Mit Erinnerung die Gegenwart bekämpfen
Seit gestern nicht mehr bei Arte+7, seit einer knappen Woche bei YouTube zu sehen: Die Dokumentation Romane made in New York. Die Post-9/11-Literatur, die hier gleichsam als Post-Lost-Generation-Literatur erscheint, kommt darin in Gestalt von fünf AutorInnen zu Wort. Jonathan Franzen, Rick Moodey, Nicole Krauss, Jonathan Safran Foer und Marisha Pessl werden, so die Programmankündigung, als Gefolgsleute Jay MacInerneys und Breat Gaston Ellis’ zur Tradition amerikanischer Literatur, zum Verhältnis von fact und fiction und natürlich zum 11. September befragt. Dass es um all diese Fragen selten geht, dass New York nur im Titel und als Kulisse vorkommt und dass eigentlich nur Jonathan Franzen etwas Interessantes zu sagen hat, sei als Korrekturhinweis wenigstens erwähnt. Aber zumindest Letzteres kann ja auch ganz heilsam sein.


