</p>
<p><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/t-21.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3916" title="t-2" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/t-21.jpg" alt="" width="300" height="228" /></a></p>
<p>Seine eingelagerten B&#252;cher gleich berechnet und addiert, kommt Orwell am Ende auf ein Buchverm&#246;gen von ca. £165 15s. bei ca. 900 B&#252;chern. Er veranschlagt 15 Jahre f&#252;r das Sammeln dieser B&#252;cher und errechnet so ein Mittel von £11 und 1s. pro Jahr. Als exzessiver Zeitungsleser, der Orwell ist, addiert er £8 pro Jahr f&#252;r mehrere Zeitungsabonnements und weitere £6 f&#252;r B&#252;cher, die er j&#228;hrlich kauft, aber verliert oder aus anderen Gr&#252;nden nicht berechnen kann. Ungef&#228;hr £25 sind es schlussendlich, die George Orwell von 1931 bis 1946 im Schnitt im Jahr f&#252;rs Lesen ausgibt.</p>
<p>F&#252;r Tabak und ein Bier pro Tag berechnet Orwell £40 j&#228;hrlich, was wohl auch mengenm&#228;&#223;ig eine ganze Menge ist, aber v&#246;llig im Durchschnitt des englischen Alkohol- und Tabakkonsums der 1940er Jahre liegt.</p>
<p>Man kann Orwells Rechnung auch heute machen, nur m&#252;ssen darin geringe Ver&#228;nderungen vorgenommen werden. Die Buchzahl wird halbiert, wir rechnen mit 442 B&#252;chern, denn den Luxus, dieselbe Menge nochmals an einem anderen Ort zu verwahren, d&#252;rften sich die wenigsten Leser leisten k&#246;nnen. Die Buchpreise m&#252;ssen ebenfalls angeglichen werden. F&#252;r neue B&#252;cher wird hier ein Durchschnittspreis von 13 Euro angenommen, f&#252;r antiquarische ein Preis von 6 Euro. Rezensionsexemplare bekommen viel zu wenige, wir lassen sie deshalb weg. Auch rechnen wir nur mit einem Zeitungsabonnement, das, angelehnt an das Studentenabo einer gro&#223;en deutschen Tageszeitung, bei ca. 5,40 Euro pro Woche liegt.</p>
<p>Das ergibt die Rechnung</p>
<p><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/t-3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3899" title="t-3" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/t-3.jpg" alt="" width="300" height="143" /></a></p>
<p>Das Zeitungsabo (280 Euro/Jahr) addiert, liest man in 15 Jahren f&#252;r ungef&#228;hr 8 969 Euro (Was noch g&#252;nstig gerechnet ist. Wer studiert schon 15 Jahr lang?), das sind j&#228;hrlich im Schnitt ca. 598 Euro, die man f&#252;r Buchstaben auf Papier ausgibt.</p>
<p>Die Zigarettenrechnung geht schneller. Wir l&#252;gen uns selbst in die Tasche und behaupten, eine halbe Schachtel am Tag zu rauchen, die uns jedes Mal 4,60 Euro kostet. Das macht nicht ganz 183 Schachteln im Jahr und somit 841,80 Euro f&#252;r Tabak. Die Sache ist eigentlich schon entschieden. Der Vollst&#228;ndigkeit halber addieren wir aber noch den deutschen Durchschnittsbierkonsum der, <a href="http://www.main-netz.de/nachrichten/vermischtes/dpa/vermischtes/art7123,1157368" target="_blank">wie eine Studie k&#252;rzlich feststellte</a>, bei 500 Flaschen pro Jahr liegt. Den halben Liter kann man in einer Berliner Kneipe mit einem Preis von 3 Euro veranschlagen, was 1 500 Euro Jahresausgaben f&#252;r Bier ergibt.</p>
<p>Noch einmal in aller Deutlichkeit:</p>
<p>Jahresausgaben f&#252;r Vielleser: 598 Euro</p>
<p>Jahresausgaben f&#252;r Raucher: 841,80 Euro</p>
<p>Jahresausgaben f&#252;r Trinker: 1 500 Euro</p>
<p>Wir kommen also zum selben Ergebnis wie George Orwell. Lesen ist das billigste Vergn&#252;gen.</p>
<p><small>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/cell105/" target="_blank">cell105</a></small></p>
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		<title>Dichten mit Google?</title>
		<link>http://www.goldmag.de/2010/07/dichten-mit-google/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 15:59:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolai Preuschoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2010%2F07%2Fdichten-mit-google%2F&amp;text=Dichten+mit+Google%3F&amp;lang=de&amp;count=horizontal" style="" class="twitter-share-button">Tweet</a></div>
<p>was sagte</p>
<p>was sagte anelka<br />
was sagte anelka zu seinem trainer<br />
was sagte anelka zu domenech<br />
was sagte nicolas anelka<br />
was sagte materazzi zu zidane<br />
was sagte rene zu daniel<br />
was sagte horst k&#246;hler<br />
was sagte k&#246;hler<br />
was sagte anelka in der kabine<br />
was sagte der franzose zum trainer</p>
<p>*</p>
<p>Dieses Gedicht war heute eine echte Entdeckung f&#252;r mich. Es gef&#228;llt mir sehr gut. Es ist ein Fussball-, ein WM-Gedicht, voller Tragik, Verzweiflung, gro&#223;er Gef&#252;hle und Aktualit&#228;t. Man k&#246;nnte es auch &#8220;Fragen eines zweifelnden Fans&#8221; nennen, z. B. Es hat einen eigenen Rhythmus. Genial ist, wie beil&#228;ufig, spielerisch die Politik in die Welt des Sports hineingebracht wird (&#8220;was sagte horst k&#246;hler / was sagte k&#246;hler&#8221;).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Dichten-mit-Google-2010-07-17-I.png"><img class="size-full wp-image-3798 aligncenter" title="Dichten mit Google 2010-07-17 &quot;Was sagte…&quot;" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Dichten-mit-Google-2010-07-17-I.png" alt="" width="421" height="346" /></a></p>
<p>Das Gedicht ist sozusagen von Google. Generiert aus Suchanfragen, die Google beim Eintippen der eigenen dann vorschl&#228;gt. Die Frage des Urheberrechts stellt sich hier nat&#252;rlich ganz neu. A propos Urheberrecht: Auf d<span style="text-decoration: line-through;">D</span>ie  Idee, auf diese Weise Verse zu generieren, <span style="text-decoration: line-through;">stammt von</span> brachte mich Matthew Simmons, der am gestrigen Freitag einen  &#228;hnlichen Versuch unter der &#220;berschrift <a href="http://htmlgiant.com/author-news/a-friday-poem/" target="_blank"><em>&#8220;A Friday Poem?&#8221;</em></a> bei den Htmlgiants vorstellte. <!--more--></p>
<p>Und hier noch ein sehr sch&#246;nes (von mir bzw. Google):</p>
<p>wie nennt man</p>
<p>wie nennt man eine schlecht brennende lampe in der umgangssprache<br />
wie nennt man pferde die schiffe vom ufer aus mit einer leine ziehen<br />
wie nennt man eine selbst geschriebene lebensgeschichte<br />
wie nennt man die einwohner von ghana<br />
wie nennt man das abrupte stoppen aus dem galopp<br />
wie nennt man den regierungschef die regierungschefin in sachsen<br />
wie nennt man den &#252;bergang vom pferder&#252;cken zum pferdeschweif<br />
wie nennt man das karpalgelenk noch<br />
wie nennt man die ureinwohner amerikas<br />
wie nennt man die einwohner von honduras</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Dichten-mit-Google-2010-07-17-II.png"><img class="size-full wp-image-3799 aligncenter" title="Dichten mit Google  2010-07-17 &quot;Wie nennt man…&quot;" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Dichten-mit-Google-2010-07-17-II.png" alt="" width="421" height="306" /></a></p>
<p>Und zum Abschluss noch ein romantisches Gedicht, das zwar orthografisch etwas fehlerhaft ist, aber in ersch&#252;tternder Weise ein paar gro&#223;e Fragen aufwirft. (Absurd, wenn man &#252;berlegt, was die Leute so glauben, was Google alles beantworten k&#246;nne.)</p>
<p>wie sagt man</p>
<p>wie sagt man noch<br />
wie sagt man was<br />
wie sagt man noch de<br />
wie sagt man doch<br />
wie sagt man anders<br />
wie sagt man einer frau dass man sie liebt<br />
wie sagt man einem jungen das man ihn liebt<br />
wie sagt man nochmal<br />
wie sagt man danke<br />
wie sagt man jemanden dass man ihn liebt</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Dichten-mit-Google-2010-07-17-III.png"><img class="size-full wp-image-3800 aligncenter" title="Dichten mit Google  2010-07-17 &quot;Wie sagt man…&quot;" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Dichten-mit-Google-2010-07-17-III.png" alt="" width="421" height="317" /></a></p>
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		<title>Neues vom B&#252;cherturm</title>
		<link>http://www.goldmag.de/2010/07/neues-vom-buecherturm/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 12:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolai Preuschoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2010%2F07%2Fneues-vom-buecherturm%2F&amp;text=Neues+vom+B%C3%BCcherturm&amp;lang=de&amp;count=horizontal" style="" class="twitter-share-button">Tweet</a></div>
<p>Aus der Reihe: B&#252;cher im Digitalen Zeitalter</p>
<p><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/1006-Buecherturm-P1130656.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3766" title="1006 Buecherturm P1130656" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/1006-Buecherturm-P1130656.jpg" alt="" width="412" height="555" /></a></p>
<p>Wie versprochen bringt <em>goldmag</em> exklusive Neuigkeiten vom B&#252;cherturm, der in der Kreuzberger Graefestra&#223;e vor dem Antiquariat <a href="http://www.zvab.com/profile/10967u.jsp" target="_blank">Umbras  Kuriosit&#228;tenkabinett</a> der Witterung ausgesetzt ist. Aufnahmen von Februar und M&#228;rz dieses Jahres sind weiterhin <a href="http://www.goldmag.de/2010/03/buecherturm/" target="_blank">hier</a> zu begutachten.</p>
<p><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/1006-P1130660.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3767" title="1006 Buecherturm Ende Juni" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/1006-P1130660.jpg" alt="" width="245" height="324" /></a></p>
<p>Inzwischen ist es gr&#252;n geworden um den B&#252;cherturm. Ranken ziehen sich an den Buchr&#252;cken hinauf, und die Baumkrone spendet jetzt Schatten, wodurch m&#246;gliche Sch&#228;den durch das dieser Tage stark einfallende Sonnenlicht verringert werden. Dennoch zeichnen sich auch die Verfallsspuren immer deutlicher ab: Alle B&#252;cher sind von Feuchtigkeit mehr oder weniger aufgedunsen. Die Deckel der mittig ausgestellten Folianten w&#246;lben sich und fallen ab. Schwarzer Schimmel ist an vielen Schnittkanten deutlich auszumachen. <em>goldmag</em> fragt: Wie ernst ist die Lage der B&#252;cher?</p>
<p>&#220;berhaupt nicht ernst, das ist die gute Nachricht: Der Turm steht weiterhin sicher auf seinem Zementsockel, die B&#252;cher halten zusammen.</p>
<p><small>Fotos: N. Preuschoff</small></p>
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		<title>Es reimt ein Mann in Wimbledon</title>
		<link>http://www.goldmag.de/2010/06/es-reimt-ein-mann-in-wimbledon/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 16:32:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Lüttge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literarische Dinge]]></category>
		<category><![CDATA[Sonst noch]]></category>
		<category><![CDATA[james joyce]]></category>
		<category><![CDATA[lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[matt harvey]]></category>
		<category><![CDATA[samuel beckett]]></category>
		<category><![CDATA[tennis]]></category>
		<category><![CDATA[wimbledon]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2010%2F06%2Fes-reimt-ein-mann-in-wimbledon%2F&amp;text=Es+reimt+ein+Mann+in+Wimbledon&amp;lang=de&amp;count=horizontal" style="" class="twitter-share-button">Tweet</a></div>
<p>&#220;ber James Joyce sagte man, er sei ein gro&#223;er Fan des Sports gewesen. Auch von Samuel Beckett wei&#223; man das, er spielte recht passabel Cricket. Beide haben dann aber lieber mit dem Dichten angefangen. &#220;brigens hat Beckett niemals und Joyce nur am Rande &#252;ber Sport geschrieben.</p>
<p>Intensiver verbindet <a href="http://www.mattharvey.co.uk/" target="_blank">Matt Harvey</a> die Disziplinen und schreibt seit gestern und bis zum 4. Juli jeden Tag ein Gedicht &#252;ber das Tennisturnier in Wimbledon. Die <em>S&#252;ddeutsche Zeitung </em>hat Harvey interviewt, der, wie man in der heutigen Ausgabe lesen kann, auch schon &#252;ber Liebe, Teebeutel, Tomaten und Nacktheit gereimt hat und jetzt offizieller Wimbledon-Poet ist. Auf ›Wimbledon‹, sagt Harvey, reime sich ›simpleton‹, »wenn man es weich ausspricht.« Mit ›Roger Federer‹ sei das schwieriger, f&#252;r ihn, den Profi, aber kein Problem. Reimproblemen begegnet Harvey abgebr&#252;ht: »Es ist nicht unbedingt n&#246;tig, dass ich einen Reim finde. Wenn nicht, pack ich den Namen in die Mitte einer Gedichtzeile, das geht auch.« Und er ist obendrein ein Kenner der modernen Lyrik, scheint aber kein Freund davon zu sein: »Viele moderne Gedichte reimen sich heute ja gar nicht mehr, aber ich bin da ein bisschen altmodisch.« Au&#223;erdem reimt er, ganz in der Tradition der viktorianischen Schriftsteller, lieber &#252;ber die einfachen Leute beim Turnier als &#252;ber die Tennisprofis. Susanne Klaiber, die Harvey interviewt hat, entlockt ihm denn auch die ersten beiden Verse eines Gedichtes &#252;ber Balljungen:</p>
<blockquote><p>Tact-enabled procedure perfecters<br />
Designer labeled towel collectors</p></blockquote>
<p>Daf&#252;r musste Klaiber &#252;brigens Harveys Agentin &#252;berreden, denn die wollte erst nur eine Zeile zur Ver&#246;ffentlichung freigeben. Aber dann w&#228;re ja der Reim dahin gewesen.</p>
]]></description>
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		<title>Faltbuch</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 08:43:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolai Preuschoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literarische Dinge]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturbetrieb]]></category>
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<p>Neues aus der Reihe: B&#252;cher im Digitalen Zeitalter</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="444" height="250" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10523826&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="444" height="250" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10523826&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>In Wahrheit ist das Medium Buch ja noch lange nicht ausgereizt. Das obige Beispiel stammt aus dem franz&#246;sischen Verlagshaus <a href="http://www.volumique.com/" target="_blank"><em>éditions volumiques</em></a>, das sich die Erforschung neuer Buchformen unter Ber&#252;cksichtigung der Technologien des Digitalen Zeitalters zur Aufgabe gemacht hat.</p>
<p>Das Besondere an diesem Prototyp eines Buches ist seine sich beim Lesen ergebende, labyrinthische Struktur: Aus jeder neuen Seite ergeben sich drei M&#246;glichkeiten, insgesamt gibt es, sagen sie, 3 hoch 6 = 729 Varianten.</p>
<p>Andere Ideen der <em>éditions volumiques</em> umfassen ein Buch, das nach dem &#214;ffnen unlesbar wird, und eines, das von alleine umbl&#228;ttern kann.</p>
<p>(Via <a href="http://www.papiergache.net/blog/" target="_blank">Papier Gaché</a>)</p>
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		<title>B&#252;cherturm</title>
		<link>http://www.goldmag.de/2010/03/buecherturm/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 00:02:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolai Preuschoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literarische Dinge]]></category>
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<p>Neues aus der Reihe: B&#252;cher im Digitalen Zeitalter</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/P1120539.jpg"><img class="size-large wp-image-3275  aligncenter" title="Buch-Assemblage" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/P1120539-768x1024.jpg" alt="" width="420" height="548" /></a></p>
<p>In der kunsthistorischen Kategorie der <em>Akkumulation</em> gibt es sicher interessantere Dinge, die man anh&#228;ufen kann: <a href="http://static.panoramio.com/photos/original/2935268.jpg" target="_blank">Uhren</a> z.B. oder <a href="http://www.rolf-lauter.com/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=24&amp;Itemid=33&amp;kunstler=Arman" target="_blank">Rasierapparate</a>. B&#252;cher hingegen hat man ja schon immer irgendwie angeh&#228;uft und gestapelt.</p>
<p>Etwas Besonderes gibt es dennoch am B&#252;cherturm, der vor einiger Zeit in der Kreuzberger Graefestra&#223;e aufgetaucht ist: Neben dem Umstand, dass die wacklig aussehende Konstruktion noch nicht umgefallen ist &#8212; steht er im Freien. Das wirft Fragen auf (was ein gutes Kunstwerk ja auszeichnet), Fragen, wie sie uns hier in der Reihe <a href="http://www.goldmag.de/2009/11/notizen-im-buch-im-digitalen-zeitalter-warum-sie-verschwinden-und-was-sie-uns-sagen-koennen/" target="_blank">&#8220;B&#252;cher im Digitalen Zeitalter&#8221;</a> besch&#228;ftigen.</p>
<p><!--more--><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Buecherturm-P1120639.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3508" title="Buecherturm P1120639" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Buecherturm-P1120639.jpg" alt="" width="208" height="277" /></a>Etwa: Was bl&#252;ht dem gedruckten Buch, wenn bald jeder irgendwie immer mehr elektronisch liest? Was l&#228;sst sich mit den ganzen schweren, einstmals teuren Lexika-B&#228;nden anfangen, die es heute viel praktischer auf DVD oder gleich im Internet gibt? Wie lange &#8216;&#252;berleben&#8217; so Papier-B&#252;cher eigentlich &#8212; so h&#252;bsch aufgestapelt im Freien? Der B&#252;cherturm, der durchaus aus respektablen, gebundenen Ausgaben besteht, modert, Wind und Wetter ausgesetzt, buchst&#228;blich vor sich hin. Direkt vor einem Antiquariat. Es sieht so aus als w&#228;ren sie gerade (&#8220;sorry Jungs, kein Platz mehr&#8221;) vor die T&#252;r gesetzt worden. Ganz oben auf diesem schweigenden Mahnmal wider der Ignoranz, als Gipfel des &#8220;Mich-benutzt-keiner-mehr&#8221;, prangt eine rostende Schreibmaschine.</p>
<p><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Buecherturm-P1120638.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3510" title="Buecherturm P1120638" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Buecherturm-P1120638.jpg" alt="" width="208" height="276" /></a>Ja, mit der Verg&#228;nglichkeits-Symbolik, das k&#246;nne man durchaus so sehen, sagt auch der K&#252;nstler und Besitzer von <a href="http://www.zvab.com/profile/10967u.jsp" target="_blank">Umbras Kuriosit&#228;tenkabinett</a> in der Graefestr. 18. Ist &#252;brigens nicht sein erster Turm, fr&#252;here Versuche h&#228;tten nicht gehalten. Oder seien umgeworfen worden. Dieser hier sei jetzt stabiler, steht jetzt auf einem 500-Kilo Sockel, und die B&#252;cher sind ineinander verschraubt.</p>
<p>Es hat geregnet, und einige B&#228;nde sind bereits aufgequollen; Seiten biegen und f&#228;chern sich nach oben. Ein Buchdeckel ist abgefallen. In ein paar Tagen ist Fr&#252;hlingsbeginn, dann moost alles vielleicht sch&#246;n zu, oder es rankt Efeu die Buchr&#252;cken hinauf. Der B&#252;cherturm-Bericht wird fortgesetzt!</p>
<p><small>Fotos: N. P. (Das obere Bild enstand im Februar, die unteren beiden im M&#228;rz.)</small></p>
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		<title>&#8220;Kanikōsen&#8221; &#8212; japanische Arbeiterliteratur auf der Berlinale</title>
		<link>http://www.goldmag.de/2010/02/kaniksen-japanische-arbeiterliteratur-auf-der-berlinale/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 21:29:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolai Preuschoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeiterliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Literarische Dinge]]></category>
		<category><![CDATA[Sammeln & Seltenes]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2010%2F02%2Fkaniksen-japanische-arbeiterliteratur-auf-der-berlinale%2F&amp;text=%22Kanik%C5%8Dsen%22+--+japanische+Arbeiterliteratur+auf+der+Berlinale&amp;lang=de&amp;count=horizontal" style="" class="twitter-share-button">Tweet</a></div>
<p>Im &#8220;Forum&#8221; der heute zu Ende gegangenen Berlinale lief die Neuverfilmung eines Klassikers der japanischen Arbeiterliteratur: Takiji Kobayashis <em>Krabbenfischer</em>, von 1929.</p>
<p><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Takiji-Kobayashi.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3356" title="Takiji Kobayashi" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Takiji-Kobayashi.jpg" alt="" width="216" height="361" /></a>Wie oft passiert das schon: Ein Buch wird zum Bestseller, 80 Jahre nach der Erstver&#246;ffentlichung. So geschehen mit Takiji Kobayashis <em>Kanikōsen</em> (dt.: <em>Krabbenfischer).</em> In der grassierenden Wirtschaftskrise des Jahres 2008 war Kobayashis Revolutions-Parabel pl&#246;tzlich so gefragt wie nie. Mit ausgel&#246;st hatte das sp&#228;te Revival ein Artikel in der  <em><a title="Mainichi Shimbun" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mainichi_Shimbun">Mainichi Shimbun</a></em> vom 9.  Januar 2008, der Kobayashis Aktualit&#228;t beschwor. Etliche Medien zogen nach, und so wurde ein regelrechter &#8220;Kanikōsen-Boom&#8221; ausgel&#246;st. (Vgl. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kanik%C5%8Dsen" target="_blank">hier.</a>) Bis Mitte 2008 musste die <em>Shinchosha Publishing Company</em> daraufhin unerh&#246;rte 50000 Exemplare der <em>Krabbenfischer</em> nachdrucken, um der Nachfrage gerecht zu werden.</p>
<p>Dieser Erfolgsgeschichte, die sich selbst liest wie eine kleine Revolution, tr&#228;gt nun eine Neuverfilmung von <em>Kanikōsen</em> Rechnung. Nachdem der Roman erstmals 1953 verfilmt und 2006 eine <a href="http://www.seekjapan.jp/article/1638/Kanikosen:++a+proletarian+literature+classic+comes+back+to+life" target="_blank">Manga-Version</a> publiziert wurde, stellte Regisseur Hiroyuki Tanaka, genannt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hiroyuki_Tanaka" target="_blank">Sabu</a>, seine Version Anfang der Woche im &#8220;Forum&#8221; der diesj&#228;hrigen <a href="http://www.arsenal-berlin.de/forum/programm/hauptprogramm/kanikoosen.html" target="_blank">Berlinale</a> vor. (Ein kurzer Trailer findet sich <a href="http://twitchfilm.net/news/2009/02/first-trailer-for-sabus-kanikosen-the-cannery-boat-now-online.php" target="_blank">hier</a>.)</p>
<p>Die somit nun in Berlin angelangte Ereigniskette tangiert unmittelbar eine vor kurzem auf Gold aufgeworfene Frage: Ob in Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise und der stetigen Abnahme klassischer Arbeit wir nicht <a href="http://www.goldmag.de/2009/12/fuer-eine-neue-arbeiterliteratur/" target="_blank">eine neue Arbeiterliteratur</a> br&#228;uchten, und wenn ja, wie diese aussehen und welche Formen diese annehmen k&#246;nnte. In Japan scheint diese Frage bereits beantwortet: <!--more-->Ja! Wir brauchen, und wenn es keine neue Arbeiterliteratur gibt, nehmen wir die alte!</p>
<p>Takiji Kobayashi (1903-1933) gilt als Held der japanischen Arbeiterliteratur, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Proletarische_Literatur" target="_blank"><em>Puroretaria bungaku</em></a>. Seine Revolutionsgeschichte erz&#228;hlt von einer Gruppe Arbeiter, die auf einem Krabbenkutter ausgebeutet und von ihrem Kapit&#228;n sadistisch misshandelt werden. In sowjetischen Gew&#228;ssern (nat&#252;rlich!) organisieren sich die Arbeiter und revoltieren &#8212; mit Erfolg. Sp&#228;ter wird der Aufstand jedoch von Soldaten niedergeschlagen. Kobayashi ist der damals verbotenen Kommunistischen Partei Japans sp&#228;ter selbst, allerdings erst nach Erscheinen der <em>Krabbenfischer</em>, 1931, beigetreten. 1933 wurde er von der Geheimpolizei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tokubetsu_K%C5%8Dt%C5%8D_Keisatsu" target="_blank">Tokkō</a> in eine Falle gelockt, gefoltert und ermordet.</p>
<p>Man kann nur hoffen, dass die bei uns nach wie vor vergriffenen <em>Krabbenfischer</em> (nur von Zeit zu Zeit f&#252;r  &#252;ber 100 Euro bei <a href="http://cgi.ebay.de/Krabbenfischer-Takidji-Kobajaschi-Aus-d-Japan-von-A_W0QQitemZ300362382343QQcmdZViewItemQQssPageNameZRSS:B:SRCH:DE:101" target="_blank">Ebay</a> zu haben) demn&#228;chst neu &#252;bersetzt und herausgegeben werden. Solange muss sich der des japanischen <a href="http://www.aozora.gr.jp/cards/000156/files/1465_16805.html" target="_blank">Originaltextes</a> nicht m&#228;chtige Leser an die deutsche Online-Version halten, die <em>Nemesis, </em>ein sozialistisches Archiv f&#252;r Belletristik, <a href="http://nemesis.marxists.org/kobajaschi-krabbenfischer1.htm" target="_blank">hier</a> bereitstellt. Dort findet sich auch Kobayashis Erz&#228;hlung <em><a href="http://marxists.org/deutsch/archiv/kobayashi/1928/xx/maerz.htm#top" target="_blank">Der 15. M&#228;rz 1928</a></em>, in der &#220;bersetzung eines  deutsch-japanischen Kollektivs von 1931.</p>
<p><small>Foto: Takiji Kobayashi (1903-1933)</small></p>
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		<title>Gilles Deleuze: Die neuen Becketts</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 16:20:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes Bajohr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literarische Dinge]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2010%2F01%2Fgilles-deleuze-die-neuen-becketts%2F&amp;text=Gilles+Deleuze%3A+Die+neuen+Becketts&amp;lang=de&amp;count=horizontal" style="" class="twitter-share-button">Tweet</a></div>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/sqXdAYtsNSw&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/sqXdAYtsNSw&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Restoring Equilibrium</title>
		<link>http://www.goldmag.de/2009/12/restoring-equilibrium/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 01:50:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes Bajohr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literarische Dinge]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2009%2F12%2Frestoring-equilibrium%2F&amp;text=Restoring+Equilibrium&amp;lang=de&amp;count=horizontal" style="" class="twitter-share-button">Tweet</a></div>
<blockquote><p><strong>equilibrium</strong> /iːkwɪˈlɪbɹɪəm/ <em>n., pl.</em><strong>equilibria</strong> /iːkwɪˈlɪbɹɪə/ <em>or</em> <strong>equilibriums</strong> Gleichgewicht, <em>das</em></p></blockquote>
<p>Ein Hinweis f&#252;r das in mentaler wie physischer Hinsicht das Gleichgewicht sehr herausfordernde Zwischen-den-Jahren: <a href="http://translationparty.com">translationparty.com</a>. Die alleinige Bestimmung dieser Seite besteht darin, in feinster Zen-Manier so lange einen einmal eingegebenen englischen Satz ins japanische und wieder zur&#252;ck zu &#252;bertragen, bis beide Sprachen in ein &#220;bersetzungsgleichgewicht eintreten. Dieser Zustand zeichnet sich dadurch aus, dass der sonst so gewaltt&#228;tige und verst&#252;mmelnde Prozess der &#220;bersetzung keinen Schaden mehr anzurichten im Stande ist, das Englische wie das Japanische einander entsprechen, und semantische Harmonie wie konnotative Windstille endlich f&#252;r Ruhe im Karton sorgen. <!--more--></p>
<p>Beispiele aus der Weltliteratur gef&#228;llig? Der Anfang von Nabokovs Lolita &#8220;Lolita, light of my life, fire of my loins&#8221; wird im S&#228;tze-Gleichgewicht zur psychoanalytischen Leseaufforderung: &#8220;Lolita, My life, my experience is light in the back&#8221;. Der erste Satz aus Ray Bradburys Fahrenheit 451 – &#8220;It was a pleasure to burn&#8221; – ist selbst schon gleichgewichtig. Aus dem besprochenen <a href="http://www.goldmag.de/2009/12/it-is-a-truth-universally-acknowledged-that-a-zombie-in-possession-of-brains-must-be-in-want-of-more-brains/">ersten Satz des Jane-Austen-Zombie-Mashups</a> hingegen entsteht das verr&#228;tselt lakonische: &#8220;If my brain is a universal truth that is in possession of a zombie in the brain, the discovery of the morning is not required.&#8221; </p>
<p>Eine friedvolle Koexistenz also zwischen den Sprachen scheint m&#246;glich. Der Verlust irgendwelcher Auren ist kein Thema mehr; alle &#220;bersetzerkriege hinf&#228;llig. K&#246;nnte man meinen. Aber auch dieses semantische Nirwana kennt seine Grenzen und hat seinen Sinn f&#252;r den estrichfesten Boden der Tatsachen nicht verloren: Zum Beweis einfach mal &#8220;When will the war end?&#8221; eingeben. Und l&#228;sst man das Fragezeichen weg, wird eh alles zum Witz.</p>
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