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	<title>goldmag.de &#187; Offline-Shopping</title>
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		<title>Neues vom B&#252;cherturm</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 12:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolai Preuschoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2010%2F07%2Fneues-vom-buecherturm%2F&amp;text=Neues+vom+B%C3%BCcherturm&amp;lang=de&amp;count=horizontal" style="" class="twitter-share-button">Tweet</a></div>
<p>Aus der Reihe: B&#252;cher im Digitalen Zeitalter</p>
<p><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/1006-Buecherturm-P1130656.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3766" title="1006 Buecherturm P1130656" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/1006-Buecherturm-P1130656.jpg" alt="" width="412" height="555" /></a></p>
<p>Wie versprochen bringt <em>goldmag</em> exklusive Neuigkeiten vom B&#252;cherturm, der in der Kreuzberger Graefestra&#223;e vor dem Antiquariat <a href="http://www.zvab.com/profile/10967u.jsp" target="_blank">Umbras  Kuriosit&#228;tenkabinett</a> der Witterung ausgesetzt ist. Aufnahmen von Februar und M&#228;rz dieses Jahres sind weiterhin <a href="http://www.goldmag.de/2010/03/buecherturm/" target="_blank">hier</a> zu begutachten.</p>
<p><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/1006-P1130660.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3767" title="1006 Buecherturm Ende Juni" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/1006-P1130660.jpg" alt="" width="245" height="324" /></a></p>
<p>Inzwischen ist es gr&#252;n geworden um den B&#252;cherturm. Ranken ziehen sich an den Buchr&#252;cken hinauf, und die Baumkrone spendet jetzt Schatten, wodurch m&#246;gliche Sch&#228;den durch das dieser Tage stark einfallende Sonnenlicht verringert werden. Dennoch zeichnen sich auch die Verfallsspuren immer deutlicher ab: Alle B&#252;cher sind von Feuchtigkeit mehr oder weniger aufgedunsen. Die Deckel der mittig ausgestellten Folianten w&#246;lben sich und fallen ab. Schwarzer Schimmel ist an vielen Schnittkanten deutlich auszumachen. <em>goldmag</em> fragt: Wie ernst ist die Lage der B&#252;cher?</p>
<p>&#220;berhaupt nicht ernst, das ist die gute Nachricht: Der Turm steht weiterhin sicher auf seinem Zementsockel, die B&#252;cher halten zusammen.</p>
<p><small>Fotos: N. Preuschoff</small></p>
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		<title>B&#252;cherturm</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 00:02:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolai Preuschoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2010%2F03%2Fbuecherturm%2F&amp;text=B%C3%BCcherturm&amp;lang=de&amp;count=horizontal" style="" class="twitter-share-button">Tweet</a></div>
<p>Neues aus der Reihe: B&#252;cher im Digitalen Zeitalter</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/P1120539.jpg"><img class="size-large wp-image-3275  aligncenter" title="Buch-Assemblage" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/P1120539-768x1024.jpg" alt="" width="420" height="548" /></a></p>
<p>In der kunsthistorischen Kategorie der <em>Akkumulation</em> gibt es sicher interessantere Dinge, die man anh&#228;ufen kann: <a href="http://static.panoramio.com/photos/original/2935268.jpg" target="_blank">Uhren</a> z.B. oder <a href="http://www.rolf-lauter.com/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=24&amp;Itemid=33&amp;kunstler=Arman" target="_blank">Rasierapparate</a>. B&#252;cher hingegen hat man ja schon immer irgendwie angeh&#228;uft und gestapelt.</p>
<p>Etwas Besonderes gibt es dennoch am B&#252;cherturm, der vor einiger Zeit in der Kreuzberger Graefestra&#223;e aufgetaucht ist: Neben dem Umstand, dass die wacklig aussehende Konstruktion noch nicht umgefallen ist &#8212; steht er im Freien. Das wirft Fragen auf (was ein gutes Kunstwerk ja auszeichnet), Fragen, wie sie uns hier in der Reihe <a href="http://www.goldmag.de/2009/11/notizen-im-buch-im-digitalen-zeitalter-warum-sie-verschwinden-und-was-sie-uns-sagen-koennen/" target="_blank">&#8220;B&#252;cher im Digitalen Zeitalter&#8221;</a> besch&#228;ftigen.</p>
<p><!--more--><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Buecherturm-P1120639.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3508" title="Buecherturm P1120639" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Buecherturm-P1120639.jpg" alt="" width="208" height="277" /></a>Etwa: Was bl&#252;ht dem gedruckten Buch, wenn bald jeder irgendwie immer mehr elektronisch liest? Was l&#228;sst sich mit den ganzen schweren, einstmals teuren Lexika-B&#228;nden anfangen, die es heute viel praktischer auf DVD oder gleich im Internet gibt? Wie lange &#8216;&#252;berleben&#8217; so Papier-B&#252;cher eigentlich &#8212; so h&#252;bsch aufgestapelt im Freien? Der B&#252;cherturm, der durchaus aus respektablen, gebundenen Ausgaben besteht, modert, Wind und Wetter ausgesetzt, buchst&#228;blich vor sich hin. Direkt vor einem Antiquariat. Es sieht so aus als w&#228;ren sie gerade (&#8220;sorry Jungs, kein Platz mehr&#8221;) vor die T&#252;r gesetzt worden. Ganz oben auf diesem schweigenden Mahnmal wider der Ignoranz, als Gipfel des &#8220;Mich-benutzt-keiner-mehr&#8221;, prangt eine rostende Schreibmaschine.</p>
<p><a href="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Buecherturm-P1120638.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3510" title="Buecherturm P1120638" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/Buecherturm-P1120638.jpg" alt="" width="208" height="276" /></a>Ja, mit der Verg&#228;nglichkeits-Symbolik, das k&#246;nne man durchaus so sehen, sagt auch der K&#252;nstler und Besitzer von <a href="http://www.zvab.com/profile/10967u.jsp" target="_blank">Umbras Kuriosit&#228;tenkabinett</a> in der Graefestr. 18. Ist &#252;brigens nicht sein erster Turm, fr&#252;here Versuche h&#228;tten nicht gehalten. Oder seien umgeworfen worden. Dieser hier sei jetzt stabiler, steht jetzt auf einem 500-Kilo Sockel, und die B&#252;cher sind ineinander verschraubt.</p>
<p>Es hat geregnet, und einige B&#228;nde sind bereits aufgequollen; Seiten biegen und f&#228;chern sich nach oben. Ein Buchdeckel ist abgefallen. In ein paar Tagen ist Fr&#252;hlingsbeginn, dann moost alles vielleicht sch&#246;n zu, oder es rankt Efeu die Buchr&#252;cken hinauf. Der B&#252;cherturm-Bericht wird fortgesetzt!</p>
<p><small>Fotos: N. P. (Das obere Bild enstand im Februar, die unteren beiden im M&#228;rz.)</small></p>
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		<title>Tipps f&#252;r den armen Leser</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 11:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goldmag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literaturbetrieb]]></category>
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		<category><![CDATA[Sammeln & Seltenes]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2009%2F07%2Ftipps-fuer-den-armen-leser%2F&amp;text=Tipps+f%C3%BCr+den+armen+Leser+&amp;lang=de&amp;count=horizontal" style="" class="twitter-share-button">Tweet</a></div>
<p><strong>Eine antiquarische Stadtteilforschung in Friedrichshain</strong></p>
<p><em>Ein Gastbeitrag von Alex Dubilet</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1553" title="buchladen-fuer arme 1_22" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/buchladen-1_22.jpg" alt="buchladen-fuer arme 1_22" width="261" height="307" />Um 1700 gab es in Berlin nur eine Buchandlung (so der Historiker Jonathan Israel in seinem Werk &#8220;Radical Enlightenment&#8221;, das vom Aufstieg der modernen, rationalistischen Philosophie, und insbesondere des Cartesianismus und Spinozismus handelt). Heute, Gott sei Dank, haben wir mehr Buchandlungen! Tats&#228;chlich scheint es, als ob jeder Berliner Bezirk ein paar Dutzend von ihnen h&#228;tte. Also bin ich aufgebrochen, um in all diesen Bezirken all diese Buchandlungen zu besuchen und zu erforschen &#8212; allerdings nur die Antiquariate und Gebrauchtbuchl&#228;den, denn ich habe nicht so viel Geld. Und au&#223;erdem kann man nicht die &#8220;Gesamelten Werke&#8221; von Lenin (ungef&#228;hr 45 B&#228;nde) auf Russisch f&#252;r 25 Euro in einer normalen Buchhandlung finden. Zuerst war ich in Friedrichshain (ich weiss nicht warum, da ich in Kreuzberg wohne, wo es mehr als genug Antiquariate gibt: Einen &#220;berblick &#252;ber Kreuzberg werde ich das n&#228;chtes Mal liefern, falls mein R&#252;cken und meine F&#252;&#223;e die unglaublich harten Berliner Steine &#252;berleben &#8212; und das ist nicht sicher). Mein Gesamteindruck von Friedrichshain vorab: Es gibt eine hohe Quantit&#228;t, aber nicht genug bezahlbare Qualit&#228;t. Hier sind meine Resultate im Einzelnen:<!--more--></p>
<p><strong>Antiquariat in Friedrichshain, Wissenschaftliches Antiquariat</strong>, Niederbarnimstr. 13, nahe Boxhagener Str.: Jedes Buch in den insgesamt drei R&#228;umen kostet 2.50 € (drei f&#252;r 6 €), und die Auswahl ist interessant. Mein Fang beinhaltet drei B&#252;cher (und hat den Beifall meines Redakteurs gefunden): 1. George Christoph Lichtenberg &#8220;Werke&#8221; (Aphorismen, Briefe, Aufs&#228;tze, Essays) in einem Band, 2. Die Werke von E.T.A. Hoffmann in einem Band, aus der &#8220;Bibliothek deutscher Klassiker&#8221; (mehr als 1000 Seiten von Hoffmann f&#252;r nur 2 €, dass hei&#223;t, jede Hoffmannseite kostete mich nur <a href="http://www.google.com/search?q=2%2F1000&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;aq=t&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a" target="_blank">1/5 Cent</a>!), 3. Und eine kleine Ausgabe von Schleiermacher &#252;ber Religion, von Reclam. Das Antiquariat ist allerdings nur am Nachmittag ge&#246;ffnet.<br />
Auswahl: ✌ Preis: ✌</p>
<p><strong>Der Steppenwolf </strong>in der Simplonstr. ist recht klein, und die B&#252;cher sind nicht teuer. Obwohl die Auswahl besonders im Bereich Literatur und Philosophie nicht schlecht ist, finden sich die besten B&#252;cher in einem privaten Raum dahinter, den die Kunden nicht betreten d&#252;rfen. Schade!<br />
Auswahl: ☹ Preis: ☝</p>
<p><strong>Das Antiquariat Matthias Wagner</strong> in der W&#252;hlischstr. 22 hat die beste Buchauswahl in Friedrichshain. Aber sobald die Auswahl an B&#252;chern sich bessert, steigen die Preise. So auch hier. Das scheint mir ein Paradox zu sein. Dieses Paradox (man m&#252;sste richtiger von einer &#8216;Tendenz&#8217; sprechen, aber aus Sicht des Antiquariat-Detektivs handelt es sich um ein gemeines Paradox, das die Ungerechtigkeit des Universum zeigt) blockiert die Antiquariats-Utopie: ein bezaubernder Ort mit endlosen W&#228;nden von B&#252;chern, die nicht nur au&#223;erordentlich, sondern auch kosteng&#252;nstig sind, und darauf warten, gekauft zu werden.<br />
Auswahl: <img src='http://www.goldmag.de/wp-includes/images/smilies/icon_surprised.gif' alt=':o' class='wp-smiley' /> ) <img src='http://www.goldmag.de/wp-includes/images/smilies/icon_surprised.gif' alt=':o' class='wp-smiley' /> ) Preis: ☣</p>
<p><strong>Die Franz-Mehring-Buchhandlung</strong> (Frankfurter Allee 65) war &#228;u&#223;erst merkw&#252;rdig. Sie verkauft neue und gebrauchte B&#252;cher, aber die Auswahl an neuen Philosophie-B&#252;chern enthielt nur ca. 20 schwarz-blaue B&#228;nde von Adornos Werken im Surkamp Verlag &#8212; und das war alles! In der antiquarischen Philosophie-Abteilung gab es ein paar gute B&#252;cher, aber sie waren recht teuer (z.B. Feuerbachs &#8220;Von Bacon zu Spinoza&#8221; f&#252;r 15 €, oder Leibniz &#8220;1683-1687, Schriften und Briefe&#8221; f&#252;r 25 €!) In diese Buchhandlung sollte man eigentlich nur gehen, um Karikatur- und Satirik-B&#252;cher zu kaufen, denn hier gibt es viele B&#252;cher aus dem Eulenspiegel-Verlag (jedes kostet zwischen f&#252;nf und acht €), von <a href="http://88.191.63.134/photos/roseoud/187520010/_3047/46.jpg" target="_blank">Felix Vallotton</a>, <a href="http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/images/30013097-r%20copy.jpg" target="_blank">Bruno Paul</a>, <a href="http://www.payer.de/religionskritik/karikatur309.gif" target="_blank">Karl Holtz</a>, <a href="http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/ju000992/index.jpg" target="_blank">Walter Trier</a>, <a href="http://www.freepedia.co.uk/The%20Web%20Site%20Backup/Cartoonists/ARTsimp3.jpg" target="_blank">Rudolf Wilke</a>, <a href="http://glareanverlag.files.wordpress.com/2008/04/cartoon029.jpg" target="_blank">Adolf Oberl&#228;nder</a> und anderen. Diese Karikaturen waren sch&#246;n &#8212; aber nicht sch&#246;n genug, deshalb:<br />
Auswahl: ☠☠ Preis: ☠☠</p>
<p><strong>Das Café Tasso Antiquariat</strong> (Frankfurter Allee 11) ist ein sch&#246;nes Café und Antiquariat. Hier kostet jedes Buch nur einen Euro, und es ist voll mit B&#252;chern, f&#252;r die man nicht mehr als einen Euro bezahlen w&#252;rde. Aber der Laden wird zum Paradies, wenn man zum Beispiel russisch-deutsche ingenieur- oder agrarwissenschaftliche W&#246;rterb&#252;cher sucht. Die Kuriosit&#228;ten hier beinhalten vier Exemplare von Herders Lesebuch “F&#252;r unsere Zeit” („unsere Zeit“ bedeutet in diesem Fall: DDR, 1978), f&#252;nf Ausgaben von Lenins „<a href="http://www.buchfreund.de/covers/8870/19480.jpg" target="_blank">Materialismus und Empiriokritizismus</a>“ (das schon wieder aktuell erscheint, weil <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lphTYbpxXiI" target="_blank">Slavoj Zizek</a> es <a href="http://www.lacan.com/zizstalin.htm" target="_blank">sehr sch&#228;tzt</a>) sowie zahllose B&#228;nde von Emile Zola. F&#252;r einen Euro &#8212; da kann man nicht klagen! Und wo kann man schon Lenins Werke auf Russisch finden! Und, nat&#252;rlich, <a href="http://www.worldsocialism.org/spgb/mar03/lenin-and-stalin.jpg" target="_blank">&#8220;Fragen zum Leninismus&#8221; von Onkel Joe</a>. Auswahl: ☭♻♻ Preis:1 € = ✌☺</p>
<p><strong>Das Sparbuch</strong> in die Finowstr., s&#252;dlich der Frankfurter Allee, hat sehr, sehr viele billige B&#252;cher (jedes Buch kostet hier immer nur einen Euro), und die Auswahl ist insgesamt besser oganisiert. Man kann zum Beispiel eine gebundene <strong>Prachtausgabe (!)</strong> von &#8220;Kunst und Literatur&#8221; vom alten Freund/Feind <a href="http://www.freeinfosociety.com/media/images/956.jpg" target="_blank">Lenins</a> <a href="http://www.danwymanbooks.com/iskra18sup.jpg" target="_blank">Georgi Walentinowitsch Plechanow</a> darin finden! Ein Paradies f&#252;r alle! Auswahl: ♻♻♻ Preis: 1 € = ✌</p>
<p><strong>Zusammenfassung:</strong></p>
<p>Friedrichshain hat sich, wie mir scheint, auf “Jedes Buch ein Euro”-Antiquariate spezialisiert. In allen Buchhandlungen habe ich die gleichen DDR-Verlage gesehen. Diese Antiquariate sind perfekt, wenn man alte und &#252;belriechende Ausgaben von Adalber Stifter, Wilhelm Raabe oder Conrad Ferdinand Meyer finden m&#246;chte. Wenn man allerdings zu viel Zeit in ihnen verbringt, k&#246;nnte einem sehr langweilig werden &#8212; und wenn man von seinem Leben und ‚Sein’ zu sehr gelangweilt ist, wird man, wie Heidegger gesagt hat, sich wie ein Tier f&#252;hlen! Die Friedrichshainer Gebrauchtbuchl&#228;den sind gut, um Trash zu finden. Aber immer auch wirklich billig!</p>
<p>Und so muss ich meine Suche nach guten und g&#252;nstigen Ausgaben von Eckhart, Leibniz, Hegel, Feuerbach und Benjamin fortsetzen. Velleicht werde ich n&#228;chstes Mal Erfolg haben, velleicht werde ich aber wieder nur 1-Euro-Reliqien finden. Bis n&#228;chste Woche!</p>
<p><small>Zeichnung: N. Preuschoff</small></p>
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		<title>Gibert Joseph, rez-de-chaussée</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 19:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolai Preuschoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literaturbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Offline-Shopping]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.goldmag.de/index.php/2009/03/04/gibert-joseph-rez-de-chaussee</guid>
		<description><![CDATA[<div class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.goldmag.de%2F2009%2F03%2Fgibert-joseph-rez-de-chaussee%2F&amp;text=Gibert+Joseph%2C+rez-de-chauss%C3%A9e&amp;lang=de&amp;count=horizontal" style="" class="twitter-share-button">Tweet</a></div>
<p><a title="Gibert Joseph" rel="attachment wp-att-440" href="http://www.goldmag.de/index.php/2009/03/04/gibert-joseph-rez-de-chaussee/gibert-joseph"><img src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/gibert_joseph.jpg" alt="Gibert Joseph" width="265" height="298" /></a>Betritt man die Buchhandlung Gibert Joseph auf dem Boulevard St. Michel  in Paris, kann man sich schon wundern. Zwar gibt es im Eingangsbereich ein Bestseller-Regal und auch ein paar der &#252;blichen K&#252;chen- und Reisef&#252;hrer. Also regul&#228;re B&#252;cher. Aber ansonsten wird das komplette Erdgeschoss vom Bande Desinée (BD) ausgef&#252;llt &#8212; auf &#8216;deutsch&#8217; also: von Comics.</p>
<p>Den Besucher begr&#252;&#223;t zun&#228;chst ein umgehbarer Pfeiler, der &#8220;<a href="http://www.bdangouleme.com/">Angoulême 2009</a>&#8221; gewidmet ist, dem wichtigsten franz&#246;sischen Comic-Festival. Hier ist der eigenartige <em>Pinocchio</em> von Winshluss ausgestellt, der vor einigen Wochen den Preis f&#252;r das <a href="http://www.bdangouleme.com/49-palmares-2009-fauve-dor-prix-du-meilleur-album">beste Album</a> erhalten hat. Daneben h&#228;ngen mindestens drei Alben von Blutch, in diesem Jahr ausgezeichnet mit dem &#8220;Grand Prix de la Ville d’Angoulême&#8221;: <em>le petit christian</em>, erschienen im Independent-Verlag <em>L&#8217;Association</em>, sowie zwei B&#228;nde, die<em> La Volupté</em> und <em>La Beauté</em> hei&#223;en und mit verst&#246;rend-expressiven Pastellkreidestrichen (vermutlich eigentlich geheime) Phantasien des Autors in dunkle Szenen setzen. <!--more--></p>
<p>H&#252;fthohe Auslagen pr&#228;sentieren zu beiden Seiten Neuerscheinungen und geleiten in die BD-Abteilung. Regale und Stellk&#228;sten stehen hier dicht an dicht. Teils nach Serientitel, teils nach Autorenname geordnet enthalten sie tausende Alben. Allein f&#252;r den Handel mit gebrauchten BDs sind gute sechs, prall zugestopfte Regalmeter reserviert (bei <em>Gibert Joseph</em> gibt es, das ist das Besondere, neben neuen auch gebrauchte B&#252;cher, die in einem eigens daf&#252;r eingerichteten, benachbarten Laden angekauft werden. Ich werde hier sp&#228;ter einen gro&#223;formatigen Blutch und einen Schuiten/Peeters entdecken, beide noch neuwertig und fast um die H&#228;lfte reduziert.) Weiter hinten beginnt die &#252;ppige Manga-Abteilung.</p>
<p>Angesichts solcher F&#252;lle (und man war ja eigentlich zum B&#252;cherkaufen gekommen) ist selbst der Freund des grafischen Erz&#228;hlens ersteinmal &#252;berfordert. Man fragt sich, wer denn bei diesen Unmengen an neuen, neueren und alten Titeln noch die &#220;bersicht behalten soll. Etwas Abhilfe bietet da der Theorie-Tisch. Hier liegt ein Tagungsband, der Auskunft gibt zur Lage des Bande Dessinée: &#8220;Vive la Crise?&#8221; (erschienen bei <em>Les Impressions nouvelles</em>), ist er untertitelt &#8212; womit die allj&#228;hrlich zunehmende Flut an Neuerscheinungen gemeint ist. 2008 sind in Frankreich, so erkl&#228;rt die Einleitung, nicht weniger als 5000 Titel auf den Markt gekommen.</p>
<p>Die ganz erfolgreichen K&#252;nstler des &#8216;neuen&#8217; BD, wie <a href="http://www.lewistrondheim.com/">Lewis Trondheim</a> (der auch das Maskottchen von Angoulême kreiert hat und daf&#252;r nun fortan Tantieme kassiert) und <a href="http://www.toujoursverslouest.org/joannsfar/http://www.toujoursverslouest.org/joannsfar/">Joann Sfar</a>, produzieren nicht nur am laufenden Band neue Alben, Serien, Kinder-, Skizzen- und Reisetageb&#252;cher. Sie haben ein Fu&#223;volk von Nachwuchszeichnern um sich geschart, die ihnen die Zeichenarbeit abnehmen und dabei bem&#252;ht sind, den Stil ihrer Meister zu imitieren. Aktuell ist vor allem Sfar im Gespr&#228;ch, Autor der (auch bei uns nicht ganz <a href="http://www.avant-verlag.de/index.php?b=avant&amp;rg=14&amp;ID=1&amp;kat=r">unbekannten</a>) <em>Katze des Rabbiners</em>. Zuletzt hat Sfar nicht nur den Coup gelandet, <em>Le Petit Prince</em> von Antoine de Saint-Exupéry, nach der Bibel eines der weltweit erfolgreichsten B&#252;cher, neu zu <a href="http://www.actuabd.com/Sfar-interprete-Le-petit-prince-de-Saint-Exupery">interpretieren</a>, gerade dreht er auch noch einen <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/comic/archive/2009/02/18/franz-246-sische-legenden-unter-sich-sfar-goes-gainsbourg.aspx">Film</a> &#252;ber Serge Gainsbourg</p>
<p>Und wer soll diese Neuerscheinungen alle lesen? Einen Teil der Antwort verschafft der Blick durchs Erdgeschoss: &#220;berall an den Kisten und Regalen stehen Leser jeglichen Alters. Die meisten sind Mitte Zwanzig bis Mitte F&#252;nfzig, etwas j&#252;nger in der Manga-Abteilung, und mit ernster Miene vertieft in ihre Lekt&#252;re. Schon beim Reinkommen war mir eine gepflegte, mittelalte Dame aufgefallen, die aufmerksam ein Album durchbl&#228;tterte. Die K&#228;stchen waren &#252;bers&#228;ht mit expliziten Sex-Szenen. Vielleicht ein Historien-Album, inspiriert vom Marquis-de-Sade? Die oberen Etagen von <em>Gibert Joseph</em> habe ich an diesem Tag jedenfalls nicht mehr erreicht.</p>
<p><small>Zeichnung: Nikolai Preuschoff</small></p>
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		<title>Offline-Shopping (1): Den B&#252;chern ihren Raum geben</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Dec 2008 16:32:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Lüttge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offline-Shopping]]></category>

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<p>In der Buchhandlung <em>ebertundweber</em> ist weniger mehr. Das ist gut f&#252;r die kleinen Verlage.</p>
<p><img align="left" src="http://www.goldmag.de/wp-content/uploads/pict0756320pt.jpg" alt="ebertundweber" />„Laufkundschaft haben wir kaum, hier ist ja nicht viel los &#8211; au&#223;er nachts.&#8221; Eine Subways-Filiale gibt es und vereinzelt ein paar andere Gesch&#228;fte. Es ist belebter geworden am Schlesischen Tor und in der Falckensteinstra&#223;e. Die meisten Menschen kommen hier aber auf dem Weg zum Lido oder zu einer der Kneipen in der Schlesischen Stra&#223;e vorbei. Das ist vor allem nach Ladenschluss. Trotzdem wollten Jessica Ebert und Katja Weber ihren Laden im Oktober 2006 unbedingt hier in der N&#228;he des Schlesischen Tores er&#246;ffnen und haben sich einen alten Traum erf&#252;llt. Die Buchhandlung ebertundweber will kleinen Verlagen ein Forum bieten. Das gelingt ihr gut.<!--more--></p>
<p>Im ersten B&#252;cherregal, das dem eintretenden Kunden ins Auge f&#228;llt, stehen Blumenbar, kookbooks, Luftschacht &amp; Co. nicht dicht an dicht, sondern haben Platz zwischen den Regalbrettern. Sie stehen einzeln und mit dem Titel in den Raum hinein. Fast der gesamte Vorraum, gut die H&#228;lfte des mit 50 Quadratmetern wahrlich nicht gro&#223;en Ladenlokals, ist den kleinen Verlagen gewidmet. Dort finden sich auch die Literaturzeitschriften Belletristik, [SIC] und Bella Triste. Was bei ebertundweber im Regal steht, sind die B&#252;cher, die Katja Weber und Jessica Ebert selbst gern lesen. Die Kunden, sagt Katja Weber, freuen sich &#252;ber die kleinen Verlage.</p>
<p>Dem Weniger-ist-mehr-Prinzip folgt auch der hintere Teil des Ladens mit den englischen Titeln und den Kinderb&#252;chern. Ein Sofa steht dort und ein Maltisch f&#252;r Kinder, der auch viel zum Einsatz zu kommen scheint. „Viele unserer Kunden sind junge Leute mit Kindern. Ansonsten Menschen, die hier wohnen oder hier arbeiten und auch immer mehr alteingesessene Kreuzberger, die am Anfang zur&#252;ckhaltender waren, im Sommer viele Touristen&#8221;, sagt Weber.</p>
<p>Wie so viele Buchhandlungen dieser Gr&#246;&#223;e leben auch ebertundweber vor allem von Stammkundschaft. Junge Leute unter zwanzig k&#228;men gar nicht: „Denen ist das zu klein.&#8221;<br />
Man muss sich, kann sich gar nicht durch eine B&#252;chermasse arbeiten, um dann einen Fund herauszuziehen. Soll man auch nicht, findet Weber: „Wir wollen wenig anbieten.&#8221; Das Wenige hat man schnell gesichtet. Jedes Buch kann den Kunden von seinem Platz aus zuwinken. So entdeckt man, was man in der Masse &#252;bersieht.</p>
<p>F&#252;r Veranstaltungen entscheiden sich Katja Weber und Jessica Ebert nach dem gleichen Prinzip wie f&#252;r B&#252;cher: „Hier sollen Autoren lesen, die wir beide gut finden.&#8221; Raul Zelik war zu Gast und Urs Mannhart, der Lieblingsautor von ebertundweber.<br />
Ein Buch, das es bei Dussmann nicht gibt? Katja Weber will sich nicht auf eines beschr&#228;nken. Sie z&#228;hlt die kleinen Verlage auf. Die im ersten Regal, wenn man reinkommt, links.</p>
<p><small>ebertundweber. Falckensteinstra&#223;e 44. 10997 Berlin. &#214;ffnungszeiten: Montag &#8211; Freitag: 9.30 &#8211; 19.00 Uhr. Samstag: 10.00 &#8211; 16.00 Uhr. <a href="http://www.ebertundweber.de">www.ebertundweber.de</a>.</small></p>
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