Tipps für den armen Leser
Eine antiquarische Stadtteilforschung in Friedrichshain
Ein Gastbeitrag von Alex Dubilet
Um 1700 gab es in Berlin nur eine Buchandlung (so der Historiker Jonathan Israel in seinem Werk “Radical Enlightenment”, das vom Aufstieg der modernen, rationalistischen Philosophie, und insbesondere des Cartesianismus und Spinozismus handelt). Heute, Gott sei Dank, haben wir mehr Buchandlungen! Tatsächlich scheint es, als ob jeder Berliner Bezirk ein paar Dutzend von ihnen hätte. Also bin ich aufgebrochen, um in all diesen Bezirken all diese Buchandlungen zu besuchen und zu erforschen — allerdings nur die Antiquariate und Gebrauchtbuchläden, denn ich habe nicht so viel Geld. Und außerdem kann man nicht die “Gesamelten Werke” von Lenin (ungefähr 45 Bände) auf Russisch für 25 Euro in einer normalen Buchhandlung finden. Zuerst war ich in Friedrichshain (ich weiss nicht warum, da ich in Kreuzberg wohne, wo es mehr als genug Antiquariate gibt: Einen Überblick über Kreuzberg werde ich das nächtes Mal liefern, falls mein Rücken und meine Füße die unglaublich harten Berliner Steine überleben — und das ist nicht sicher). Mein Gesamteindruck von Friedrichshain vorab: Es gibt eine hohe Quantität, aber nicht genug bezahlbare Qualität. Hier sind meine Resultate im Einzelnen: Den ganzen Beitrag lesen »

„Laufkundschaft haben wir kaum, hier ist ja nicht viel los – außer nachts.” Eine Subways-Filiale gibt es und vereinzelt ein paar andere Geschäfte. Es ist belebter geworden am Schlesischen Tor und in der Falckensteinstraße. Die meisten Menschen kommen hier aber auf dem Weg zum Lido oder zu einer der Kneipen in der Schlesischen Straße vorbei. Das ist vor allem nach Ladenschluss. Trotzdem wollten Jessica Ebert und Katja Weber ihren Laden im Oktober 2006 unbedingt hier in der Nähe des Schlesischen Tores eröffnen und haben sich einen alten Traum erfüllt. Die Buchhandlung ebertundweber will kleinen Verlagen ein Forum bieten. Das gelingt ihr gut.