Wie man über Jochen Schmidt schreiben kann, obwohl man keinen Milchkaffee mit ihm getrunken hat
Jochen Schmidt sieht aus wie einer, mit dem man gut Kaffee und noch besser Rotwein trinken kann. Eigentlich hatte ich ihn im Vorfeld von LAN um ein Treffen bitten wollen, er wohnt ja nur drei Bezirke weiter, und wenn man Porträts schreiben will, kann es ungemein hilfreich sein, den Porträtierten irgendwie getroffen zu haben. Selbst bei Masseninterviews kann man danach Sachen schreiben, die so klingen, als würde man jemanden kennen, Sätze wie „Beim Lachen zieht er nur den einen Mundwinkel nach oben, aber die Augen funkeln mit“, oder „Wenn er nachdenkt, weicht er Blicken aus, nimmt mehrere schnelle Schlucke von seinem Milchkaffee und sieht hinaus durch das Caféfenster auf die Straße, auf der die Bionade-Bohème gerade ihren Nachwuchs nach Hause zerrt.“ Im Idealfall erzählt der Porträtierte während so eines Treffens noch irgendwas echt Persönliches, zum Beispiel, dass er mal eine Freundin hatte, die in den aktuellen Harry Potter Band verliebter war als in ihn.
Das mit der Freundin stimmt wirklich. Es gab mal eine, die Rowling lieber hatte als ihn, obwohl er ihr (der Freundin) hunderte von Kilometern hinterhergereist war. Wie Jochen Schmidt allerdings lacht und wie er aussieht, wenn er nachdenkt, das weiß ich nicht. Den ganzen Beitrag lesen »

Es wird höchste Zeit, hier endlich mal auf das zweite LAN-Festival hinzuweisen. Noch knapp sechs Wochen sind es bis zum letzten Mai-Wochenende. Wie schon vor zwei Jahren treten an drei Tagen 18 Autoren ans Podium und eine gute Handvoll Musiker auf die Bühne. Mehr Informationen gibt es auf der neuen 
Vor zwei Tagen hat der Börsenverein des deutschen Buchhandels die digitale Buchplattform 
