Heute, am schönen Tag namens 09.09.09

… hat das 9. internationale literaturfestival berlin begonnen.”Literarische Vielfalt in Zeiten der Globalisierung erleben”, heißt es in der Pressemitteilung.
Noch bis zum 20. 9. gibt es wieder ein reich und prominent (Siegfried Lenz, Feridun Zaimoglu, Norbert Gstrein, Judith Hermann, Wolf Biermann, Arundhati Roy, Alice Schwarzer) gefülltes Programm (hier auch als knapp 5MB schweres pdf), mit zahlreichen Sparten wie “Fokus Arabische Welt”, dem diesjährigen Schwerpunkt, “Literaturen der Welt”, “Kaleidoskop”, “Internationale Kinder- und Jugendliteratur”, “Reflections”, dem Nabokovschen “Erinnerung sprich”, bis hin zu den “Specials“, unter denen sich dann noch ein weiterer Unterprogramm-Strauß verbirgt!
So das Kooperationsprojekt “Scritture Giovani”, Sprachkünstler der Gruppe “oulipo”, aber auch ein der jungen Literatur gewidmeten “New German Voices”, bei mit unserer LAN-Autorin Judith Schalansky (am 15.9. und 17.9., moderiert von Thomas Klupp) sowie Nadja Wünsche, Dorothee Elmiger, Kristof Magnusson, und “new german poetry” (die sich natürlich klein schreiben muss) mit Nico Bleutge, Daniela Danz, Christoph Leisten, Volker Sielaff.
Auch Giwi Margwelaschwili ist dabei und liest aus „Der Kantakt“ (16. 9.).
Um 1700 gab es in Berlin nur eine Buchandlung (so der Historiker Jonathan Israel in seinem Werk “Radical Enlightenment”, das vom Aufstieg der modernen, rationalistischen Philosophie, und insbesondere des Cartesianismus und Spinozismus handelt). Heute, Gott sei Dank, haben wir mehr Buchandlungen! Tatsächlich scheint es, als ob jeder Berliner Bezirk ein paar Dutzend von ihnen hätte. Also bin ich aufgebrochen, um in all diesen Bezirken all diese Buchandlungen zu besuchen und zu erforschen — allerdings nur die Antiquariate und Gebrauchtbuchläden, denn ich habe nicht so viel Geld. Und außerdem kann man nicht die “Gesamelten Werke” von Lenin (ungefähr 45 Bände) auf Russisch für 25 Euro in einer normalen Buchhandlung finden. Zuerst war ich in Friedrichshain (ich weiss nicht warum, da ich in Kreuzberg wohne, wo es mehr als genug Antiquariate gibt: Einen Überblick über Kreuzberg werde ich das nächtes Mal liefern, falls mein Rücken und meine Füße die unglaublich harten Berliner Steine überleben — und das ist nicht sicher). Mein Gesamteindruck von Friedrichshain vorab: Es gibt eine hohe Quantität, aber nicht genug bezahlbare Qualität. Hier sind meine Resultate im Einzelnen:
Er beugt sich beim Lesen nach vorne und stützt sich mit den Ellbogen ab, als würde der schwere Stoff auch auf seinen Schultern liegen. “Der Kantakt”, sein jüngstes Buch, ist 800 Seiten dick, ein Wackerstein in zartgrünem Einband, der sich da vor ihm auf der Tischplatte erhebt. Ein Monument wie sein Autor.
Jochen Schmidt sieht aus wie einer, mit dem man gut Kaffee und noch besser Rotwein trinken kann. Eigentlich hatte ich ihn im Vorfeld von 
Es wird höchste Zeit, hier endlich mal auf das zweite LAN-Festival hinzuweisen. Noch knapp sechs Wochen sind es bis zum letzten Mai-Wochenende. Wie schon vor zwei Jahren treten an drei Tagen 18 Autoren ans Podium und eine gute Handvoll Musiker auf die Bühne. Mehr Informationen gibt es auf der neuen 